SV Rosches „Stiller Star“ Michael Kraushaar

Unverzichtbarer Spätstarter

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Auf sein Lächeln will beim SV Rosche niemand verzichten. Michael Kraushaar ist bereits seit 20 Jahren Betreuer/Teammanager bei den Bezirksliga-Fußballern.

Rosche – Er war Handballer durch und durch. Umso erstaunlicher, dass der Fußball inzwischen die große Passion von Michael Kraushaar ist. Der 70-Jährige ist eine echte Säule beim SV Rosche und ein weiterer Mannschaftsbetreuer in der AZ-Serie „Heimliche Stars“.

Bemerkenswerter Quereinstieg: Bis zum 50. Lebensjahr stand der Handball im Mittelpunkt des sportlichen Wirkens. Nun kann sich Kraushaar ein Leben ohne Fußball nicht vorstellen. „Es macht unwahrscheinlich viel Spaß, mit den jungen Leuten zu arbeiten“, erzählt er.

Dabei hatte er in den 90er Jahren mit Fußball nichts am Hut. Als er seine jetzige Frau Monika kennenlernte, zog Kraushaar 1993 nach Rosche, spielte bis 1996 für die damalige Handballsparte des SVR und war vier Jahre Abteilungsleiter.

Spätstarter

Nach der aktiven begann die Funktionärslaufbahn. Seit 1999 zählte Kraushaar als 2. Vorsitzender des Gesamtvereins zur Führungscrew und war von 2005 bis 2011 deren Vorsitzender. Als Vereins-Amtsträger kam er mit den Fußballern in Berührung, wo er im Jahr 2000 als Betreuer einstieg und inzwischen Teammanager ist. Der Spätstarter identifizierte sich von Anfang an mit der neuen Aufgabe. „Ich habe komplett für die Fußballer gelebt.“

Und das tut Kraushaar auch nach 20 Jahren mit großer Leidenschaft. „Ich bin lebenslang Sportler gewesen und lebe für den Sport.“ Passwesen, Spielerwechsel, Saisonvorbereitung, Sponsorenverhandlungen, Spielerwechsel, Stadionsprecher. Der 70-Jährige hat vor allem in der Sommerpause viel zu tun. Drei bis vier Stunden täglich sind es in Spitzenzeiten. Von Belastung kann aber nicht die Rede sein. „Als Rentner ist es für mich eine schöne Beschäftigung. Und ich kann trotz meines Alters der Mannschaft etwas geben.“ Auch dank Gattin Monika. „Das geht nicht ohne Einverständnis der Ehefrau. Sie ist auch sehr sportlich und hält mir den Rücken frei.“ So konnte Kraushaar Beisitzer im Sportgericht und Sportrichter beim inzwischen fusionierten Fußballkreis Uelzen und im Heide-Wendland-Kreis sein.

Emotionale Momente

Doch seine Passion bleibt der SV Rosche, mit dem er zahlreiche unvergessliche Momente verbindet. Etwa den Aufstieg in die Bezirksliga oder die Weihnachtsfeier 2018, als der neue Coach Pascal Kläden zum Einstieg eine emotionale Ansprache hielt. „Er hat sich dafür bedankt, dass er trotz einer schweren Phase innerhalb des Vereins so einen Zusammenhalt erlebt hat und er richtig glücklich ist, beim SV Rosche zu sein. Es war ein unwahrscheinlich positiver Moment von jemandem, der von außerhalb kommt. Ich hoffe, dass wir das noch ein paar Jahre zusammen erleben werden.“ Einen großen Traum hat Kraushaar aber noch. „Ich möchte mit den Jungs gerne mal den AZ-Presse-Cup gewinnen.“

VON AREK MARUD

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