Union dicht vor Herbstmeisterschaft

Christopher Rühmann will mit Union Bevensen die Herbstmeisterschaft eintüten.
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Christopher Rühmann will mit Union Bevensen die Herbstmeisterschaft eintüten.

Uelzen/Landkreis. Ganz dicht vor der Herbstmeisterschaft steht Fußball-Kreisliga-Spitzenreiter Union Bevensen. Wenn am kommenden 13.Spieltag alles nach Maß für die Kurstädter läuft, dürfen sie bereits am Sonntagabend feiern. Das ist dann der Fall, wenn sie selbst bei Teutonia Uelzens Oberligareserve gewinnen und das Verfolgerduell zwischen dem TuS Wieren und dem FC Oldenstadt unentschieden endet. In Wrestedt gastiert der Vorletzte TSV Wriedel. Von Michael Klingebiel

Teutonia II – Union Bevensen

Die beiden torhungrigsten Teams der Liga prallen im Uelzener Sportpark aufeinander, Teutonias Oberligareserve (32 Treffer) fordert Spitzenreiter Union Bevensen (39) zum Duell. Nach drei Siegen in den letzten vier Spielen haben sich die Uelzener ins Tabellenmittelfeld abgesetzt und dürfen, wenn ihnen hier eine Überraschung gelingt, sogar schon wieder ein bisschen nach oben schielen. Der Rückstand auf Platz zwei beträgt nämlich gerade mal fünf Punkte… Die Kurstädter allerdings haben die anvisierte Herbstmeisterschaft dicht vor Augen und werden nur schwer zu stoppen sein, zumal sie bisher auch auswärts stets auftrumpften (vier Siege/ein Unentschieden). Die Voraussetzungen für ein unterhaltsames Spiel, vielleicht sogar für ein Torfestival, sind also bestens…

SC 09 Uelzen – SV Eddelstorf

Zum großen Pulk des Verfolgerfeldes zählen der Sportclub Uelzen (8.) und der SV Eddelstorf (4.), beide Mannschaften trennt momentan ein einziger Punkt. Hier wie da fehlte es allerdings in den zurückliegenden Wochen an der nötigen Konstanz – die Fischerhöfler verloren fünf ihrer letzten sieben Partien, der SVE gewann nur zwei der jüngsten sechs Vergleiche. Für echte Spitzenteams mit hohen Ambitionen ist diese Ausbeute natürlich eindeutig zu mager. Sei´s drum, beide befinden sich auch weiterhin aussichtsreich im Rennen um (zumindest) Platz zwei und wollen jetzt die Weichen für erfolgreichere Tage stellen. Ein Duell auf des Messers Schneide also, denn beide hoffen auf den großen Befreiungsschlag.

MTV Himbergen – Stadensen

Punktgleich auf Rang sieben bzw. sechs tummeln sich der MTV Himbergen und der SV Stadensen im Verfolgerfeld der Liga, liegen somit prima im Rennen und mischen munter im Kampf um die Spitzenplätze mit. Dennoch backen beide laut ihren Sprechern (MTV-Coach Frank Kilian bzw. SVS-Teammanager Timo Eichstädt) auch weiterhin kleine Brötchen und reden lediglich davon, Punkte für den Klassenerhalt gesammelt zu haben. Nun, Bescheidenheit ist eine Zier… Zumindest der Sieger dieses sicherlich umkämpften Duells setzt einen riesigen Schritt nach oben und bleibt auf Tuchfühlung zur Spitzengruppe. Wenn das kein Anreiz ist, hier neuerlich kräftig auf´s Gaspedal zu treten…

TuS Wieren – FC Oldenstadt

Das Spitzenspiel dieses Spieltages, Tabellenzweiter TuS Wieren erwartet den punktgleichen und auf Rang drei platzierten FC Oldenstadt. Beide Mannschaften kehrten nach einer Durststrecke am letzten Sonntag in die Erfolgsspur zurück - die Wierener landeten nach zuvor zwei Pleiten einen Derbysieg in Stadensen (3:2), der FCO gewann nach vier sieglosen Partien gegen den TSV Wrestedt/St. (3:1). Die Voraussetzungen für einen packenden Schlagabtausch sind also bestens, beide Teams gehen gestärkt in dieses Verfolgerduell und haben sich fest vorgenommen, im direkten Vergleich einen „Bigpoint“ zu setzen und damit den führenden Bad Bevensern dicht auf den Fersen zu bleiben. FCO-Co-Trainer Andreas Mnich brachte es nach dem Vorsonntagssieg seiner Elf auf den Punkt, und das gilt sicherlich für beide: „Die Erleichterung ist zu spüren. Jetzt freuen wir uns auf einen heißen Tanz in Wieren“…

Holdenstedt – VfL Suderburg

So richtig aus dem Saft gekommen ist der SV Holdenstedt während der laufenden Saison noch nicht, immer wieder leistet sich der aktuelle Tabellenfünfte „unerklärliche“ Auszeiten und wartet daher weiterhin auf den Sprung in die absolute Spitzengruppe. Am Spielfeldrand jedenfalls ist beinahe ständig zu hören: „Bei dem Spielerpotential müssten die doch viel besser dastehen…“. Nun ja, erst beim Vorsonntags-0:1 in Ripdorf wurde einmal mehr deutlich, dass es bei den Lila-Weißen vor allem an der Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor hapert. Das weiß natürlich auch Schlusslicht VfL Suderburg und wird versuchen, sich ähnlich teuer wie im Pokalspiel an gleicher Stelle vor knapp drei Monaten zu verkaufen (8:9 n.E.).

TSV Wrestedt/St. – Wriedel

Kellerkinder unter sich, Tabellendrittletzter TSV Wrestedt/Stederdorf empfängt den punktgleichen Vorletzten TSV Wriedel - keine Frage, ein wegweisendes Duell für beide Mannschaften. Die Platzherren setzen hier in ihrem erst vierten Saisonheimspiel große Hoffnung auf den Vorteil, vor eigenem Anhang antreten zu dürfen und wollen versuchen, an ihre jüngsten Vorstellungen gegen den SC Uelzen (3:1) und den SV Stadensen (1:1) anzuknüpfen. Allerdings präsentierten sich die Wriedeler beim Vorsonntags-3:0 über Oetzen/St. wieder einmal von ihrer besseren Seite und verbinden das nicht zuletzt mit der Tatsache, dass mit Maik Cordes ihr zuvor verletzter Tongeber ins Team zurückgekehrt ist.

SVG Oetzen/St. – G. Ripdorf

Für den Aufsteiger SVG Oetzen/Stöcken wird die Luft am Tabellenende immer dünner, nach zuletzt sieben sieglosen Spielen (drei Remis) beträgt der Vorsprung zur Abstiegszone gerade mal einen Punkt. Allerhöchste Zeit also, um mal wieder ein Ausrufezeichen zu setzen und wertvollen Boden gutzumachen. Gegen die in den zurückliegenden Wochen sehr erfolgreiche Germania Ripdorf (dreizehn von achtzehn möglichen Punkten) wird das aber vermutlich alles andere als ein Zuckerschlecken. Zumal die Gäste hier ihre Chance wittern, sich mit einem weiteren Sieg weiter ins sichere Tabellenmittelfeld abzusetzen. Für die SVG bedeutet das also schlichtweg: Bei Sieg den Gegner wieder mit ins „Abstiegsboot“ ziehen, oder einen direkten Konkurrenten davonschwimmen lassen…

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