2. Fußball-Kreisklasse: Böddenstedt seit November 2018 unbesiegt / Neulinge gegen Absteiger

Unfassbar-Serie soll weitergehen

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Gerdau (r. Julian Uhlenhut) sieht sich gegen Böddenstedt als Außenseiter. Kirch/Westerweyhe (Lorenz Schulz) wird dagegen auch diese Saison hoch gehandelt.

Uelzen/Landkreis – Kann der VfL Böddenstedt seine tolle Pokalform in den Punktspielen fortsetzen? Die Schwarz-Gelben gastieren zum Start der 2. Fußball-Kreisklasse Süd ausgerechnet beim Nachbarn MTV Gerdau.

In der Nordstaffel möchte auch der MTV Himbergen an seine Pokal-Leistungen anknüpfen. Dann erhofft sich das Team von Felix Quittenbaum Punkte in Adendorf.

2. Kreisklasse Süd

TuS Ebstorf II – SV Küsten II (So., 13.30 Uhr)

Letzte Saison lagen noch zwei Spielklassen zwischen den beiden Mannschaften. Doch die Ebstorfer schafften als Zweiter den Aufstieg, während Küsten II recht kläglich die 1. Kreisklasse verlassen musste. „Wir sind als Aufsteiger der klare Außenseiter und hoffen auf eine Überraschung“, ordnet der neue Co-Trainer Nils Lankau die Kräfteverhältnisse ein. Er ist mit der Vorbereitung zufrieden („die Mannschaft hat sehr gut mitgezogen“) und könnte mit einem Remis gut leben.

TSV Hitzacker – TSV Lehmke (So., 15)

Duplizität der Ereignisse. Auch hier trifft ein Absteiger, der Letzter wurde (Hitzacker) auf einen Aufsteiger, der als Zweiter hochging. So richtig begeistert vom Auftaktlos ist der TSV Lehmke nicht. „Hätte auch besser kommen können“, meint Lehmkes Betreuer Arne Scheele. Der Kreisvertreter setzt für Mannschaft und Fans einen Bus ein, sodass es an der nötigen Unterstützung bei dieser schwierigen Aufgabe nicht mangeln wird. Jannes Sahm und André Wirch fallen aus.

SC Kirch-/Westerweyhe – VfL Breese/Lgdf III (So., 15)

Erneut hoch gehandelt wird der SC Kirch-/Westerweyhe, nachdem in der letzten Saison der Sprung in die 1. Kreisklasse misslang. Der Gast aus Breese/Langendorf stellte in der Vorsaison immerhin die beste Mannschaft aus dem Nachbarkreis Lüchow-Dannenberg (7.), raubte dem SCK im zweiten Vergleich (4:3) wichtige, später schmerzlich vermisste Punkte. „Die Fluktuation im Kader von Woche zu Woche ist nicht förderlich, um sich einzuspielen“, klingt Trainer Carsten Behnke vor dem Start eher zurückhaltend.

TSV Wrestedt-St. – Sperber Veerßen (So., 15)

Mit Peter Kramer ein neuer Trainer, zudem viele Neuzugänge: Der TSV Wrestedt/Stederdorf kann dieses Mal oben mitmischen. „Ich bin gespannt, wie meine Mannschaft die Dinge umsetzt, die wir vorrangig im taktischen und spielerischen Bereich trainiert haben“, äußert sich Kramer. Er ist grundsätzlich optimistisch, sieht in Veerßen aber auch „einen unangenehmen“ Auftaktgegner. Den bekam der TSV erst Ende April voll zu spüren, kassierte eine derbe 1:5-Heimpleite. Sperber-Coach Oliver Ecke rätselt etwas, wie stark der runderneuerte Kontrahent wirklich ist. Aufgrund einer Hochzeit muss er auf einige Akteure verzichten. „Trotzdem will ich natürlich gewinnen, da wir ja auch ein bisschen breiter aufgestellt sind diese Saison.“

MTV Gerdau – VfL Böddenstedt (So., 15)

Für Gerdaus Trainer Henning Prehm sind die Rollen im Derby klar verteilt, er bezeichnet die Böddenstedter „als absoluten Titelfavoriten“. Während der Gegner im Pokal groß aufspielte, machte sich seine Mannschaft zuletzt rar. Kein Wunder, gab und gibt der Kader nicht viel her. Mathias und Björn Krüger, Carl-Leon Oetzmann (längerer Auslandsaufenthalt), Nils Schöbel und Hendrik Stahlbock fehlen, Nico Giese (Grippe) ist fraglich. „Die Mannschaft stellt sich fast von allein auf“, stöhnt Prehm. Die Böddenstedter sind seit dem 4. November letzten Jahres in Pflichtspielen ungeschlagen, schweben auf Wolke Sieben. Karsten Kröger vom Trainerteam hält dennoch den Ball flach: „Wir gehen mit Respekt in diese Begegnung und wollen mit unseren Möglichkeiten das Optimale herausholen.“ Im Gegensatz zu den Platzherren kann der VfL aus dem Vollen schöpfen, lediglich Vural Yilmaz ist noch im Urlaub.

TSV Gr. Hesebeck/R. – SC 09 Uelzen II (So., 15)

Durch die günstigen Entwicklungen der höheren Spielklassen kam der TSV Gr. Hesebeck/Röbbel zuletzt glücklich zum Klassenerhalt in der Nordstaffel. Nun gehen die Schwarz-Weißen im Süden an den Start. „Wir werden uns langsam rantasten, um die Qualität der Liga einschätzen zu können“, meint Trainer Nick Schwerwinsky. Er sieht seine Mannschaft in der Bringschuld („haben einiges gutzumachen) und erwartet einen schwierigen Auftaktgegner. Der ist gut gestimmt. „Wir hatten insgesamt eine gute Vorbereitung und auch die Neuzugänge haben gut eingeschlagen“, freut sich SC-Coach Anton Weinberger. Auch personell sieht es gut aus, lediglich Darius Dominique Drumariu (Bänderverletzung im Knöchel) muss passen.

2. Kreisklasse Nord

SV Eddelstorf II – TSV Bienenbüttel II (So., 13)

Eddelstorf-Coach Marcel Duisterwinkel rechnet im Derby damit, dass die TSV-Reserve mit Spielern aus der spielfreien Erstvertretung aufläuft. „Deswegen ist es noch schwerer, am Anfang der Saison irgendwelche Gegner einzuschätzen.“ Der Übungsleiter ist aber zuversichtlich. „Wir haben eine super Truppe zusammen.“ Zwar muss sich das Team noch einfinden, aber die Qualität stimmt. Duisterwinkel: „Wir werden zusehen, dass wir hinten sicher stehen und frei und mutig nach vorn spielen.“ Fehlen werden Thomas Reich (privat) und Benjamin Pötzel (Achillessehnenreizung). Aus Sicht von Bienenbüttel-Coach Michael Schlawatzky ist es „eine der schwersten Begegnungen“. Ihm fehlten in der Vorbereitung zahlreiche Studenten, sodass die Start-Formation einem kleinen Fußballrätsel gleicht. „Auf jeden Fall sind wir krasser Außenseiter“, ist sich Schlawatzky sicher.

TSV Adendorf – MTV Himbergen (So., 15)

Gegen zwei Kreisligisten überzeugte Himbergen im Pokal. Während der MTV gegen Lemgow-Dangenstorf noch weitergekommen war, schied er gegen Oldenstadt aus. „Die starken Auftritte im Pokal waren gut fürs Selbstbewustsein“, meint MTV-Coach Felix Quittenbaum. Eine solche Leistung müsse wiederholt werden, um in Adendorf zu punkten. Quittenbaum: „Ich hoffe, mein junges Team kommt schnellstmöglich in dieser Klasse an, um die nötigen Punkte zu sammeln.“ Neben dem langzeitverletzten Hennig Schön fällt auch Nico Knape aus.  dlp, rp, mk

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