Titelverteidiger SV Emmendorf wird erst im (Traum-)Finale vom Lüneburger SK gestoppt

Umgewöhnungs-Prozess schreitet voran

Entstehung des 1:0: Emmendorfs Marius Meyer (vorne) kann den Schuss von LSK-Spieler Stefan Wolk nicht verhindern.

Vastorf/Emmendorf. Das Beste, aber auch das Schwierigste zum Schluss: Erst kamen die Spieler des SV Emmendorf ins Finale und dann auch noch in den Genuss, gegen ihren Ex-Trainer zu spielen.

Der Landesliga-Aufsteiger und Titelverteidiger SV Emmendorf wurde erst im Endspiel des LZ-Cups in Vastorf vom Regionalligisten Lüneburger SK mit Coach Achim Otte beim 0:2 gestoppt.

Zuvor hatten die Emmendorfer ihre Konkurrenzfähigkeit in der bevorstehenden Landesliga-Saison angedeutet und den zukünftigen Gegner MTV Treubund Lüneburg nach einem 4:2 im Elfmeterschießen bezwungen. Nach 60 regulären Minuten fielen keine Tore. Aus SVE-Sicht war das glücklich, hatte der MTV mehr und auch die besseren Torchancen. „Wir mussten uns zunächst an den Druck gewöhnen und haben Treubund später nicht mehr so zum Zug kommen lassen“, erklärte Emmendorfs Spielertrainer Stephan Blödorn. Seine wichtigste Erkenntnis des Tages: „Das Tempo ist ein anderes. Wir müssen uns daran gewöhnen, dass wir nicht immer den Ball haben werden. Denn das wird nicht mehr so sein wie in den letzten vier Jahren in der Bezirksliga.“ Umso wichtiger seien die defensiven Abläufe.

Sören Otte verwandelte im Elfmeterschießen den entscheidenden Strafstoß gegen den MTV mit den Ex-Teutonen Michael Zerr (Trainer) und Daniel Maaß, der wiederholt den Führungstreffer auf dem Fuß hatte. Auch in der Vorrunde gegen Barendorf blieb Otte der letzte Schuss vorbehalten.

Damit machte der Torschütze den Weg frei für das Duell gegen seinen Vater Achim Otte. Der LSK kam im zweiten Halbfinale gegen SV Eintracht Lüneburg mit 3:0 weiter. „Über diese Konstellation haben sich alle gefreut“, erzählt Blödorn. Auf LSK-Seiten waren auch der Uelzener Torwart Ole Springer und der einstige Teutonia-Trainer Qendrim Xhafolli, Ottes neuer Assistent bei den Lüneburgern, dabei.

Wie erwartet, spielte sich das Geschehen meist in der SVE-Hälfte ab. Der Außenseiter wehrte sich, war aber beim 0:2 absolut chancenlos. Da beide Teams im Dauereinsatz sind, ging das Finale an die Substanz. Blödorn: „Zwei relativ kaputte Teams standen sich gegenüber. Wir waren in der Verteidigung gut organisiert. Das war schwer für den LSK.“ Beim Stande von 0:1 besaß Sönke Elbers die einzige Emmendorfer (Halb)Chance. „Alle sind körperlich über ihre Grenzen gegangen“, schilderte Blödorn. Nach Training am Donnerstag, Testspiel gegen Bezirksligist Eintracht Elbmarsch am Freitagabend (0:0) und einer weiteren Trainingseinheit am Samstagvormittag spielten einige Spieler noch 120 Minuten. „Das war echt hart“, erklärte Teamkapitän Benjamin Silbermann.

Von Arek Marud

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