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Uelzenerin Lil Kirchner „Feuer und Flamme“ für Pole Dance

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Von: Aron Sonderkamp

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Eine Frau lehnt sich mit beiden Händen an eine Pole-Dance-Stange.
Die Uelzenerin Lil Kirchner nimmt an ihrer ersten Pole-Dance-Meisterschaft teil. © Privat

Die Uelzenerin Lil Kirchner fand vor rund einem Jahr ihre Leidenschaft im Pole Dance. Jetzt steht für die 22-Jährige ihre erste Meisterschaft an.

Uelzen/Hamburg – Früher nur eine verruchte Angelegenheit, heute auch eine anerkannte Sportart: Pole Dance hat sich zum Leistungssport gemausert. Die Uelzenerin Lil Kirchner ist eine begeisterte Verfechterin der anspruchsvollen Stangenakrobatik. Am morgigen Sonnabend bestreitet sie ihre erste Meisterschaft.

Was ist eigentlich Pole Dance?

Pole Dance ist eine Art akrobatischer Tanz an einer senkrechten Stange, die meist zwischen Boden und Decke befestigt ist. Die Tänzer halten sich aus eigener Kraft an der Stange und vollführen verschiedene Hebe- und Schwung-Bewegungen. Der Ursprung des Pole Dance kommt wohl aus der traditionellen asiatischen Akrobatik. Dort zeigten Männer im chinesischen Zirkus diverse Tricks an vertikalen Holzstangen.

Leidenschaft in Hamburg entdeckt

2020 verließ Kirchner die Zuckerstadt aus beruflichen Gründen in Richtung Hamburg. „Ich wollte Pole Dance immer mal ausprobieren und habe dann auf eigene Faust gesucht. Lustigerweise gab es direkt bei mir um die Ecke ein Studio“, erklärt die 22-Jährige. Ihr Interesse am Tanzen kommt nicht von ungefähr. Seit 2017 tanzt sie in Uelzen Ballett.

Mit dieser Vorerfahrung fand Lil Kirchner schnell in die neue Sportart. „Wir haben erst ein kleines Warm-up und dann direkt erste Übungen an der Stange gemacht. Da war ich sofort Feuer und Flamme“, erinnert sie sich an ihre erste Übungsstunde.

Auch die Rückkehr nach Uelzen im letzten Jahr hielt die Erzieherin nicht von ihrer Leidenschaft ab. Mittlerweile steht auch in ihrer Wohnung eine Pole-Dance-Stange, an vielen Wochenenden trainiert sie auch weiterhin in Hamburg.

Diesen Aufwand betreibt die Uelzenerin gern: „Durch Pole Dance entwickelt man ein anderes Körpergefühl. Es wirkt sich aufs Selbstbewusstsein aus. Man steigert sich immer weiter und fordert sich selbst heraus.“

Die nächste Aufgabe wartet auf die Tänzerin am Sonnabend. Morgen wird sie in Mannheim erstmals bei einer Pole-Dance-Meisterschaft starten. Die Aerial-Amity-Art ist nach Veranstalterangaben „der erste und spektakulärste Pole-Wettkampf mit Showeffekt in Baden-Württemberg“.

Eine Frau hält sich kopfüber mit ihren Beinen an einer Pole-Dance-Stange fest.
Die akrobatischen Figuren an der Stange verlangen Kraft, Körperspannung und Beweglichkeit. © Privat

Die Vorbereitungen waren intensiv für Lil Kirchner. „Im Fitnessstudio trainiere ich Kraft und Ausdauer, an den Wochenenden in Hamburg habe ich dann in den letzten Monaten immer an meiner Choreografie gearbeitet“, erklärt sie.

Immerhin werde die in Mannheim prominent besetzte Jury auf jeden Fehltritt achten. Kirchner: „Die Choreografie und Technik müssen stimmen; es wird geguckt, ob alles in einer Art Fluss ist. Außerdem müssen wir bestimmte Vorgaben erfüllen, wie drei Figuren hintereinander oben an der Stange tanzen.“

Die Nervosität hält sich bei Lil Kirchner noch in Grenzen. Doch die Uelzenerin ist überzeugt: „Das kommt sicher spätestens am Samstag.“

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