Wechsel innerhalb der 3. Liga:

Uelzener Fußballprofi Sören Bertram unterschreibt Vertrag beim VfL Osnabrück

Neuzugang Sören Bertram posiert im Stadion an der Bremer Brücke.
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Der VfL Osnabrück ist die achte Station im Profi-Fußball für Sören Bertram. Der Uelzener absolvierte am Montag die medizinischen Checks, unterschrieb den Vertrag und schaute sich um im legendären Stadion an der Bremer Brücke.
  • Bernd Klingebiel
    VonBernd Klingebiel
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Sören Bertram trägt nach seinem Engagement beim FC Erzgebirge Aue (2016 bis 2019) zum zweiten Mal in seiner Karriere lila-weiße Vereinsfarben: Der beim 1. FC Magdeburg nach einer Verjüngungskur ausgemusterte Fußballprofi aus Uelzen spielt ab sofort für den VfL Osnabrück.

Osnabrück/Uelzen – Am Montag (19. Juli) absolvierte der 30-Jährige die medizinischen Checks. Gestern stieg er bei dem Drittligisten ins Mannschaftstraining ein.

„Osnabrück ist natürlich ein geiler Traditionsverein mit tollen Fans. Gerade die Bremer Brücke ist natürlich mega für einen Fußballer“, erklärte Bertram am Dienstag gegenüber az-online.de.

Durch seine bisherigen Stationen im Profifußball kennt Bertram den VfL „natürlich sehr gut“. Als Sportdirektor Amir Shapourzadeh telefonisch für Wechsel vorgefühlte, „war ich auch gleich angefixt von der Idee, mich dieser neuen Aufgabe unbedingt stellen zu wollen“, sagt der gebürtige Uelzener.

Sören Bertram: Karrierestart bei Teutonia Uelzen

In der Jugend spielte Bertram bis 2002 für Teutonia Uelzen. Über die Ausbildungsstationen FC St. Pauli und Hamburger SV führte der Weg des 31-fachen Junioren-Nationalspielers und Trägers der Fritz-Walter-Medaille in Silber als U18-Nachwuchsspieler des Jahres in den bezahlten Fußball. Am 2. Dezember 2009 gab Bertram sein Pflichtspieldebüt in der Profimannschaft des HSV, die in der Europa League mit 2:0 gegen Rapid Wien gewann. Es folgten die Stationen FC Augsburg (Leihe), VfL Bochum, Hallescher FC, FC Erzgebirge Aue und SV Darmstadt 98. Zuletzt schnürte er die Fußballstiefel für den 1. FC Magdeburg, für den er in der abgelaufenen Spielzeit 31 Spiele (vier Tore, eine Vorlage) bestritt. In Bertrams Leistungsdaten stehen zwei Bundesliga-Partien, 71 Zweitliga-Begegnungen (sechs Tore, drei Vorlagen) und 161 Einsätze (36 Tore, 28 Vorlagen) in Liga drei zu Buche.

Bertram: „Ich habe das Angebot natürlich auch mit meiner Familie besprochen, mit der ich mich zuletzt in Magdeburg sehr wohlgefühlt habe – sie wird mich nach Osnabrück begleiten und steht zu 100 Prozent hinter mir und der Herausforderung beim VfL.“

Shapourzadeh: „Mit Sören Bertram bekommen wir einen Spieler dazu, der uns offensiv viele Möglichkeiten eröffnet. Er bringt jede Menge Erfahrung in der 2. und 3. Liga mit, verfügt über eine sehr gute Dynamik und Torgefahr. Wir hatten mit ihm richtig gute Gespräche. Es kam sofort rüber, dass er für die Art und Weise, wie wir hier Fußball spielen und leben wollen, absolut brennt.“

Der Außenangreifer zeigt sich auch von den Gesprächen mit Trainer Daniel Scherning überzeugt. Bertram: „Seine Idee von Fußball möchte ich gerne mit Leben füllen und natürlich auch den jungen Spielern im Team mit meiner Erfahrung zur Seite stehen.“

Lila-Weiß ist ein gutes Omen für Sören Bertram

Lila-Weiß ist ein gutes Omen für Bertram. In Aue hat der Linksfuß Legenden-Status erreicht. Im Rückspiel der Relegation 2017/18 erzielte der Uelzener gegen den Karlsruher SC beim umjubelten 3:1-Heimsieg alle drei Tore für die Erzgebirgler und sicherte den Veilchen damit den Klassenverbleib in der 2. Liga.

Bei Zweitliga-Absteiger VfL Osnabrück sei Bertram nun ein „wertvolles weiteres spannendes Puzzleteil in unserem Kader“, betont Shapourzadeh. Der Sportdirektor: „Ich habe seinen Weg schon eine ganze Zeit lang an seinen verschiedenen Stationen beobachtet, er hat dort stets seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Er ist stark als Flügelspieler, kann auch als zweite Spitze spielen und schießt sehr gute Standards.“

Osnabrück startet am kommenden Freitag, 19 Uhr, mit einem Heimspiel gegen den MSV Duisburg in die Saison. Erster großer Höhepunkt ist am Sonnabend, 7. August, das Nordduell im DFB-Pokal gegen Werder Bremen. Bertram: „Bis dahin haben wir erstmal noch zwei schwere Aufgaben in der Liga. Aber natürlich freut man sich auf so ein Pokalspiel gegen Bremen. Gerade als ehemaliger HSVer ist das etwas Besonderes.“

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