Vierter Uelzener Spieler beim Viertligisten

Uelzener Abwehrtalent Constantin Jordanov unterschreibt Vertrag beim Lüneburger SK Hansa

Fußballer in gelbem Trikot im Porträt.
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Der Uelzener Constantin Jordanov hat für zwei Jahre beim Lüneburger SK Hansa unterschrieben und präsentiert sogleich das neue gelbe Auswärtstrikot des Nord-Viertligisten, das in der kommenden Saison mit schwarzer oder weißer Hose kombiniert werden soll.
  • Bernd Klingebiel
    VonBernd Klingebiel
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Die Uelzener Spielerfraktion beim Fußball-Regionalligisten Lüneburger SK ist um ein weiteres Mitglied auf jetzt vier angewachsen. Am Sonnabend, 26. Juni, verkündete der Verein die Verpflichtung von Constantin Jordanov.

Lüneburg/Uelzen – Er unterschrieb einen Zwei-Jahres-Vertrag. Constantin Jordanov war in den letzten beiden Wochen beim LSK im Probetraining und überzeugte Cheftrainer Qendrim Xhafolli und Teamchef Rainer Zobel.

Constantin Jordanov spielte für Teutonia Uelzen und die JSG Suderburg/Holdenstedt

Der jetzt 18-Jährige spielte für Teutonia Uelzen und die JSG Suderburg/Holdenstedt, dort stets einen Jahrgang höher. Mit 15 Jahren wechselte Jordanov zum FC St. Pauli. Nach nur einer Saison kehrte er zum Suderburger U18-Landesligisten zurück, schloss sich dann dem MTV Treubund Lüneburg an. „In Hamburg habe ich bei sehr netten Gasteltern gewohnt. Aber es war in dem Alter alles zu viel für mich. Das neue Umfeld, der anderthalbstündige Weg zur Schule, dann haben wir auch noch eine schlechte Saison gespielt. Ich wollte zurück nach Hause“, erklärt er auf der LSK-Homepage.

Constantin Jordanov (Mitte) spielte auch für die U16- und U18-Landesliga-Junioren der JSG Suderburg/Holdenstedt – als 2002-er jeweils einen Jahrgang höher.

Bei Treubunds U19, die der Uelzener Michael Zerr coacht, kickte Jordanov in der Niedersachsenliga. Er baute sein Abitur mit der Durchschnittsnote 1,9 am Herzog-Ernst-Gymnasium. Jordanov: „Ich möchte studieren, BWL oder Medizin. Mit 1,9 wird es bei Medizin allerdings schwierig“, erklärte er gegenüber dem Verein.

Also liege ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Lüneburger Leuphana-Universität nahe. Und ein Wechsel zum LSK. Den hat er gepackt. In den Probeeinheiten zeigte das Abwehrtalent Aggressivität in den Zweikämpfen und Übersicht im Spielaufbau, behielt auch die Ruhe, wenn es eng wurde, bescheinigt Trainer Xhafolli.

Jordanov: „Das ist schon eine andere Dynamik und Schnelligkeit als im Jugendbereich, aber dieses Training hat mir gutgetan. Ich habe gesehen, dass ich mich beim LSK weiterentwickeln kann. Ich muss körperlich noch zulegen und meine Schnelligkeit im Kopf verbessern.“

Dabei ist ihm sein älterer Bruder Edisson Jordanov das Vorbild, der unter anderem mit Hansa Rostock in der 2. Liga und mit F91 Düdelingen im Europapokal spielte und in der vergangenen Saison mit Royal Union St. Gilloise in die 1. Liga Belgiens aufstieg. (AZ berichtete). Der 28-jährige Uelzener Profi wird nunmehr erneut mit der Hansa-Kogge in Verbindung gebracht. Constantin Jordanov: „Edisson ist sehr ehrgeizig, er hat immer viel für seine Ziele gearbeitet. Von ihm kann ich mir fußballerisch viel abgucken. Immer wenn er mal zuhause in Uelzen ist, trainieren wir zusammen auf dem Teutonia-Platz.“

LSK holt Maximlian Zoch aus Kiel: Neue Konkurrenz für Torjäger Malte Meyer

Der LSK verkündete am Wochenende zudem die Verpflichtung von Maximilian Zoch. Der 19-jährige Torjäger von Holstein Kiel II unterschrieb ebenfalls für zwei Jahre bei dem Regionalligisten. Er tritt in direkte Konkurrenz mit Mittelstürmer Malte Meyer, der im vorigen Sommer aus der Bezirksliga vom SV Eddelstorf kam und drei Klassen höher zum Shooting-Star der abgelaufenen Saison wurde.

Xhafolli: Die Verpflichtung von Maximilian Zoch bedeutet ja nicht, dass wir mit Malte unzufrieden sind. Die beiden könnten auch zusammen spielen. Wir sind noch variabler und verstärken den Konkurrenzkampf auch unter unseren Angreifern. Gesetzt ist da keiner.“ kl, jp

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