1. az-online.de
  2. Sport
  3. Lokalsport Uelzen

TVU-Coach Dittberner verteidigt Auswärtstrip nach Bremen: Bei Abbruch droht Nachwuchsschwund

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Arek Marud

Kommentare

Ein Handball-Trainer geht entlang der Seitenlinie und beobachtet das Spielgeschehen.
TVU-Trainer Ulf Dittberner (links) befürchtet, dass bei erneutem Saisonabbruch der Nachwuchs wegbleibt. © B. Klingebiel

Die A-Jugend des TV Uelzen hat ihre Oberliga-Auswärtspartie bei SV Werder Bremen deutlich verloren. Hinterher verteidigte Trainer Ulf Dittberner die Auswärtsfahrt in den Corona-Hotspot.

Bremen/Uelzen - 15 Minuten hielten sie mit, dann waren sie chancenlos. Die A-Jugend-Handballerinnen des TV Uelzen haben die Oberliga-Auswärtspartie beim SV Werder Bremen erwartungsgemäß deutlich mit 24:40 verloren.

Eine Viertelstunde spielten die Uelzenerinnen auf Augenhöhe und lagen nach 15 Minuten gegen den haushohen Bremer Favoriten nur mit 5:6 zurück. Herausragend: Die TVU-Torfrau Esra Kaspers.

Danach wichen die Gäste von ihrem Konzept ab und spielten die Angriffe nicht lange genug durch. „Wir hätten den Ball noch ein/zwei Stationen weiterspielen müssen, um uns eine noch bessere Tormöglichkeit zu erarbeiten. Das Ergebnis waren viel zu einfache Ballverluste, die der Bremer Jugendbundesligist gnadenlos mit schnellem Tempospiel bestrafte“, analysierte der TVU-Trainer Ulf Dittberner.

Auch nach der Pause gelang es nicht, Bremens Alica Rißland (sie spielt auch in der 3. Bundesliga) in der zweiten Welle zu stoppen. Sie erzielte 16 Tore. „Absolut positiv ist, dass die Mannschaft trotz der 20 Tore Differenz in der 50. Minute nicht aufgegeben hat und die letzten zehn Minuten noch mal richtig guten Handball spielte und das Endergebnis ein wenig freundlicher gestalten konnte“, lobte Dittberner die Moral und richtete den Blick nach vorne. „Wir wissen, woran wir arbeiten müssen und wollen aus den kommenden vier Spielen sechs Punkte holen, um unseren guten 7. Platz zu festigen oder vielleicht sogar noch einen Platz nach oben zu klettern.“

Gute Hygiene-Werkzeuge, um solche Spiele stattfinden zu lassen

Zugleich verteidigte Dittberner den Auswärtstrip nach Bremen, wo die 7-Tage-Inzidenz am Sonnabend bei 1495 lag: „Der Aufwand, den wir betreiben, ist sehr groß. Wir haben uns an dem Tag alle zweimal getestet, egal ob bereits geboostert oder nicht. Wir haben gute Hygiene-Konzepte und wenn diese richtig eingehalten werden, dann haben wir ein gutes Werkzeug, solche Spiele auch stattfinden zu lassen.“ Er kenne weiterhin keinen Fall, „wo der Handball-Amateursport in unserer Region für steigende Inzidenzen verantwortlich war“.

Sorge um den Handball-Nachwuchs

Dittberner sorgt sich um die Nachwuchsarbeit im Sport. „Ich habe Bedenken, dass ein erneuter Abbruch der Saison bei den Jugendmannschaften dazu führen wird, dass wir Kinder und Jugendliche dauerhaft verlieren werden.“ Aus Gesprächen wisse er, dass bereits einige Vereine Jugend-Mannschaften vom Spielbetrieb abmelden wollten. „Ein falsches Signal! Der Aufwand, Training und Punktspiele unter den aktuellen Voraussetzungen durchzuführen, ist für alle groß, aber die Verordnung der Landesregierung lässt es unter Auflagen noch zu. Die Kinder und Jugendlichen werden es uns danken und haben es nach zwei Jahren Pandemie auch verdient!“

. TV Uelzen: Kaspers, Schütze, Dittberner (1), Kamke, Ungermann (4), Hasemann (10/4), Brune (2), Schüttenberg, Oldeland (1), Kaspers, Fritz (6/2).

Auch interessant

Kommentare