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Drama um den TV Uelzen: Siegpunkte weg, weil ein Name fehlt?

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Von: Bernd Klingebiel

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Handballer beim Siebenmeter.
Dieser Siebenmeter brachte den Stein ins Rollen: Marius Eder verwandelt zum 3:2. Doch der TVU-Kapitän stand nicht im Spielberichtsbogen, durfte also gar nicht dabei sein. © Bernd Klingebiel

Das darf doch nicht wahr sein! Der TV Uelzen wird die Siegpunkte aus dem Heimspiel am Samstagabend (21. Januar) gegen den Tabellenletzten MTV Vorsfelde II (32:27) wegen eines fehlenden Namens im offiziellen Spielbericht mit größter Wahrscheinlichkeit am „grünen Tisch“ wieder verlieren.

Uelzen - Der sportlich ungeschlagene Tabellenführer setzte Marius Eder ein. Er hatte aber „vergessen“, den Namen des Kapitäns vor der Partie in den mit 14 Akteuren bereits vollzähligen Spielberichtsbogen einzutragen. Die Black Owls führten vor der Partie die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung auf die SG VfL Wittingen/Stöcken an, die am Sonntag bei Abstiegskandidat Bortfeld antritt. Am 4. Februar kommt es in der Brauereistadt zum Showdown gegen den nunmehr designierten Spitzenreiter.

Der Fehler flog gleich zu Spielbeginn auf, als Eder einen Siebenmeter zur 3:2-Führung versenkte und das Kampfgericht den Schützen nicht zuordnen konnte. Die Fans in der abermals vollbesetzten HEG-Halle ahnten nichts von dem Malheur auf dem Parkett.

Der TVU-Offizielle Ulf Dittberner und Trainer Maurice Maus hatten den Spielbericht nach Vereinsangaben anstelle des ansonsten dafür zuständigen, jedoch erkrankten Betreuers Wolfgang Steiner ausgefüllt. Dittberner übernahm nach eigenen Angaben den Spielbericht der letzten TVU-Partie und hat die eingetragene Aufstellung von Maus bestätigen lassen. Beim Sieg gegen Dannenberg aber hatte Eder gefehlt!

Große Hoffnungen auf eine sportliche Wertung des 32:27 (17:11) gegen Vorsfelde II bestehen demnach nicht. „Die Schiedsrichter haben uns gesagt, dass sie das melden müssen. Wir legen Protest ein, weil wir die Punkte brauchen“, erklärte MTV-Trainer Fabian Lemm in der Halbzeitpause gegenüber der AZ und suchte beim maßlos enttäuschten Maus vergebens um Verständnis. Der verfolgte das Spielgeschehen meist wie erstarrt: „Ich sage nichts, solange der Staffelleiter nicht entschieden hat!“

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