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TSV Wriedel: Mehr Familie als Mannschaft

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Von: Aron Sonderkamp

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Ein Spieler springt mit angewinkeltem Bein in eine Flanke herein.
13 Siege durfte der TSV bisher bejubeln, auch dank der Leistungen von Sebastian Arning (links). © Immo de la Porte

Vorne wie hinten top aufgestellt. Der Fußball-Kreisklassist TSV Wriedel spielt bislang eine starke Saison und liegt verdient auf Rang drei. Kapitän Christian Bahr und Co wollen auch weiter begeistern.

Uelzen/Landkreis – Besondere Spiele, unvergessliche Momente, Stärken und Schwächen. In der AZ-Serie Team-Check blicken Kapitäne der Uelzener Teams aus der 1. Kreisklasse auf das bisherige Abschneiden ihrer Mannschaften zurück. Heute: Christian Bahr, Kapitän des TSV Wriedel.

Christian Bahr

Alter: 32 Jahre.

Im Verein seit: „Seitdem ich denken kann.“

Kapitän seit: 2020.

Position: Innenverteidiger.

Bisherige Stationen: TSV Wriedel, vier Jahre beim MTV Barum (bis 2020).

Ihre Interpretation der Kapitänsrolle: „Ich habe ein offenes Ohr für die Jüngeren. Ich will es ihnen bei den Herren einfach machen.“

Schon in der letzten Saison gab der TSV mit Platz fünf in der Aufstiegsrunde der 1. Kreisklasse Süd eine gute Figur ab. Doch jetzt legten die Gelb-Blauen trotz dem Verlust einiger Stammkräfte noch einen drauf. Mit 41 Punkten steht Wriedel auf Platz drei und in unmittelbarer Schlagdistanz zum Tabellenführer Böddenstedt (43 Zähler). Dabei glänzt der TSV gerade in der Offensive mit seinen Top-Torjägern Maik Cordes (24 Treffer) und Kevin Schusdzarra (15).

Torjäger

Maik Cordes 24

Kevin Schusdzarra 15

Malte Tödter 7

Lasse-Björn Nimz 6

Jan Kiefer 4

Christian Plate 4

Das hat gut geklappt

„Wir hatten schon immer so eine gute Offensive“, weiß Bahr um die Angriffs-Power. Doch in der laufenden Spielzeit macht auch die Abwehr einiges her. Mit 24 Gegentoren stellt Wriedel die viertbeste Defensive. In den Jahren zuvor habe ein wackliges Abwehrverhalten „uns eigentlich oft den Erfolg gekostet. Jetzt machen wir vorn schon Druck und zwingen den Gegner zu Fehlpässen. Außerdem lassen wir nicht viele Chancen zu und haben zwei starke Keeper“, erklärt Bahr mit Blick auf die Schlussmänner Steffen Niemann-Laue und Jan-Felix Körner.

Das geht besser

In manchen Spielen sind nach Bahrs Geschmack jedoch „noch zu viele einfache Fehler passiert“. Wie beim späten 3:3 gegen Kirch-/Westerweyhe oder beim 0:1 gegen Suderburg II. Auch die 3:5 und 2:5-Niederlagen gegen Wieren bleiben Bahr in diesem Zusammenhang in Erinnerung.

Das besondere Spiel

Besonders schmackhaft war dahingegen der 7:2-Triumph gegen den Spitzenreiter aus Böddenstedt. An diesem 26. August stand es bereits zur Halbzeit 4:1. Bahr: „Das war ein wirklich starker Auftritt, einen Mitkonkurrenten so abzufertigen.“ Auch der 2:1-Erfolg im Kreispokal-Viertelfinale gegen die klassenhöhere Lüneburger SV bleibt nachhaltig. Bahr: „Da habe ich Rot für ein Handspiel auf der Linie bekommen. Und dennoch haben wir trotz Rückstands und 60 Minuten in Unterzahl gewonnen.“

Drei Spieler blicken in die selbe Richtung und sind in Erwartung des Balles.
Kapitän Christian Bahr (Mitte, mit Christian Plate und Jakob Heuer) will mit dem TSV Wriedel in Pokal und Liga weiter vorangehen. © Immo de la Porte

Der besondere Moment

Einen einzelnen Moment habe es nicht gegeben, doch sei die Vorbereitung prägend gewesen, wie der Spielführer erinnert: „Da haben wir uns vier- bis fünfmal die Woche gesehen. Das hat uns technisch und konditionell vorangebracht und echt zusammengeschweißt.“

Das Besondere an der Mannschaft

Zwischen die TSV-Spieler passe kaum ein Blatt Papier: „Wir sind schon eher eine Familie als eine Mannschaft. Außerdem sind fast alle eingefleischte Wriedeler.“ Auch außerhalb des Platzes treffe sich das Team.

Der Ausblick

In den vergangenen Jahren hätten den TSV immer wieder Ausrutscher gegen vermeintliche Außenseiter die Punkte gekostet. Kapitän Bahr: „Wir dürfen uns keinen Ausrutscher erlauben. Es wird jeder ernstgenommen, auch wenn er nicht in den Top-Fünf steht.“ Und dann ist da ja auch noch der Pokal mit dem Halbfinale gegen Heide-Wendland-Ligist Ochtmisser SV: „Da sind wir extrem heiß drauf.“

Termine

1. Kreisklasse Süd

TuS Wieren - TSV Lehmke 5.3., 15 Uhr

Suderburg II - TuS Wieren 12.3., 13 Uhr

TuS Wieren - SC 09 Uelzen 19.3., 15 Uhr

TuS Liepe - TuS Wieren 26.3., 15 Uhr

TuS Wieren - Wrestedt-St. 2.4., 15 Uhr

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