Uelzener Volleyballerinnen begleiten Lüneburg nach Mannheim und bringen der SVG erneut kein Glück

Trotz-Pokalpleite: Lohnender Roadtrip unter Freunden

Uelzener Fans im Pokalfieber: Kirstin Weissert, Karen Kanthak, Silja Weissert (vorne von links) und Kristina Heß von der SG Heide Volleys sowie die Freunde Julian Behn (rechts) und Patrick Paz Dias hatten einen hervorragenden Blick auf das Geschehen. 
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Uelzener Fans im Pokalfieber: Kirstin Weissert, Karen Kanthak, Silja Weissert (vorne von links) und Kristina Heß von der SG Heide Volleys sowie die Freunde Julian Behn (rechts) und Patrick Paz Dias hatten einen hervorragenden Blick auf das Geschehen. 

Mannheim/Uelzen – Auswärtsfahrten sind schön. Vor allem, wenn man befreundet ist. Vier Volleyballerinnen der SG Heide Volleys haben sich gestern ins Pokal-Getümmel gestürzt.

Mit zwei Autos ging es am frühen Sonntagmorgen zum Finale, um die SVG Lüneburg in Mannheim zu unterstützen.

Doch der erhoffte Pokaljubel blieb aus. Die SVG war beim 0:3 gegen den VfB Friedrichshafen chancenlos. Sehr zum Leidwesen von Silja Weissert, die bereits 2015 Zeugin des verlorenen SVG-Endspiels in Halle (Westfalen) – ebenfalls gegen Friedrichshafen – war. Immerhin wehrte sich Lüneburg dieses Mal länger. „Damals ging es ratzfatz. Nach 50 Minuten war alles abgefrühstückt“, sind die Erinnerungen nicht verblasst.

Das (Uelzener) Motto des Tages lautete Pokal-Sonntagsausflug mit Freunden und Mitspielerinnen. Auch Silja Weisserts Schwester Kirstin sowie Karen Kanthak und Kristina Heß wollten sich das Spektakel in der SAP Arena nicht entgehen lassen. Sie alle spielen für die SG Heide Volleys und verstehen sich privat blendend. Deshalb bereute die Gruppe trotz des Ruckzuck-Spiels keineswegs die fünfstündige Anfahrt, die gestern bereits kurz nach 6 Uhr morgens begann. „Wenn man so etwas mit Freunden macht, ist es ein Roadtrip, der sich immer lohnt“, war Silja Weissert auf keinen Fall frustriert. Mit dabei waren auch die männlichen Begleiter Julian Behn und Patrick Paz Dias.

Neben der hervorragenden Stimmung auf der Tribüne bleibt vor allem der Galaauftritt des deutschen Rekordmeisters in Erinnerung. „Es war faszinierend, Friedrichshafen so genial, so clever und so trickreich spielen zu sehen“, zeigt sich Silja Weissert von der Spielweise des VfB beeindruckt. Obwohl sie im umkämpften, aber mit 23:25 verlorenen ersten Satz noch Hoffnung auf den Finalcoup hatte. „Das war ganz cool. Wir dachten da, dass Lüneburg es packen könnte.“ Bei der Anfeuerung der SVG-Riesen durfte natürlich das richtige Outfit nicht fehlen. Kirstin Weissert trug das alte Pokaltrikot von 2015. Schwester Silja und Karen Kanthak hatten SVG-Trikots aus der Saison 2016/17 aus dem Kleiderschrank geholt. Allerdings mit der eigenen Trikotnummer und dem eigenen Vornamen. Alles in allem also ein gelungener Pokaltrip – wenn auch ohne Happy End.

VON AREK MARUD

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