Der Showdown: Ebstorf muss Bergedorf mit zwölf Punkten Differenz schlagen

Trotz großer Hypothek: Die Ritter auf Eroberungszug

Im Hinspiel waren die Ebstorf Heide Knights (links Hassan Salim) gegen die TSG Bergedorf chancenlos. Deutlich verbessert und gewachsen, stehen die Siegchancen im heutigen Rückspiel wesentlich besser.
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Im Hinspiel waren die Ebstorf Heide Knights (links Hassan Salim) gegen die TSG Bergedorf chancenlos. Deutlich verbessert und gewachsen, stehen die Siegchancen im heutigen Rückspiel wesentlich besser.
  • Arek Marud
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Ebstorf. Siegen allein reicht nicht aus! Die Basketballer der Ebstorf Heide Knights brauchen im heutigen Aufstiegsshowdown der 2. Regionalliga (19 Uhr) beim Tabellenführer TSG Bergedorf einen Sieg mit zwölf Punkten Differenz.

Dann, aber auch nur dann bleibt das Aufstiegsrennen weiter offen.

Diese schwierige Ausgangslage hat sich der Tabellenzweite im Hinspiel eingebrockt, das gegen Bergedorf mit 80:91 verloren ging. Da bei Punktgleichheit der direkte Vergleich entscheidet, müssen die Ritter heute noch höher gewinnen. Auf den ersten Blick ein extrem schwieriges Unterfangen, hat der Gegner erst ein Saisonspiel verloren. Der Vorsprung auf Ebstorf beträgt daher vier Punkte.

Doch mit neun Siegen in Folge haben sich die Heide Knights in Stellung gebracht und sind weiter auf Eroberungszug, meint Ebstorfs Spielertrainer Leo Niebuhr: „Im Hinspiel lag unser Leistungsvermögen erst bei 50 bis 60 Prozent. Jetzt treffen definitiv die besten beiden Mannschaften der Liga aufeinander.“ Noch immer ärgert ihn die unnötige Auswärtsniederlage beim Aufsteiger Kieler TB. Denn im Erfolgsfalle müssten die Ebstorfer in den ausstehenden vier Partien weiter auf einen Bergedorfer Ausrutscher hoffen, um nach Punkten gleichzuziehen – Gedankenspiele, die aktuell überhaupt keine Rolle spielen.

Der Fokus gilt voll und ganz dem heutigen Top-Match, zu dem rund 50 Ebstorfer Fans ihr Team begleiten werden. Der Spitzenvergleich kommt genau zur richtigen Zeit, ist der Herausforderer aktuell glänzend in Form. „Wir dominieren inzwischen die Gegner, sind zusammen gewachsen und besser aufeinander abgestimmt“, sieht Niebuhr große Fortschritte. Auf den Ex-Profi kommt eine zentrale Rolle in dieser Partie zu. Mit seiner Erfahrung und Spielstärke soll er das Team auf und neben dem Spielfeld zum Sieg führen. „Das erwarten die Leute auch von mir“, stellt sich der einstige Bundesliga-Spieler dieser Herausforderung, die gewaltig ist. Die Elf-Punkte-Aufholjagd sei laut Niebuhr eine „große Hypothek“. Bergedorf erzielt im Schnitt 85 Zähler pro Spiel. „Wenn wir sie unter 75 Punkten halten und die Tagesform stimmt, könnte es klappen.“

Von Arek Marud

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