U16-Nationaltorhüterin Johanna Wende drückt der deutschen Elf die Daumen

„WM ist ein Traum für mich“

Das Achtelfinale gegen Nigeria war kein Problem fürs DFB-Team, Alexandra Popp bejubelt ihren Treffer. Foto: Ding Xu/dpa
+
Das Achtelfinale gegen Nigeria war kein Problem fürs DFB-Team, Alexandra Popp bejubelt ihren Treffer.

Rennes/Holdenstedt – Die Spannung steigt. Am heutigen Sonnabend kämpft die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft um den Einzug ins Halbfinale. Gegner im französischen Rennes ist Schweden.

Viele Fans in Uelzen fiebern mit, natürlich auch Johanna Wende. Die Torhüterin der deutschen U16-Nationalmannschaft verschaffte sich auf einer Länderspielreise erst im vergangenen Monat einen Eindruck vom Gastgeberland.

Zwei Testspiele mit der U16 gegen „Les Bleues“ standen auf dem Programm. Nachdem das erste Duell mit 3:0 für die Deutschen gewonnen war – Wende kam nicht zum Einsatz – siegte die Nationalelf auch im zweiten Spiel (1:0). Diesmal mit der Holdenstedterin im Kasten, die in der letzten Saison für die U16-Landesliga-Jungen des VfL Westercelle auflief.

„In Frankreich war es sehr gut. Man konnte schon die WM-Euphorie spüren“, sagt die junge Keeperin, die das jetzige Endrundenturnier „sehr intensiv“ verfolgt. Von den Leistungen von Shootingstar Giulia Gwinn und Co. zeigt sie sich sehr angetan: „Das bisherige Abschneiden der deutschen Auswahl ist sehr gut. Ich denke, dass sie auch den Titel holt, wenn sie so weiterspielt.“ Das Duell gegen Schweden heute Abend habe allerdings „eine andere Kragenweite“, als zuletzt das Achtelfinale gegen Nigeria (3:0). Das weiß auch Wende, die den kommenden Gegner lobt: „Die Schwedinnen sind sehr gut.“

Auch Bernd Wischnewski, Trainer beim Frauenoberligisten MTV Barum, stuft die Elf von Nationalcoach Martina Voss-Tecklenburg als Turnierfavorit ein. Er warnt aber zugleich: „Bis jetzt war noch nichts Überraschendes dabei. Es waren alles Pflichtsiege.“ Das DFB-Team sei insgesamt athletischer und physischer geworden, findet Wischnewski.

Die Fitness spielt auf dem Weg zum Titel eine eminent wichtige Rolle. Auch bei Torhüterin Almuth Schult, die wie Johanna Wende aus der Gegend stammt. Schult ist regelmäßig zuhause in Lomitz, einem kleinen Dorf im Nachbarkreis Lüchow-Dannenberg, und hilft dort auf dem landwirtschaftlichen Betrieb der Familie mit. Wende: „Ich freue mich, dass sie ihre Schulterverletzung gut auskuriert hat und wieder souverän ihre Spiele zu null spielt.“

Die fast 16-jährige Holdenstedterin hofft, in ein paar Jahren in Schults Fußstapfen treten zu können. „Eine WM ist ein großer Traum für mich“, sagt Wende.

VON ROUVEN PETER

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare