400 Fans beim Finaltag in Holdenstedt / Suderburg Erster, Teutonia Letzter

Aus dem Trainingslager zum Cupsieg

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Der VfL Suderburg kam direkt aus einem dreitägigen Trainingslager und erspielte sich gestern Abend im Finale gegen den SV Rosche sofort gute Torgelegenheiten. Jonas Boehnke und Eugen Köpplin steigen zum Kopfball hoch, Rosches Alexander Popko (nicht im Bild) wird die Kugel am langen Eck gleich von der Torlinie putzen. 

Uelzen-Holdenstedt – Der Intersport-Ramelow-Cup des SV Holdenstedt hat auch in seiner 15. Auflage seinen Stellenwert als das kreisweit hochkarätigste Saison-Vorbereitungsturnier bestätigt.

Gestern sahen rund 400 Zuschauer die Platzierungsspiele und das Finale, das am Abend erstmals Fußball-Bezirksligist VfL Suderburg gewann. Er besiegte in einem tempo- und abwechslungsreichen Partie seinen Ligarivalen SV Rosche, der ebenfalls zum ersten Mal im Endspiel stand. Turnierchef Matthias Engelke überreichte den Wanderpokal und 250 Euro Prämie; der Finalverlierer bekam 150 Euro.

Dritter (100 Euro) wurde Bezirksligist MTV Barum, der den klassenhöheren SV Emmendorf (50 Euro) nach einem dramatischen Elfmeterschießen in Schach hielt. Landesligist Teutonia Uelzen knüpfte nahtlos an seine enttäuschenden Leistungen aus der Vorrundengruppe B an. Er verlor das Spiel um Platz fünf gegen den gastgebenden Heide-Wendland-Ligisten SV Holdenstedt nach torlosen 90 Minuten ebenfalls im Elfmeterschießen. Im letztjährigen Finale hatte der elffache Turniersieger die Lila-Weißen noch mit 10:1 besiegt.

Spiel um Platz 5

SV Holdenstedt – Teutonia Uelzen n.E. (4:3)

Der SVH erspielte sich im ersten Durchgang ein Chancenplus. Doch Uelzens Torwart-Neuzugang Kevin Latus hielt seinen Kasten ebenso sauber, wie Holdenstedts Marcel Hartwig, der vor allem nach dem Seitenwechsel mehrfach im Brennpunkt stand. Nach torlosen 90 Minuten parierte der SVH-Keeper dann auch im Elfmeterschießen zwei Bälle und wurde zum Matchwinner.

Spiel um Platz 3

SV Emmendorf – MTV Barum n.E. (11:12)

Der unermüdliche Kevin Schusdzarra war die Hauptfigur der unglaublichen 180-Sekunden-Aufholjagd des SV Emmendorf. Hier schlenzt er den Ball sehenswert an Barums Sebastian Schoss vorbei zum 2:4 in die Maschen.

Der MTV spielte im ersten Durchgang groß auf, führte nach drei Treffern von Julian Wulf bereits mit 3:0. Das Gegentor von Benjamin Silbermann zum 3:1-Pausenstand konterte abermals Wulf mit seinem insgesamt fünften Turniertor nach einem Sololauf zum vermeintlich vorentscheidenden 4:1. Der Landesligist steckte nicht auf und sorgte für eine unglaubliche Schlussphase. Binnen 180 Sekunden stellte der Landesligist durch den pfeilschnellen Kevin Schusdzarra als zweifachen Torschützen und Vorlagengeber für Francesco Sabatino auf 4:4. Im Elfmeterschießen avancierte nach insgesamt 17 Schüssen MTV-Torwart Paul Alvermann zur entscheidenden Figur, der einen Ball verwandelte und zwei parierte.

Endspiel

VfL Suderburg – SV Rosche 4:2

Die Suderburger reisten direkt aus einem dreitägigen Trainingslager am Arendsee in Holdenstedt an und präsentierten sich überraschend frisch. Der Bezirksliga-Titelkandidat übernahm zunächst die Kontrolle. Nach einem langen Ball nutzte Dennis Ohneseit das Missverständnis zwischen SVR-Keeper Marlon Nawo und seinen Vorderleuten, überlistete den Schlussmann per Kopf zum verdienten Führungstreffer.

Die Roscher drehten den Spieß vor und nach dem Seitenwechsel um, doch erneut wechselte die Führung zum Suderburger 3:2. Mit einem Lattentreffer verpasste Rosches Jan-Luca Riechers den möglichen Ausgleich (75.). Stattdessen sorgte Torschützenkönig Dennis Ohneseit auf der anderen Seite mit seinem insgesamt sechsten Turniertreffer für die Entscheidung und Suderburgs ersten Cup-Triumph.

VON BERND KLINGEBIEL

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