1. Kreisklasse: Stadensen muss effektiver werden / Garz fehlt lange

Trainer Bode möchte sein Herz schonen

Neue Zuversicht?! Nach sieben sieglosen Spielen gelang Germania Ripdorf gegen Schlusslicht Suhlendorf wieder ein Sieg, doch nun fällt Tobias Garz (links) lange aus. Zudem ist der kommende Gegner SV Molzen dann doch ein anderes Kaliber. Fotos: de la Porte

Uelzen/Landkreis. 10. Spieltag in der 1. Fußball-Kreisklasse Süd. Dabei finden die Derbywochen im Westkreis mit der Partie von Tabellenführer TSV Wriedel gegen den SV Hanstedt ihre Fortsetzung. Aufpassen muss der zweite TuS Ebstorf, der Verfolger TuS Wustrow empfängt.

Außerdem hofft Stadensens Trainer Olaf Bode auch weiterhin auf Herztabletten verzichten zu können, Germania Ripdorf beklagt derweil den Ausfall des besten Torschützen.

1. Kreisklasse Süd SV Küsten II – SVG Oetzen/St. (So., 13 Uhr)

Zwei Pleiten in Folge musste die SVG Oetzen/Stöcken einstecken. Besonders die schwache Leistung beim 1:2 gegen Stadensen enttäuschte. „Gegen Küsten dürfen wir nicht wieder so ideenlos auftreten, wie es gegen Stadensen der Fall war“, meint Trainer Sascha Hartig. Die Heimelf verlor viermal in Folge, stürzte auf einen Abstiegsplatz. Hartig nimmt gegen den abwehrschwachen SVK (schon 30 Gegentore) seine Offensive in die Pflicht: „Wichtig ist, dass wir vor dem Tor wieder flexibler und abgeklärter werden.“

TSV Jastorf – FC SG Gartow (So., 15 Uhr)

Nur zwei Punkte aus den letzten vier Spielen holten die Jastorfer (8.), eine gewisse Abwärtsentwicklung ist nicht zu leugnen. „Es wird mal wieder Zeit für einen Dreier“, findet dann auch Trainer Malte Weber. Der wird in den kommenden Wochen übrigens beruflich bedingt von seinem „Co“ Michael Kottlick vertreten. Personell sieht es nach mauen Wochen endlich wieder besser aus. „Wir können fast auf die komplette Band zurückgreifen“, freut sich Weber.

TuS Liepe – TSV Suhlendorf (So., 15 Uhr)

Immer stärker unter Druck steht der TSV Suhlendorf. Nach der Niederlage gegen Ripdorf ist eine Drei-Punkte-Lücke zum ersten Nichtabstiegsplatz entstanden. Dieser wird ausgerechnet vom kommenden Gegner aus Liepe eingenommen. „Ich bin fast schon geneigt zu sagen, dass ein Sieg Pflicht ist“, misst TSV-Trainer Stephan Lindemann der Partie große Bedeutung zu. Eines möchte Lindemann unbedingt vermeiden: „Wir müssen gleich wach sein, damit wir nicht gleich wieder einem Rückstand hinterherlaufen müssen.“

SV Stadensen – SV Emmend. II (So., 15 Uhr)

Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen hievten den SV Stadensen auf Rang acht. „Leistung, Bereitschaft und Einstellung stimmen zur Zeit“, ist Trainer Olaf Bode angetan vom SVS-Zwischenspurt. Einzig die schwache Chancenverwertung macht Bode zu schaffen. „Wir müssen effektiver und abgeklärter werden, sonst muss ich einen Antrag auf Herztabletten stellen.“

Die Emmendorfer gehen personell auf dem Zahnfleisch, gegen Wieren stellte Trainer Stephan Brinkmann die einzige Wechseloption dar. „Wir wollen als Mannschaft noch enger zusammenrücken“, sagt Brinkmann. Er erwartet „ein kniffliges Match, da der Gegner beachtliche Ergebnisse erzielt hat.“

Germania Ripdorf – SV Molzen (So., 15 Uhr)

Etwas durchatmen konnten die Ripdorfer (11.) nach dem wichtigen Sieg in Suhlendorf. „Die Brust wirkt endlich wieder ein wenig breiter“, freut sich Trainer Florian Damm. Personell gibt es einige Sorgen. Phillip Marks und Dominik Tödter fehlen, der mit fünf Toren beste Schütze Tobias Garz fällt mit Bänderriss gar länger aus.

Zwei Siege in Folge konnte der SV Molzen (5.) bisher noch nicht bejubeln. „Wir wollen endlich eine Serie starten“, fordert dann auch SVM-Vorsitzender Axel Jacobs. Das 3:0 gegen Jastorf war ein Anfang, die Kleeblätter steckten dabei auch die Rote Karte gegen Jan-Christoph Wegner weg. Der fehlt nun natürlich, ansonsten ist der Kader vollständig.

TSV Wriedel – SV Hanstedt (So., 15 Uhr)

Keine guten Erinnerungen hat man in Wriedel an den kommenden Gegner, schließlich kostete in der Vorsaison die 0:1-Niederlage mutmaßlich die Kreisliga-Qualifikation. Ein Flop, der sich nicht wiederholen soll. „Wir werden uns entsprechend vorbereiten“, meint Trainer Dirk Bahr, der sich den Hanstedter Auftritt gegen Ebstorf (0:2) ansah. Der Kader des Spitzenreiters ist weiter ausgedünnt, Chris Vogel, Finn-Sören und Jonathan Nimz fehlen. Bahr hofft umso mehr auf ein Comeback von Thorben Klatsche.

Die Hanstedter werden, wie schon gegen Ebstorf, den Betonmischer anwerfen. „Und vorn hilft der liebe Gott“, hofft Trainer Alexander Hamp auf Beistand von ganz oben. Immerhin steht Stürmer Philipp Siemers (6 Tore) nach Sperre wieder zur Verfügung.

TuS Wieren – SV Holdenstedt (So., 15 Uhr)

Die Wierener (10.) kommen einfach nicht in Fahrt, sind auf eigenem Platz allerdings noch ungeschlagen. Diese Serie wird nun allerdings einer harten Prüfung unterzogen, schließlich geht mit dem Tabellendritten aus Holdenstedt gegen ein echtes Topteam. „Wir freuen uns auf einen guten Gegner“, meint dann auch Trainer Mike Schneider.

Die Holdenstedter schossen sich beim 9:1 gegen Liepe schon mal warm, gehen ungeschlagen und mit viel Selbstvertrauen in die Begegnung. Trainer Martin Lübkert warnt dennoch vor dem Gegner: „Wieren hat eine gute Mannschaft, die an guten Tagen jeden in der Liga schlagen kann.“ Der SVH muss einige Ausfälle verkraften.

TuS Ebstorf – TuS Wustrow (So., 15 Uhr)

Vor einer anspruchsvollen Aufgabe im heimischen Tannenworth steht der Tabellenzweite TuS Ebstorf, schließlich geht es gegen den Viertplatzierten aus Wustrow. Die Gäste haben erst eine Niederlage auf dem Konto, zogen zudem kürzlich in das Pokalhalbfinale ein.

„Auch dieses Spiel müssen wir wieder hoch konzentriert, diszipliniert und siegeswillig angehen, sonst wird es sehr schwer“, meint Co-Trainer René Rudyj. Wie eigentlich schon seit Saisonbeginn kann die Elf aus dem Klosterflecken erneut aus dem Vollen schöpfen.

Von Immo de la Porte

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