Torgefährlicher Torwart

Große Kulisse: Der TuS Ebstorf (rechts Alexander Mattern) und TSV Wriedel (Jannes Gade) spielten das Westrkreis-Derby vor 330 Fans. Foto: de la porte

Fußball- statt Schul-Abc. Die AZ lässt die Saison in der 1. Fußball-Kreisklasse Süd auf besondere Weise Revue passieren. Alles Wissenswerte gibt es in diesem Rückblick von A bis Z.

Uelzen/Landkreis – Der erste Abschnitt der 1. Fußball-Kreisklasse Heide-Wendland ist durch. Als bester Uelzener Kreisvertreter hält der SV Holdenstedt auf Tabellenplatz eins die Fahne hoch.

Auswärtsmacht. Als einzige Mannschaft blieb der SV Holdenstedt in fremder Umgebung ungeschlagen, leistete sich lediglich zwei Unentschieden. Generell ging der Sieg 51 Mal an die Gastelf (entspricht 37,5 Prozent aller Spiele).

Beton. Rührten Holdenstedt, Ebstorf und Wustrow an, kassierten jeweils nur 19 Gegentreffer (1,12 pro Spiel).

Comeback. Am letzten Spieltag vor der Winterpause machte der SV Hanstedt gegen den SV Molzen aus einem 0:3-Rückstand noch einen 4:3-Sieg. Die Aufholjagd startete dabei in Minute 45.

Defensivschwach. Präsentierte sich vor allem der TuS Liepe, der 66 Gegentreffer schlucken musste (3,88 pro Spiel).

Effektiv. War der TuS Wustrow, dem 1,30 Tore im Durchschnitt reichten, um einen Zähler zu holen.

Fairness. Hier rangiert die Reserve aus Küsten ganz oben, vor Ebstorf und Wriedel. Schlusslicht der Fairnesstabelle ist der SV Hanstedt.

Gelbe Karten. Gab es insgesamt 458, dies entspricht 3,37 pro Spiel. Die Unterschiede bei der Verteilung waren beträchtlich. Während der SV Küsten II mit 16 Verwarnungen auskam, kassierte der SV Hanstedt stolze 51.

Heimstärke. Als einzige Mannschaften blieben Ebstorf und Wustrow vor eigenem Anhang ungeschlagen. Insgesamt endeten 56 Spiele mit einem Erfolg der Platzmannschaft (41,17 Prozent).

Ins eigene Netz. Trafen elf Unglücksraben, Holdenstedt, Ebstorf und Wustrow profitierten doppelt von Selbsttoren des Gegners.

Jubel. Die Spieler freuten sich insgesamt über 618 Tore, somit gab es 4,54

  Treffer pro Spiel.

Kantersiege. Den höchsten Erfolg feierte der SV Molzen mit 9:0 gegen den TuS Liepe. Auch Holdenstedt überrollte Liepe (9:1), Küsten II schlug Gartow mit 8:0, unterlag aber in Ripdorf mit dem gleichen Resultat.

Lieblingsergebnis. War das 3:1 (16 Mal), gefolgt vom 2:1 und 2:2 (jeweils 11).

Milarch, Dirk. Der Offensivmann des TuS Wieren traf als einziger Akteur in einem Match fünf Mal. Und das am 6. Spieltag beim 9:2-Sieg gegen den SV Hanstedt.

Null. Stand hinten am häufigsten beim TuS Ebstorf. Der Tabellenzweite ließ achtmal keinen Gegentreffer zu.

Offensivstärke. Auch hier war der TuS Ebstorf mit großem Abstand das Maß aller Dinge. Die Männer aus dem Klosterflecken trafen 61 Mal ins Schwarze und netzten damit 3,59 Mal pro Spiel.

Platzverweise. Gab es insgesamt 20, elf Mal verhängten die Schiedsrichter den roten Karton, neun Mal setzte es Gelb-Rot. Gleich sieben Hinausstellungen gab es gegen den SV Hanstedt, während der SV Holdenstedt und der TSV Suhlendorf gänzlich ohne auskamen.

Qualvoll. Müssen sich die Heimspiele für die Spieler des TSV Suhlendorf angefühlt haben. Als einziges Team blieben die Rot-Weißen auf eigenem Geläuf sieglos, zwei Unentschieden blieben die kärgliche Ausbeute.

Remis. 29 Mal teilten sich die Teams die Punkte, somit ging etwa jedes fünfte Spiel unentschieden aus. Der SV Emmendorf II und der SV Stadensen sammelten mit sieben die meisten Punkteteilungen.

Siegesserie. Hier führte kein Weg an den Holdenstedtern vorbei. Die Lübkert-Elf siegte durchweg vom 4. bis zum 12. Spieltag, ehe der TuS Ebstorf (2:2) den beeindruckenden Lauf beendete.

Torflaute. Hatte Seltenheitswert, gab es aber. Zwei Begegnungen endeten torlos, nämlich Stadensen gegen Liepe und Ripdorf gegen Hanstedt.

Ungewöhnliche Ereignisse. Die Auswärtsfahrt des SV Hanstedt nach Gorleben blieb gleich in zweierlei Hinsicht in Erinnerung. Zunächst wurde der Bus in einen (zum Glück folgenlosen) Verkehrsunfall verwickelt, später traf der mit nach vorn stürmende Torwart Markus Bremer in der Schlussminute zum 3:3-Ausgleich gegen die SG Samtgemeinde Gartow.

Verlieren. Die längste Niederlagenserie musste der TSV Suhlendorf durchleiden. Er verlor vom 2. bis zum 7. Spieltag sechs Mal in Folge.

Wechsel, goldener. Als ein solcher lässt sich ohne Frage die Einwechslung von Wierens Christopher Schulz bezeichnen. Der kam beim Auswärtsmatch in Jastorf in der 56. Minute auf den Platz und machte anschließend per Hattrick aus einem 1:2-Rückstand einen 4:2-Sieg.

X-beliebig. Waren die Torschützen des SV Küsten II natürlich nicht, der Tabellendrittletzte verteilte seine 33 geschossenen Tore aber auf immerhin 18 verschiedene Spieler.

Youngster. Mit vielen Jungspunden mischt der SV Molzen die Liga auf. Zuletzt standen mit Tim Feige, Joel Schaate, Lukas Brucker und Dominik Weichsel gleich vier 18-Jährige auf dem Platz.

Zuschauerandrang. Stolze 330 Zuschauer besuchten am 8. Spieltag das Westkreis-Derby zwischen den Erzrivalen TuS Ebstorf und TSV Wriedel, das 2:2 unentschieden endete.

VON IMMO DE LA PORTE

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