Fußball-Bezirksliga – VfL Suderburg setzt Tabellenführer VfL Lüneburg unter Druck

Titelkampf: Spannung aus dem Nichts

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Achtung, Stolpergefahr. Der VfL Suderburg (links Eugen Köpplin) macht sich plötzlich Hoffnungen auf die Meisterschaft und spekuliert auf einen weiteren Ausrutscher des VfL Lüneburg, um den Rückstand auf den Spitzenreiter auf drei Zähler zu verkürzen. 

Suderburg – Verrückt, aber wahr: In der Fußball-Bezirksliga bahnt sich womöglich ein lange abgeschriebenes Aufstiegsrennen an. Der VfL Suderburg greift plötzlich an und setzt Tabellenführer VfL Lüneburg unter Druck.

Auf einmal ist die Chance da: Vier Spieltage vor Saisonende ist bei den Suderburgern plötzlich die Rede von der Meisterschaft. Durch Lüneburgs Remis am Vorsonntag gegen den VfL Breese-Langendorf sind es nur noch sechs Punkte Rückstand. Ist zwar immer noch sehr viel. Doch die Suderburger hoffen auf Schützenhilfe vom SV Eddelstorf, der am Sonntag die Lüneburger zuhause empfängt und in der Rückrunde für Furore sorgt. „Wenn Olaf Walter und sein Team guten Job leisten, wird es richtig eng“, keimt bei Suderburgs Trainer Jaroslav Detko Hoffnung auf.

Seine Rechnung: Eddelstorf packt den Top-Aufstiegsanwärter und Suderburg verkürzt mit einem Heimsieg gegen den Tabellenvorletzten MTV Treubund Lüneburg II den Rückstand auf drei Zähler (Sonntag, 15 Uhr). „Dann hat Lüneburg richtig Druck. Und wir haben das bessere Torverhältnis“, rechnet Detko vor.

Der Tabellenzweite, der den Lüneburgern quasi schon vor der Saison zum Aufstieg gratuliert hatte, will die Gunst der Stunde nutzen. Weil er in der Rückrunde sechs Punkte mehr als der große Kontrahent holte und den Rückstand halbierte. Die Lüneburger handelten sich in diesem Jahr schon vier Remis ein, Suderburg gewann zehn von elf Spielen und teilte nur einmal die Punkte. Im direkten Vergleich.

Detko, eigentlich eher für Zurückhaltung und Understatement (Saisonziel Platz sieben bis acht) bekannt, ist aktuell nicht wiederzuerkennen. Auch weil der Tabellenführer anschließend auf Bardowick (4.) und Aufsteiger Südkreis trifft. „FSG spielt eine Bombenrückrunde. Da muss man erst mal gewinnen.“

Erst mal gewinnen – das gilt auch für Suderburg, weil der kommende Gegner MTV Treubund Lüneburg II nach drei Siegen in Folge den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze hergestellt hat und den letzten Platz an Vastorf abgegeben hat. Detko rechnet mit Verstärkungen aus der 1. Mannschaft. Trotzdem spricht alles für den VfL, der durch die plötzliche Titelchance zusätzlichen Auftrieb bekommen hat.

VON AREK MARUD

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