Riestedts G-Judoka Christof Rümenap gewinnt beim 23. Landesturnier

Titel trotz Schrecksekunde

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Vier G-Judokas des JC Riestedt und Trainer Dieter Warnecke waren beim 23. Landesturnier dabei (von links): Christof Rümenap, Felix Algermissen, Ann-Cathrin Radl und Kolja Siegele.

dw/am Langenhagen/Uelzen. Riesenerfolg für Christof Rümenap: Der G-Judoka des JC Riestedt hat beim 23. Landesturnier in Godshorn bei Langenhagen den Landestitel gewonnen.

Nach dem Vizetitel im Vorjahr setzte Rümenap nun noch einen drauf. Im ersten Kampf wurde sein Gegner nach wenigen Sekunden mit einer Beinsichel geworfen und festgehalten. Beim zweiten Kampf gegen den späteren Vizemeister Justin Pfuhl vom PSV Hannover landete der Riestedter nach einem Beinwurf auf dem Po – Schrecksekunde. Doch er nutzte die Abwärtsbewegung geschickt aus, machte einen Konterwurf und nahm den Kontrahenten in einen Haltegriff. Die dritte Begegnung verlief ebenfalls turbulent mit Angriffen, Gegenangriffen und Bodenkampf. Rümenap siegte nach Punkten und machte sehr zur Freude des anwesenden Riestedter Trainers Dieter Warnecke den Landestitel perfekt.

Drei weitere G-Judoka des Judo-Club Riestedt waren am Start: Ann-Cathrin Radl blieb in einer Vierer-Gruppe sieglos. Sie kämpfte zweimal sehr zurückhaltend und vergab ihre Chancen. Ihr bester Auftritt war trotz Niederlage gegen die spätere Landesmeisterin Tanja Heske von Octagon Lilienthal.

Felix Algermissen, Landessieger von 2015, verpasste als Dritter den anvisierten Titel. Er musste sich im ersten Kampf gegen den späteren Zweiten Patrik Flöter vom PSV Hannover geschlagen geben. Bei seinem ersten Sieg hielt Algermissen seinen Gegner nach einem Wurf sofort im Boden fest, musste sich dann dem späteren Gewinner und überaus erfahrenen, da älteren Michael Schabirowski vom JC Osnabrück geschlagenen geben, bevor ein zweiter Sieg zum Abschluss folgte.

Neuling Kolja Siegele bescheinigt Trainer Dieter Warnecke eine gute sportliche Zukunft. In der ersten Begegnung gelang es ihm, den Kontrahenten zu werfen und nach heftigem „Hin und Her“ im Bodenkampf erfolgreich mit einem Haltegriff zu besiegen. Der zweite Kampf begann mit guten Angriffen gegen den Vizemeister Christian Kühn von Octagon Lilienthal, doch aus dessen Haltegriff gab es kein Entkommen. Mit zwei Siegen/Niederlagen wurde Siegele kampfstarker Dritter.

Die Riestedter wurden von ihren Eltern begleitet, denn alle drei stammen aus Langenhagen, begannen dort mit dem Judo und wohnen und arbeiten nun seit einigen Jahren im Landkreis Uelzen.

Bei dem Turnier des Niedersächsischen Judoverbandes waren 104 Judoka mit einer Behinderung (G-Judoka) aus 19 Vereinen am Start. Um alle Beeinträchtigungen der Sportler zu berücksichtigen, wurde in drei Leistungsklassen und in kleinen Gruppen gekämpft.

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