Fußball-Landesliga

Teutonia will gegen Stade nachlegen und verpflichtet Armaan Dokhani

Nils Brüggemann setzt sich im Zweikampf durch
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Wenn sich die Uelzener (rechts Nils Brüggemann) im Saisonendspurt nicht mehr hart in die Parade fahren lassen, haben sie das Wunder vom Klassenerhalt doch noch vollbracht; aber schon am Sonntag gegen Stade wartet ein harter Brocken auf die Blau-Gelben.
  • Bernd Klingebiel
    VonBernd Klingebiel
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Fußball-Landesligist Teutonia Uelzen will am Sonntag (15 Uhr, Sportpark) im Kampf um den Klassenerhalt gegen den VfL Güldenstern Stade nachlegen. Zudem verpflichteten die Teutonen Armaan Dokhani.


Uelzen – Plötzlich ist die Fußballwelt eine andere für Teutonia, sind die Uelzener nicht mehr die großen Außenseiter im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga. Der 3:2-Sieg beim größten Konkurrenten TSV Ottersberg eröffnet Möglichkeiten.

Vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr, Sportpark) gegen den VfL Güldenstern Stade liegen die Blau-Gelben nur noch drei Punkte hinter den Wümmestädtern auf dem obersten Abstiegsrang. Sie könnten mit einem Sieg gleichziehen, denn Ottersberg hat das schwere Spiel in Westercelle zu bestreiten.

Achtung, Geschmäckle!

Und: Teutonia hat mit ihren Nachholspielen daheim am kommenden Dienstag gegen Cranz-Estebrügge und – Achtung, Geschmäckle! – nach dem letzten Spieltag gegen Hedendorf (Bericht im Kasten) zwei Möglichkeiten mehr zu punkten als Ottersberg. Der TSV dürfte aber zumindest in seinem letzten Saisonspiel gegen Breese weitere Zähler schaufeln.

Man kann es auch so sagen: Zum sicheren Klassenerhalt fehlen Teutonia aus vier Partien zehn Punkte. Läuft es auf den Sportplätzen erwartungsgemäß, dann genügen wahrscheinlich deren sieben. Aber wer sagt denn, dass Ottersberg in Westercelle verlieren muss. Und blöd, dass Uelzens nächster Gegner Stade die beste Mannschaft der Abstiegsrunde ist, wenn man den Teams mal die mitgenommenen Punkte aus der Qualifikation abzieht.

Ein Remis gegen Stade reicht uns nicht.

Teutonia-Trainer Benjamin Zasendorf

„Das wird ein Kampfspiel und über den Willen entschieden“, erwartet Teutonias Trainer Benjamin Zasendorf am Sonntag alles andere als einen edlen Kick. Das war auch im eher düsteren Hinspiel so, als von zwei schwachen Teams Güldenstern beim 1:0-Siegtreffer zumindest einen Aufheller schaffte.

Teutonia-Spiel nach der Saison: Ansetzung „mehr als unglücklich“

Das könnte Brisanz bekommen: Die am 30. April wegen Corona-Infektionen abgesetzte Heimbegegnung der SV Teutonia Uelzen gegen den VSV Hedendorf/Neukloster wird erst nach dem offiziell letzten Spieltag nachgeholt.

Die aktuell hochgradig abstiegsgefährdeten Uelzener empfangen ihren Gast aus Buxtehude am Sonnabend, 28. Mai. Anstoß ist um 16 Uhr. Vorher ist kein zumutbarer Termin frei. Staffelleiter Jürgen Stebani weiß um die möglicherweise große Bedeutung dieser Partie für die Uelzener und deren direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Teutonia könnte sich gegen die bereits gerettete VSV noch eventuell fehlende Punkte für den Klassenerhalt sichern, gegebenenfalls auf Ergebnis spielen. Die Ansetzung bezeichnet Stebani selbst als „mehr als unglücklich“. Sie sei aber mit allen Beteiligten einvernehmlich abgesprochen und „der Sondersituation Teutonia geschuldet“. Die Uelzener haben nach Absagen wegen Corona sowie einem Selbstmord im Kader eines Gegners unverschuldet erst vier Partien der Abstiegsrunde austragen können. Am kommenden Dienstag holen sie bereits schon das Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Cranz-Estebrügge nach, am 21. Mai ist der letzte Spieltag. Stebani: „Es bleibt nichts anderes übrig, als das Spiel gegen Hedendorf hinten anzuhängen.“ Sollte es für den Abstiegskampf dann allerdings keine Bedeutung mehr haben, sei problemlos auch eine Wertung am grünen Tisch möglich. kl

Kader füllt sich

Damals waren die Uelzener wie oft in dieser Saison personell arg gebeutelt, von Bestbesetzung und Wunschpositionen weit entfernt. Zasendorf: „Diesmal sieht es hoffentlich anders aus.“ Die zuletzt erkrankten Marvin Drewes und Alberto Mendes näherten sich wieder der körperlichen Normalform, für André Lankau hingegen könnte es bis Sonntag eng werden.

Nils Brüggemann ist nach Gelbsperre aber wieder mit an Bord. Ebenso wie Kämpfernatur Slawomir Wieczorkiewic, der Vater geworden ist und aus privaten Gründen seit dem Stader Hinspiel komplett raus war. Selbst der beruflich oft eingespannte Leader Eugen Krasnikov will nach seiner Hilfsmission in Ottersberg erneut an der erhofften Rettung mitarbeiten. „Wir können den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. Das ist aber kein Selbstläufer, ein Remis gegen Stade reicht uns nicht“, will Zasendorf, dass auch seine Spieler den Sieg wollen, dass sie alles dafür tun, unbedingt.

Teammanager Nico Tiegs (l.) mit Armaan Dokhani.

Dokhani: zweikampfstark, schnell, abgeklärt

Teutonia Uelzen hat offiziell seinen dritten Neuzugang vom U18-Landesligisten SV Holdenstedt vorgestellt. Nach Felix Lüdemann und Nicolas Bläß kommt auch der Ex-Teutone Armaan Dokhani. „Ruhe am Ball, gutes Aufbauspiel, Zweikampfstärke und Schnelligkeit bringt Armaan mit. Das sind Fähigkeiten, die das Spiel im Zentrum der Defensive, in der Innenverteidigung oder auf der Sechs, erfordert“, sagt der zukünftige Teutonia-Coach Achim Otte. Teammanager Nico Tiegs ergänzt: „Armaan ist ein super talentierter Junge, der über eine super Ruhe am Ball und gute Führungsqualitäten verfügt. Dies hat er als Kapitän der Landesliga-Mannschaft nachgewiesen. Wir trauen ihm sehr viel zu.“ am

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