Rote Karte gegen Philipp Hatt

Bitteres Ende: Teutonia Uelzen verliert Abstiegs-Duell gegen Westercelle mit 1:2 Toren

Fußballer protestieren gegen eine Schiedsrichterentscheidung.
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Teutonias Kapitän Eugen Krasnikov (links) kann die Rote Karte von Schiedsrichter Marvin Hauschild nicht nachvollziehen. Nils Brüggemann (Nr. 22) hält Streithähne auseinander, während Rotsünder Philipp Hatt )rechts) die Szenerie konsterniert beobachtet.
  • Bernd Klingebiel
    VonBernd Klingebiel
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Teutonia Uelzen hat den bitteren Vorgeschmack des Abstiegs auf der Zunge. Am Sonnabend (13. November) verlor der Fußball-Landesligist sein Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten VfL Westercelle vor 172 Zuschauern im Sportpark mit 1:2 (1:2) Toren. In der Nachspielzeit kassierte Mittelstürmer Philipp Hatt die Rote Karte.

Uelzen - „Das tut heute sehr weh“, erklärte Teutonia-Trainer Benjamin Zasendorf nach der Niederlage gegen den VfL, der ebenso wie die Uelzener nach der Winterpause in der Abstiegsrunde weiterspielen wird. Teutonia hat in der Qualifikation nur vier Punkte als Startkapital gesammelt und trägt eine schwere Hypothek für die letzten acht Partien.

Ans Aufgeben verschwendete Zasendorf nach der zehnten Niederlage im 14. Saisonspiel keinen Gedanken: „Ich lasse die Mannschaft nicht im Stich. Sie hat gezeigt, dass sie lebt. Wir nehmen die positiven Gedanken mit.“

Teutonia geriet wieder einmal durch einen Standard früh in Rückstand, glich aber fast postwendend durch einen schön herausgespielten Treffer von Nils Brüggemann aus. Nach einem schweren Patzer von Comebacker Stephan Blödorn konnte Teutonia-Torwart Phil Wallat den Westerceller Philipp Boie nur per Foul stoppen. Tim Runge verwandelte sicher zum 2:1 für die Gäste -und wieder war es ein Gegentor aus einem Standard.

Nach dem Seitenwechsel spitzte sich das Geschehen zu. Johannes Barisch traf im Nachschuss aufs leere Tor die Querlatte (48.). In einem lange offenen Schlagabtausch drückten die Uelzener letztlich mit Macht und der Brechstange auf den Ausgleich, vergaben beste Torchancen und verzweifelten, dass Schiedsrichter Marvin Hauschild nach einem Schussversuch von Kevin Drewes nicht auf Strafstoß entschied (87.). Der Uelzener Innenverteidiger und Coach Zasendorf waren sich einig: „Den muss er geben!“ Nach der äußerst umstrittenen Roten Karte wegen Fouls gegen Hatt in der Nachspielzeit gab es heftige Proteste und Rudelbildung. Hatt wird der Mannschaft nach der Winterpause aber nicht fehlen, die zu erwartende Spielsperre ist bis dahin abgelaufen.

Tore: 0:1 Woitschek (9.), 1:1 Brüggemann (12.), 1:2 Runge (36./FE).

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