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Für Teutonia Uelzen geht es in Ottersberg um Alles oder Nichts

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Von: Bernd Klingebiel

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Fußballer in einer Jubeltraube.
Beim 3:1-Sieg im Hinspiel leitete Kevin Schusdzarra (links, mit Filip Behns, Marvin Drewes und Philipp Hatt beim Torjubel) mit seinem zu diesem Zeitpunkt überraschend gefallenen Treffer zum 1:1-Ausgleich die Wende ein. © Bernd Klingebiel

Teutonia Uelzen steht vor ihrer bisher größten der acht großen Herausforderungen in der Abstiegsrunde der Fußball-Landesliga. Die Blau-Gelben treten am Sonntag (8. Mai, 15 Uhr) beim TSV Ottersberg an.


Uelzen – Die Gastgeber sind sechs Punkte und zwei Spiele voraus, belegen den ersten Nichtabstiegsplatz. Nach Abpfiff herrscht entweder extreme Spannung oder extreme Leere im Uelzener Lager.

Weil Teutonia die miese Vier-Punkte-Ausbeute aus der Qualifikation in die acht Partien der Entscheidungsrunde mitschleppte, läuft das Team der Musik hinterher. Auch zwei Siege in bisher drei Spielen der Abstiegsstaffel haben daran nicht wirklich etwas geändert. Teutonia benötigt im günstigsten Fall mindestens drei weitere Erfolge, vermutlich eher vier. Denn sowohl Ottersberg als auch der einen Zähler besser dastehende VfL Güldenstern Stade haben jeweils drei weitere Zähler in ihren Heimspielen gegen Schlusslicht Breese fest eingeplant. Deshalb kommt Teutonias Partie am Sonntag in Ottersberg eine ganze besondere Bedeutung zu. Trainer Benjamin Zasendorf: „Verlieren wir, ist das eine kleine Vorentscheidung gegen uns!“

Am Dienstagabend gegen ASC Cranz-Estebrügge

Die erste von zwei Nachholpartien, die Teutonia bis zum offiziellen Saisonende am 21. Mai noch in den Spielplan quetschen muss, ist terminiert. Die Uelzener erwarten den ASC Cranz-Estebrügge am Dienstag, 17. Mai, im Sportpark. Anstoß ist um 18.45 Uhr. Wann das Heimspiel gegen die VSV Hedendorf/Neukloster ausgetragen werden soll, ist hingegen weiterhin ungeklärt.

Der Corona-Ausbruch, der die Uelzener am letzten Sonnabend zur Absage des Heimspiels gegen Hedendorf zwang, scheint ausgebremst. „Wir haben noch drei positive Fälle und hoffen, dass sie sich rechtzeitig freitesten können“, sagt Zasendorf. Doch der Coach weiß: „Das sagt nichts darüber aus, wie fit die Spieler dann sein werden.“ Um überhaupt sinnvoll trainieren zu können, werden die Übungseinheiten gemeinsam mit der 2. Herren absolviert und Spieler wie der angeschlagene Mehmet Tarhan mit Blick auf den Sonntag geschont. Es bestehe zudem die Hoffnung, dass der ansonsten aus dienstlichen Gründen bisher nahezu komplett ausgefallene Defensiv-Leader Eugen Krasnikov gegen Ottersberg dabei sein könne, sagt Zasendorf.

Neben den dauerverletzten Jonas Kramer und Maurice Kutz muss diesmal auch Nils Brüggemann zuschauen. Der linke Außenbahnspieler ist nach seiner fünften Gelbe Karte gesperrt. Die Flügelzange dürften damit wohl Kevin Schusdzarra und Johannes Barisch auf rechts bilden.

Spielerwechsel: Ali Seiler sagt Tutonia wieder ab, Armaan Dokhani komm

„Personalwechsel“ bei den drei Talenten, die Teutonia Uelzen zur nächsten Saison vom U18-Landesligisten SV Holdenstedt erwartet. Der vom Verein bereits als Neuzugang präsentierte Ali Seiler habe „sich nochmal anders entschieden“, bestätigt Teutonia-Sprecher Dennis Flügge gegenüber der AZ. Aus dem Holdenstedter Lager werde außer Felix Lüdemann und Torwart Nicolas Bläß nun aber auch noch der Ex-Teutone Armaan Dokhani in den Sportpark wechseln.

Zasendorf erwartet an der Wümme ein „enges Spiel“, das auch mental eine Herausforderung darstelle. „Wir dürfen nicht nervös werden“, fordert er. Wie im Hinspiel, als Teutonia einen Fehlstart in die Abstiegsrunde verhinderte. Denn Ottersberg legte stark los, zog schon nach wenigen Sekunden mit 1:0 in Führung. Die Uelzener hingegen spielten zunächst, als hätte ihnen jemand die Tastenbelegung ihrer Controller verändert, ohne vorher Bescheid zu sagen. Schusdzarras Ausgleichtor, das wie aus dem Nichts fiel, veränderte die Statik. Teutonia gewann am Ende mit 3:1.

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