Nach dem Ausgleich sollte der Sieg her / Dikollari rückt Funk auf die Pelle

Teutonia riskiert zu viel

Till Marks (rechts) war erneut   ein Vorbild an Einsatzfreude    und Körpersprache,      lobte Trainer Sievers. Foto: B. Klingebiel

Uphusen/Uelzen. Die Serie der Saison-Auswärtsspiele endete für Fußball-Landesligist Teutonia Uelzen so wie sie mit dem 1:3 in Bornreihe am 14. August begonnen hat – mit einer Niederlage.

Gestern Abend kassierten die Blau-Gelben beim neuen Tabellenzweiten TB Uphusen eine 2:3-Pleite und verpassten ihrerseits eine Verbesserung auf Rang vier.

Trainer Ralf Sievers sah ein attraktives Spiel mit zahlreichen Strafaumszenen auf beiden Seiten, fünf Toren und Aluminiumtreffern von Teutonias Stephan Blödorn (30.) und Uphusens David Airich (32.). Und er sah einen Gastgeber, der den entscheidenden Vorteil in der Offensive besaß. Die Abwehr bekam die Angreifer Samir Dikollari und Airich kaum in den Griff, während auf Seiten der Uelzener unter anderem Torjäger Dirk Funk und Nicolai Bäsler aus Studiengründen fehlten. Die meist individuelle Anreise der beruflich weit verstreuten Uelzener nach Uphusen glich ohnehin einer Sternfahrt und war mit viel Stress verbunden.

Klasse-Stürmer Dikollari wich viel auf die Flügel aus, ging lange Wege. Sievers: „Man merkte deutlich, dass er dichter an Funk heran wollte.“ Das gelang dem Uphuser, denn mit zwei Treffern stockte er sein Konto auf jetzt 25 auf und rückte dem in der Liga führenden Funk bis auf drei Tore auf die Pelle. Dass seine Mannschaftskameraden den Torkanone-Kontrahenten nicht aus dem Geschehen bekamen, dafür sah Sievers in erster Linie Innenverteidiger Roman Razza in der Pflicht: „Er muss da dichter ran.“ Insgesamt aber bescheinigte der Trainer seinem Team eine „befriedigende Leistung“, bei der letztlich nur das „letzte Quäntchen“ gefehlt hat.

Nach dem zweiten Ausgleich riskierte Sievers mit der Umstellung von einer Spitze auf ein offensiveres 4-4-2 dann zu viel. Die Auswechslung von Schellin für Francesco Sabatino und das Umsortieren von Andris Kuvsinovs zum zweiten Angreifer brachte nicht den erhofften Erfolg. Es gab den Gastgebern aber mehr Platz, den Airich mit einem satten Schuss ins kurze Eck zum 3:2 nutzte.

Von Bernd Klingebiel

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