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Update: Nächste Spielabsage für Teutonia Uelzen

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Von: Bernd Klingebiel

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Nils Brüggemann dribbelt an seinem Gegenspieler vorbei
Im Rennen um den Klassenerhalt muss Teutonia (rechts Nils Brüggemann) mindestens noch einen Konkurrenten überflügeln und steht im morgigen Nachholspiel gegen die VSV Hedendorf/Neukloster vor eigenem Publikum unter Erfolgsdruck. © Bernd Klingebiel

Teutonia Uelzen droht allmählich ein Termin-Chaos. Zum wiederholten Male wurde ein Spiel des Fußball-Landesligisten kurzfristig abgesagt. Bei den Blau-Gelben gibt es sechs Coronafälle.

Uelzen - Das für Sonnabend geplante Heimspiel gegen den VSV Hedendorf/Neukloster musste am Freitagnachmittag gestrichen werden. Die Uelzener beklagen sechs Coronafälle und können erneut nicht antreten. Die Mannschaft hat somit erst drei Spiele in der Abstiegsrunde absolviert und gerät nun in absolute zeitliche Not, weil es kaum noch freie Termine gibt. Sogar das Spiel am Sonntag, 8. Mai, gegen TSV Ottersberg könnte in Gefahr sein, weil laut Zasendorf weitere Corona-Infektionen nicht ausgeschlossen sind.

Wann das wegen Corona-Infektionen bei den Gästen am 16. April abgesetzte Teutonia-Heimspiel gegen den ASC Cranz-Estebrügge nachgeholt werden wird, ist weiterhin ungeklärt. Die Vereine konnten sich noch nicht auf einen Termin einigen. Es sei sogar eine Ansetzung nach dem regulären Saisonende am 21. Mai möglich, erklärt Benjamin Zasendorf. Teutonias Trainer räumt ein: „Das hätte Geschmäckle.“ Ein Nachholtermin für das Hedendorf-Match steht ebenfalls noch nicht fest.

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Uelzen – Die Tragik des Abstiegskampfes: Da gewinnt Teutonia Uelzen das wichtige Kellerduell beim ASC Cranz-Estebrügge mit 3:2 und hofft auf einen wirkungsvollen Schritt näher ans rettende Ufer. Doch auch die Konkurrenz punktet, teils ziemlich überraschend.

Der Uelzener Fußball-Landesligist hat in der Abstiegsrunde jetzt zwar nur noch sechs statt sieben Punkte Rückstand, aber auch eine Runde weniger, um das Wunder zu vollbringen. Trainer Benjamin Zasendorf wiederholt gebetsmühlenartig, was Fakt ist für die Blau-Gelben: „Es sind alles Endspiele, für uns zählen nur noch Siege.“

Zwei davon haben die Uelzener in ihren bisher drei Partien der Entscheidungsrunde schon eingefahren. Der nächste soll und muss am morgigen Sonnabend (15 Uhr, Sportpark) gegen die VSV Hedendorf/Neukloster folgen. Die Gäste aus Buxtehude sind Tabellendritte und wollen sich mit dem vierten Sieg in Folge endgültig in Sicherheit bringen.

Gutes und Schlechtes für Teutonia Uelzen

Gut für die Uelzener im Kampf um den Klassenerhalt ist, dass sie noch zwei Partien mehr in der Waagschale haben, als die noch einholbaren TSV Ottersberg und VfL Güldenstern Stade. Schlecht hingegen, dass beide Konkurrenten noch daheim gegen den weiterhin sieglosen Punktelieferanten VfL Breese/Langendorf antreten und ihre Konten zumindest in diesen Partien wohl aufstocken werden. Auch das Torverhältnis der Ottersberger und Stader von jeweils plus eins ist günstiger als das der Teutonen mit minus sechs.

Zasendorf hat Videos der VSV studiert und erwartet einen offensivstarken Gast, der eine „gute Spielanlage“ habe und „zu Recht“ oben in der Tabelle stehe. Hedendorfs Haupttorschütze Jan-Hendrik Scheppeit hat es in den vier Spielen der Abstiegsrunde (drei Siege), in denen die VSV immer mindestens zwei Treffer erzielte, vier Mal scheppern lassen und in der Qualifikation sechs Mal getroffen. Über eine stabile Defensive und Zweikampfstärke will Zasendorf die eigene Angriffsreihe „in Bewegung bringen“ und die Gäste knacken. Die Stimmung jedenfalls sei nach dem Dreier trotz 0:1-Rückstandes in Jork „gelöst“, das Team spüre „Rückenwind“, sagt er.

Taktische Veränderungen im Vergleich zum 3:2 gegen den ASC sind kaum zu erwarten, personelle hingegen ja: Der zur Interims-Nr. 1 erklärte, etatmäßige Feldspieler und zuletzt fehlende Nico Tiegs wird wieder das Tor hüten. Keeper Tobias Niemann ist aus dienstlichen Gründen ohnehin erneut nicht mit von der Partie. Und es gibt Fragezeichen – sogar hinter der Austragung des Spiels. So sei ein Teutone positiv auf Corona getestet worden, der am Dienstag am Training teilnahm, erklärt Zasendorf. Seine Spieler testeten engmaschig, bisher gelte Entwarnung. Außer den Langzeitverletzten wie Jonas Kramer und Maurice Kutz dürfte die Partie auch für den zuletzt erkrankten Kevin Schusdzarra einen Tick zu früh kommen. Tristan Haß fällt wegen einer Schnittwunde am Fuß aus.

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