Flexibilität und Fair Play gefragt: Punktspiele um fünf Wochen verschoben

Tennis-Saison startet erst im Juni

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Die Tennis-Schläger schwingen erst am 6./7. Juni nach Hoffnung des Tennis-Verbandes Niedersachsen-Bremen.

Hannover/Uelzen – Anders als in den meisten anderen Sportarten ist die Tennis-Saison noch gar nicht losgegangen – und doch gleichermaßen von der Corona-Krise betroffen.

Erwartungsgemäß hat der Tennis-Verband Niedersachsen-Bremen beschlossen, den Start der Sommer-Serie um fünf Wochen nach hinten zu schieben. Geplanter Beginn der Filzkugel-Spiele ist nun am 6. /7. Juni.

Da niemand weiß, wie lange die Maßnahmen der Bundesregierung wie der Kontaktverbot und andere Einschränkungen noch andauern werden, sieht Jörg Kutkowski, TNB-Vizepräsident Wettkampf-/Mannschaftssport, keine Chance, wie ursprungs gedacht Anfang Mai einen geregelten Punktspielbetrieb zu initiieren auf den Courts. Denn diese müssen schließlich auch noch hergerichtet werden. Wer weiß, wann der Platzbau überhaupt möglich sein wird. Dafür räumt die Dachorganisation allen Vereinen nun mehr Planungssicherheit durch die Verschiebung ein.

Die hiesigen Tennisspieler hatten sich vor Kurzem noch auf den nahenden Saisonstart eingestellt. „Unsere Trainings- und Sommerplanung steht“, erklärt Mike Dressel, Pressesprecher beim TC Blau-Weiß Uelzen.

Aktuell ist Tennis weniger als andere Sportarten von der Zwangspause betroffen. Laut Dressel fielen seit dem 13. März erst zwei Wochen Wintertraining aus. In den Osterferien hätte es ohnehin eine Trainingsunterbrechung gegeben. Die Saisoneröffnungen für die Freiluft-Spiele finden in der Regel Ende April statt, das Sommertraining startete in der Vergangenheit Anfang Mai.

Spielpläne noch nicht freigegeben

Eine Absage kam für den Tennis-Verband nicht in Betracht. Nach der Zeit zuhause würden alle Tennisfreunde große Lust verspüren, den Schläger zu schwingen, meinte der TNB in seiner Pressemitteilung. Sollte es am 6. (Jugend) und 7. Juni (Erwachsene) losgehen, wird es wie in den Jahren zuvor auch Spieltage vor und nach den Sommerferien geben. Das Terminmodul ist derzeit für die Klubs nicht geöffnet, der TNB will erst einmal die Pläne für alle Spielklassen überarbeiten. „In drei bis vier Wochen ist die Lage hoffentlich besser einzuschätzen, dann wird der neue Spielplan für die Sommersaison freigegeben“, erklärte Kutkowski.

Flexibilität gefragt

Mollenhauer sieht den neuen Zeitkorridor nicht als kritisch an: „Es sollte immer noch möglich sein, die Punktspiele bis Mitte September durchzukriegen. Die meisten Staffeln bestehen ja auch nur aus fünf, sechs Teams. Ich habe die Hoffnung, dass wir das noch auffangen können.“

Kutkowski schickte derweil noch eine Botschaft voraus: „Sicherlich wird die kommende Saison eine besondere sein, die schon jetzt dem Verband, den Regionen und auch den Vereinen einiges an Flexibilität abverlangt hat und auch künftig abverlangen wird.“ Die im November 2019 geplanten und genehmigten Turniere würden sich an verschiedenen Stellen mit den Punktspielen überschneiden. „Das lässt sich bei einem so späten Start leider nicht verhindern. An verschiedenen Stellen wird improvisiert werden müssen, da bitte ich jetzt schon alle Beteiligten um Flexibilität und vor allem um Fair Play. Es sollte aus meiner Sicht selbstverständlich sein – gerade in dieser Zeit.“  ib/am

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