Geglückte Futsal-Premiere zum Auftakt des 14. Friede-Cups

Technik und Bewegung statt Versteckspiel

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Gastgeber SV Natendorf (Mitte Jannik Harms und Lasse Strube im Spiel gegen den TSV Wrestedt/Stederdorf) belegte in der Vorrundengruppe A den vorletzten Platz vor den Wrestedtern. 

Uelzen. Wenn Fußballer auf Handballtore schießen... Erstmals in der Geschichte des Friede-Cups wurde auf kleine Tore mit einem kleineren, sprungreduzierten Ball gezielt.

Die Futsal-Premiere zum Start der dreitägigen Turnierserie am Dienstagabend kam bei den teilnehmenden Teams sehr gut an.

Vor allem das Feedback von Teutonias Co-Trainer Michael Zerr dürfte den Turnierchef Matthias Plank vom Ausrichter SV Natendorf darin bestärkt haben, „etwas anderes ausprobieren zu wollen“, wie Plank am Rande des Futsal-Debüts sagte. „Das ist eine gute Maßnahme. Ich hoffe, dass man den Futsal in Uelzen etablieren kann. Denn hier kann man sich nicht verstecken. Viel Technik und viele Bewegungsabläufe sind gefragt“, sagte Zerr, der die U20-Mannschaft von Teutonia Uelzen betreute. „Futsal wird immer populärer. Viele Beachsoccerteams (die auch in Natendorf im Einsatz sind/ Anm. d. Red.) spielen daher im Winter Futsal“, weiß Plank.

Teutonias Youngster belegten den zweiten Platz nach einer 1:2-Finalniederlage gegen das Team Wendland – eine Auswahl von gestandenen Spielern des benachbarten Landkreises Lüchow-Dannenberg.

Für Teutonia liefen erstmals die Sommer-Neuzugänge Artur Schmidt, Julian Julemann und Tristan Krenz auf, die dank des Zweitspielrechts aktuell in anderen Uelzener Vereinen spielen. Die Teutonen sorgten in der Vorrunde für Aufsehen, als sie Union Bevensen nach einem 1:4-Rückstand noch mit 6:4 bezwangen. „Da ging es hoch her“, staunte Plank nach dieser irren Aufholjagd.

Doch auch andere hatten großen Spaß am Futsal, bei dem statt Bande mit Außenlinien gespielt wurde, wodurch pro Spiel zwei Schiedsrichter gebraucht wurden. Die ehemaligen Suderburger A-Jugend-Kicker, die inzwischen über den ganzen Landkreis verstreut sind, traten unter dem (schmerzhaften) Namen 1. FC Fuß tut weh Suderburg auf. „Es macht Spaß, nicht nur in der Liga gegeneinander, sondern mal wieder miteinander zu spielen“, sagte der Ex-Suderburger Ole Hilmer vom Bezirksligisten SV Rosche. Eine solche Gelegenheit wollten sich die Ex-VfLer nicht nehmen. „Wir haben schon in der Jugend erfolgreich Futsal gespielt“, erklärte Hilmer. Sein Team wurde am Ende Vierter nach einer 0:2-Niederlage im Spiel um Platz drei gegen den SC 09 Uelzen.

Routine statt jugendlicher Elan, hieß es dagegen beim Team „Sandale Jerusalem Uelzen“ mit so gestandenen Kickern wie Andris Kuvsinovs, Benjamin Silbermann, Pietro Papa oder Maurice Maus, dem Mitbegründer dieser (Ü30) Spaß-Truppe, die jedoch nur Vorrundendritter wurde, ihr Kommen aber nicht bereute. „Futsal ist etwas Besonderes. Das wollten wir mal ausprobieren“, berichtete Maus.

 1. Futsal-Cup beim Friede-Cup

Am heutigen Donnerstag (16 bis 22.30 Uhr) spielen in der HEG-Halle in Uelzen ab 16 Uhr Mannschaften aus der 1. Kreisklasse und Kreisliga. Alles Wissenswerte zum gestrigen Kreisklassen-Turnier beim Friede-Cup lesen Sie in der morgigen AZ-Ausgabe.

Von Arek Marud

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