Fußball-Bezirksliga: Wunschkandidat wechselt im Sommer vom TSV Wrestedt/Stederdorf

Trainerwechsel beim VfL Suderburg: Peter Kramer kommt für Michael Leue

Zwei Trainer beobachten am Spielfeldrand das Spielgeschehen.
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Trainer Michael Leue (2. von links) hört im Sommer auf. Fußballobmann Hubertus Kopp will ihn aber trotzdem halten.
  • Arek Marud
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Der VfL Suderburg hat einen neuen Trainer. Peter Kramer vom TSV Wrestedt/Stederdorf wechselt im Sommer zum Fußball-Bezirksligisten und nimmt den Platz von Michael Leue ein.

Suderburg/Wrestedt – Neun Jahre 1. Herren, 15 Jahre Jugendleiter. Michael Leue ist beim VfL Suderburg eine Institution. Am Saisonende räumt der Trainer des Fußball-Bezirksligisten seinen Platz und macht ihn frei für Peter Kramer – der Wunschkandidat vom TSV Wrestedt/Stederdorf kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Am Dienstag gab es lange Gesichter beim TSV Wrestedt/Stederdorf. Erst teilte Kramer dem Vorstand seine Entscheidung mit, am Abend kündigte er den Schritt gegenüber der Mannschaft an. Nach drei Spielzeiten beim Klub aus der 2. Kreisklasse wird Kramer im Sommer Trainer in Suderburg. Gemeinsam mit Spielercoach Thomas Nowak. „Er war mein Wunschkandidat.“, erklärt Suderburgs Fußballobmann Hubertus Kopp, der einst gemeinsam mit Kramer die U16- beziehungsweise U17-Junioren der JSG Suderburg/Holdenstedt in der Landesliga betreute und sich mit Vergnügen an diese Zeit erinnert. „Ich habe gesehen, wie strukturiert Peter arbeitet. Er ist immer super vorbereitet, hoch motiviert und hat richtig Bock.“

Leue tritt kürzer, soll aber bleiben

Möglich wurde diese Verpflichtung durch den Rückzug von Michael Leue, der bei einer Sitzung im Dezember seinen Platz anbot. Kopp: „Wir wollten neue Impulse setzen. Die Rückrunde war relativ gruselig, wir haben ganz oft spät verloren. Wir mussten etwas verändern.“ Da Michael Leue laut Kopp ohnehin kürzertreten wollte, bot sich dieser Schritt an. Nach neun Jahren bei der 1. Herren als Konditionscoach, Co-Trainer und zuletzt Chefcoach an der Seite von Spielertrainer Thomas Nowak und 15 Jahren in der Funktion des Jugendleiters zieht sich Leue also aus der ersten Reihe zurück. Kopp will ihn aber weiter halten. „Wir möchten auf ihn auf keinen Fall komplett verzichten und stellen ihm frei, in welcher Form er bei der Mannschaft oder im Verein dabei sein will.“

„Strukturiert und motiviert“: Wrestedt-Coach Peter Kramer soll in Suderburg für neue Impulse sorgen.

Kramers Wiedersehen mit Ex-Schützlingen

Der neue Hoffnungsträger weiß, worauf er sich einlässt. „Suderburg ist ein gut geführter, größerer Verein mit einem guten Umfeld. Auch von der Infrastruktur ist es klasse. Es hatte mich schon damals Überwindung gekostet, den Klub zu verlassen“, berichtet Kramer, dem seine Assistententätigkeit bei Teutonias Herren und der parallele Junioren-Trainerjob damals zu viel wurden.

Im Sommer wird der 52-Jährige einige seiner früheren Schützlinge aus der Junioren-Zeit wiedersehen. Lasse Wrede, Till Bödecker oder Emil Chluba. „Suderburg interessiert mich extrem wegen der Vergangenheit. Es reizt mich sehr, diese Spieler noch einmal im Herrenbereich zu trainieren.“

Bis Saisonende gilt Kramers Fokus allerdings seiner Tätigkeit beim TSV Wrestedt/Stederdorf, mit dem er den Aufstieg in die 1. Kreisklasse schaffen möchte. „Das ist unser Fokus“, betont der in Wrestedt lebende Kramer, der sich in Suderburg die Traineraufgabe mit dem bisherigen Spielercoach Thomas Nowak teilen wird.

Der VfL-Routinier ist gespannt auf die Zusammenarbeit. „Thomas erhofft sich, das eine oder andere abzugucken“, meint Kopp, der nach dieser geklärten Personalie auf Spieler-Zusagen und Neuzugänge setzt. Erste interne Gespräche verliefen positiv. Es gab fast nur Zusagen, erklärt der Obmann.

TSV-Spieler sauer nach Kramers Abgang

Der Sommer-Wechsel von Peter Kramer zum VfL Suderburg hat den TSV Wrestedt/Stederdorf kalt erwischt. Die Mannschaft ist verärgert. „Das kam unglaublich kurzfristig. Das Team ist ziemlich frustriert und sauer, weil Peter der Mannschaft etwas anderes gesagt hatte. Wir waren irritiert. Der Plan war ein anderer“, erklärt TSV-Fußballabteilungsleiter Thomas Jürgens, der den Wechsel ausdrücklich bedauert. „Er war für uns ein absoluter Glücksgriff. Wir waren mit der Arbeit sehr zufrieden.“

Der Verein sucht nun einen externen Nachfolger, der laut Jürgens über ein „ähnliches Profil verfügt wie Peter Kramer. Wir versuchen eine Lösung zu finden, die dem Team gerecht wird. Es wird aber schwierig, jemanden im Kreis zu finden wie Peter Kramer.“

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