Viele ehemalige Bodenteicher Spieler feuern den TuS beim Aufstiegsspiel an

Von Stuttgart bis Hamburg

+
Fußball verbindet: Die Ex-Bodenteicher Daniel Scharntke, Sebastian Nogueira, Jan-Marco Schmitt, Steffen Körtje, Felix Köhnecke, Alexander Haack (von links) werden heute die nachfolgende Bodenteicher Fußball-Generation in Wendisch Evern anfeuern.

Bad Bodenteich. Beim TuS Bodenteich grassiert das Aufstiegsfieber: 100, vielleicht sogar 200 Fans werden den Fußball-Bezirksligisten am heutigen Sonnabend (17 Uhr) in der Auswärtspartie beim SV Wendisch Evern anfeuern. Mit dabei sind auch einige Ex-Spieler.

Und die kommen von ganz weit weg.

Sie reisen aus Hamburg, Hannover, Oldenburg, Dortmund, ja sogar aus Stuttgart an. Zahlreiche Ex-Bodenteich-Kicker werden heute live dabei sein in Wendisch Evern. Einer kommt mit gemischten Gefühlen. Daniel Scharntke (Hamburg) sollte eigentlich in der Rückrunde für den TuS spielen, riss sich aber beim Ebstorfer Silvesterturnier das Kreuzband. „Mir blutet das Herz“, erzählt der Wahl-Hamburger, der zuletzt für SC Union 03 Altona in der Kreisliga kickte. So bleibt ihm nur die Zuschauerrolle. Gegen Gellersen (2:0) und gegen Scharnebeck (7:1) war der Stürmer auch schon dabei und macht den Bodenteichern Mut für die heutige Partie, in der der TuS den Aufstieg in die Landesliga eintüten kann. „Wir sind stärker, die Jungs sind hungrig.“ Scharntke hat gute Erinnerungen an Wendisch Evern, wo er einst zwei Tore im Landesliga-Halbfinal-Relegationsspiel gegen Winsen zum 3:1-Sieg beisteuerte. „Das ist ein gutes Omen.“

Aus Hamburg kommen weitere Ex-Bodenteicher und Scharntkes Kumpels Felix Köhnecke, Sebastian Nogueira, Jan-Marco Schmitt und Steffen Körtje (sind oder waren auch bei Union 03 aktiv). Den Westen der Republik vertritt Bodenteichs ehemaliger Landesliga-Trainer und -kicker Christian Kelch. Aus Oldenburg lässt sich Alexander Haack und aus Hannover Marcel Putz blicken. André Fleischer (Stuttgart), der Bruder des aktuellen TuS-Trainer Daniel Fleischer, muss den weitesten Weg zurücklegen.

Sie alle sind sehr gut befreundet und kennen sich aus früheren TuS-Zeiten. Dazu zählt auch Norman Arndt, der die aktuelle Mannschaft bis vor zwei Jahren trainiert hatte. Auch er kann den Showdown kaum abwarten und kündigt für diesen Fall eine lange Partynacht an. „Sollte es mit dem Aufstieg klappen, wird unser Bodenteicher Vereinsheim „auseinandergenommen’.“ Der Zusammenhalt überrascht ihn nicht. Die Verbundheit sei da. Viele aus der besagten Spieler-Clique würden sich von Geburt an kennen. Viele Weggefährten also, die heute mitfiebern werden.

Das gilt es laut Scharntke, erst einmal emotional zu verarbeiten. „Das müssen die Spieler fressen und dann Gas geben.“ Er selbst hatte nach dem dritten Kreuzbandriss im Winter seine Laufbahn beendet. „Wenn ich die Jungs aber jetzt so sehe, juckt es wieder in den Füßen. Eventuell kann ich mir noch eine Rückkehr vorstellen“, erzählt der 29-Jährige, der im März erfolgreich operiert wurde und derzeit ein Rehaprogramm absolviert. „Mir geht es erstaunlich gut.“

Auch Arndt geht ganz fest vom Aufstieg aus. „Die Jungs sind älter und dadurch stabiler geworden.“ Mit welchen Worten er sich vor solch einem Spiel an die Mannschaft richten würde? „Sie sollen das selbstbewusst angehen, müssen aber den Gegner unbedingt ernst nehmen.“ Denn der hofft auf den Klassenerhalt. „Dass Wendisch in Emmendorf gewonnen hat, war das Beste, was passieren konnte. So ist unser Team auf jeden Fall gewarnt.“ Und kann sich auf die Anhänger verlassen – aus Nah und Fern...

Von Arek Marud

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare