Morgen steigt in Uelzen der LSK-Test gegen Hannover 96 mit Zieler im Tor

Springer: „Nette Abwechslung!“

Erfahrungen mit Spielen gegen Bundesligisten hat Ole Springer (links) bereits: Vor zwei Jahren unterlag der LSK in der 1. DFB-Pokalrunde Mainz mit 1:3. Springer tauschte sich aus mit FSV-Keeper René Adler.
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Erfahrungen mit Spielen gegen Bundesligisten hat Ole Springer (links) bereits: Vor zwei Jahren unterlag der LSK in der 1. DFB-Pokalrunde Mainz mit 1:3. Springer tauschte sich aus mit FSV-Keeper René Adler.

Uelzen/Lüneburg – Ein Hauch von Bundesliga in Uelzen! Am morgigen Sonnabend (16. 30 Uhr) steigt am Fischerhof das Testspiel zwischen Regionalligist Lüneburger SK und Bundesliga-Absteiger Hannover 96. Mittendrin: Keeper Ole Springer.

Der Uelzener fliegt seit 2016 für den LSK durch den Strafraum und freut sich riesig auf das Gastspiel in seiner Heimat. Ihm gegenüber im 96-Kasten: Ron-Robert Zieler, Weltmeister von 2014. Viel mehr aber freut sich Springer auf das eine oder andere Wiedersehen mit alten Weggefährten.

Für den Lüneburger SK ist es der Start in die Saisonvorbereitung. Im dreitägigen Trainingslager in Uelzen arbeitet die Mannschaft von Trainer Rainer Zobel auf eine erfolgreiche Regionalliga-Spielzeit hin.

Vergangene Saison wäre der Klub beinahe abgestiegen, rettete sich in der Relegation kurz vor Ultimo. Es sei eine schwierige Situation gewesen, erklärt der in Böddenstedt lebende Ole Springer. Aber: „Der Klassenerhalt ist in absehbarer Zukunft das Hauptziel. Etwas anderes kann es beim LSK nicht sein.“

„Ich hoffe, Philipp Tschauner zu treffen“

Das Freundschaftsspiel gegen Bundesliga-Absteiger Hannover 96 ist für den Viertligisten der Höhepunkt der Vorbereitung. „Das ist für Uelzen und uns Spieler natürlich eine nette Abwechslung“, sagt Springer. „Natürlich will man nicht unter die Räder kommen und alles rausholen. Wir dürfen ein Freundschaftsspiel aber nicht zu hoch hängen.“

Mit 96 wartet ein ambitionierter Gegner auf die Lüne-Kicker. Der Zweitligist, in der Personalplanung noch lange nicht am Ende, rief nach dem Abstieg bereits den Wiederaufstieg aus. Mit Marcel Franke, Sebastian Jung, Luca Beckenbauer und Ron-Robert Zieler kamen – zusätzlich zu den zurückgekehrten Leihspielern – bisher vier Verstärkungen hinzu. Der ganz große Fisch ist dabei Zieler, der schon von 2010 bis 2016 das Tor der Roten hütete und 2014 mit Deutschland den WM-Pokal gewann. Weltmeister-Luft in Uelzen! Springer haut das nicht um. Vielmehr freut er sich auf alte Kollegen: „Ich hoffe, Philipp Tschauner zu treffen, den ich noch aus meiner Zeit beim FC St. Pauli kenne.“ Auch 96-Teammanager Fabio Morena ist ein Teamkamerad aus Kiezkicker-Zeiten.

Zobel und Slomka – alte Bekannte

Einen „guten Bekannten“ trifft auch LSK-Coach Rainer Zobel. Gegen Hannover-Trainer Mirko Slomka kickte der gebürtige Wrestedter einst und betreute gemeinsam Projekte. Slomka trainierte zunächst die U19 der 96er, war von 2001 bis 2004 Co-Trainer und übernahm den Bundesligisten als Cheftrainer von 2010 bis 2013. In dieser Zeit qualifizierte sich sein Team zweimal für die Europa League. Die kommende Saison ist für ihn also ein Neustart in alter Umgebung.

Hannover absolvierte bisher zwei Testspiele, heute Abend in Wunstorf folgt das nächste. In der Bilanz stehen ein 6:0 in Mellendorf (Kreisliga) und ein 6:1 in Bemerode (Bezirksliga) vor insgesamt 4000 Zuschauern. Der LSK hingegen legt morgen einen Kaltstart hin, der Härtetest gegen den Zweitligisten komme „zu früh“, erklärt Zobel. Wegen der Abstiegsrelegation begann für den LSK die Sommerpause eine Woche später als gedacht. Die Regenerationsphase verschob sich entsprechend nach hinten. Zobel selbst muss nach dem Abgang vieler Stammkräfte eine Reihe neuer, junger Akteure einbauen. Dazu hat der Verein zur Zeit mehrere Testspieler im Team.

VON ROUVEN PETER UND BERND KLINGEBIEL

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