So spielt doch kein Tabellenletzter

Endlich strahlt er die Torgefährlichkeit aus, die man sich von Saisonbeginn an von ihm erhofft hatte: Mirlind Thaqi (Mitte) baute den Vorsprung seines TSV mit diesem schönen Schlenzer auf 2:0 aus. Bussat (links) kommt zu spät, Torwart Attia ist machtlos. Foto: F. Klingebiel:

fk Bienenbüttel. Was ist nur mit dem TSV Bienenbüttel los? Der Tabellenletzte der Fußball-Landesliga zieht nach langer Niederlagenserie plötzlich alle Register und meldet das dritte ungeschlagene Heimspiel in Folge. Am Ostersonnabend besiegten die Grün-Weißen den ebenfalls vom Abstieg bedrohten TV Jahn Schneverdingen mit 3:1 glatt, sie verpassten wegen schwacher Chancenverwertung sogar einen höheren Erfolg. Ein 6:3 wäre ebenso möglich gewesen, über weite Strecken war es eine überzeugende Vorstellung des Schlusslichtes.

Die Torschützen des TSV waren Mirlind Thaqi (41. und 56.), sowie Artur Brzezinski (63.), während Michael Müller (91.) für den TV Jahn traf.

Die Platzherren ließen es geruhsam angehen und verlegten sich zunächst auf eine gewisse Passivität. Schneverdingen schien auf eine frühe Vorentscheidung aus zu sein und machte gleich Druck, blieb aber erstaunlich harmlos und besaß nur durch Surek (9.) eine Torchance, die von Ostrowskis Faustabwehr vereitelt wurde. Mit zunehmender Spielzeit kämpfte sich dann der TSV in die Partie, er holte Tormöglichkeiten durch Ahrens (Freistoß), Zirfas, Otte, Golisch und nochmals Zirfas heraus - aber zum Führungstreffer reichte es noch nicht. Den hätte beinahe der Gast durch Hübscher erzielt (37.), doch Ostrowski tauchte das Leder nach einem tollen Freistoß aus dem unteren Eck. Vier Minuten vor der Pause durfte dann auf der anderen Seite gejubelt werden: Nach einem Angriff über rechts legte Astib Thaqi das Leder quer, und sein Bruder Mirlind erzielte unbedrängt aus fünf Metern das 1:0.

Die stärkste Phase erwischten die Bienenbütteler nach einiger Anlaufzeit in der zweiten Halbzeit, als sie erneut durch M. Thaqi und dessen Schlenzer auf 2:0 erhöhten (56.). Im Gegenzug verhinderte Müller auf der Torlinie den Anschluss des TV Jahn, bevor der gerade eingewechselte Ostrowski aus ganz spitzem Winkel das 3:0 markierte (63.). In diesen Minuten wirkte der TSV wie aufgedreht, ließ aber eine weitere Resultatserhöhung aus. Auch auf der Gegenseite gab’s für die schwach und harmlos wirkenden Schneverdinger die eine oder andere Tormöglichkeit, doch erst in der 91. Minute traf Müller mit tollem Fernschuss zum 3:1.

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