AZ-Serie über Uelzens Torjäger (8): Im Jugendbereich stechen ein Holdenstedter und ein Teutone heraus

Lüdemann und Böttcher: „Spieler mit Zukunft"

Teutonias U17-Knipser: Karl Böttcher (rechts) jubelt mit Thiemo Gerstenkorn. Foto: B. Klingebiel

Landkreis/Uelzen – „Früh übt sich, was ein Meister werden will“ – dieses Sprichwort scheint sich der eine oder andere Jugendfußballer auf Bezirksebene zu Herzen genommen zu haben.

Die U17-Kicker Felix Lüdemann (SV Holdenstedt) und Karl Böttcher (Teutonia) stehen auf Rang eins der Torjägerlisten.

Mit sieben bisher erzielten Buden stach Lüdemann in der U17-Landesliga bisher heraus, wobei er sich den ersten Rang mit Kilian Pigula von der JFV Cuxhaven teilt. Der Holdenstedter Jung bekommt von einem seiner Übungsleiter, Andreas Ebermann, viel Lob ab: „Er gibt immer Vollgas. Egal, ob im Training oder im Spiel. Vor dem Tor ist er echt abgezockt und guckt genau, wie und wo der Torwart steht. Seine Tore macht er sehr überlegt. Unsere offensivere Ausrichtung kommt ihm natürlich auch zu Gute.“ Dabei würde Lüdemann nicht nur von seiner Versetzung in die Spitze profitieren, sondern auch davon, dass er seit einem Jahr verletzungsfrei ist, wie Ebermann erklärt.

Aufgrund von Stützpunkt-Trainingseinheiten bei Werder Bremen, Hannover 96 und der Niedersachsenauswahl sei Lüdemann irgendwann überbelastet gewesen, weswegen es immer wieder kleinere Blessuren gat. Auch wegen dieser Rückschläge seien potenzielle Engagements bei den Jugendmannschaften der Bundesliga-Teams kein Thema mehr. Ebermann: „Das war für ihn auch nie wichtig. Er will Spaß haben und Fußball mit seinen Kumpels spielen. Das reicht ihm.“ Zumal er nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz, ein wichtiger Bestandteil dieser wirklich tollen Truppe sei.

Auch Böttcher knipst

Eine Liga tiefer knipste Karl Böttcher von U17-Bezirksligist Teutonia Uelzen bereits sechs Mal. Sehr zur Freude von Übungsleiter Axel Feige: „Das ist sein Eigenverdienst, aber auch der guten Zuarbeit seines Teams zu verdanken.“ Besonders die Zielstrebigkeit und die Schnelligkeit zeichnen die Spielweise des Youngsters von Teutonia aus. „Er hat in der Vorbereitung schon so manchen Herrenspieler überlaufen“, staunt Feige. Der Torerfolg kommt also nicht von ungefähr. Zumal der Übungsleiter auch Böttchers Teamspirit hervorhebt.

Allerdings sei auch noch Luft nach oben vorhanden: „Manchmal lässt er einfach noch zu viel liegen. Dass es nicht immer mit dem Kopf durch die Wand geht, wird er noch lernen.“ Bei den Uelzenern wächst also ein Knipser heran, der vielleicht schon in ein paar Jahren bei den Herren für Furore sorgen könnte. Das kann sich Feige sehr gut vorstellen: „Karl ist ein Spieler mit Zukunft.“

VON ROUVEN PETER

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare