Spiele bald ohne Schiedsrichter?

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Der Fußball-Kreis meldet immer wieder talentierte Spitzenschiedsrichter für höherwertige Aufgaben, wie Patrick Düver (MItte) vom VfL Suderburg, die Uelzen weit über seine Grenzen hinaus vertreten.

jb Lehmke/Landkreis. Die Situation für die Schiedsrichter spitzt sich auch im Fußballkreis zu. Jedes Jahr müssen bis zu 40 Unparteiische, die nach bestandenem Lehrgang aus unterschiedlichsten Gründen für Spielleitungen tatsächlich nicht zur Verfügung stehen oder die die jährliche Leistungsprüfung nicht meistern, aussortiert werden. Auch negative Erfahrungen mit lautstark kritisierenden Betreuern oder Zuschauern führen vermehrt dazu, dass junge Schiedsrichter die Flinte schnell wieder ins Korn werfen.

„Wir möchten unter allen Umständen vermeiden, dass künftig einige Spielklassen nicht mehr mit neutralen Schiedsrichtern besetzt werden können“, sagt Volker Leddin (MTV Gerdau). Der Kreisschiedsrichter-Obmann verweist dabei auch auf den Umstand, dass der Spielbetrieb immer häufiger nur dadurch aufrecht erhalten werden kann, weil einige Unparteiische bis zu vier Partien an nur einem Wochenende übernehmen.

Der Kreis-Schiedsrichter-Ausschuss (KSA) steuert dieser Entwicklung massiv entgegen, motiviert seine Unparteiischen, betreibt intensive Lehrarbeit und fördert die Kameradschaft mit gemeinsamen Veranstaltungen, wie dem traditionellen Freundschaftsspiel mit Grillfete im Sommer oder einem Skat- und Knobelabend im Winter. Auch die Nachwuchsbetreuung und -förderung ist kontinuierlich verbessert worden, so dass immer wieder talentierte Spitzenschiedsrichter für höherwertige Aufgaben gemeldet werden können, die den Fußballkreis Uelzen weit über seine Grenzen hinaus vertreten.

Um den großen Engpass an Referees in der Altersklasse zwischen 25 bis 40 Jahren schließen zu können, appelliert Leddin an alle Kreisvereine, geeignete Interessenten zum nächsten Lehrgang zu entsenden. Natürlich sind auch Sportler aller anderen Altersklassen ab 14 Jahren willkommen.

Der Anwärterlehrgang startet am Sonnabend, 19. Februar, um 9 Uhr im Vereinsheim des TSV Lehmke als so genannter „Crashkurs“, durch den die Teilnehmer in nur vier Wochen die Lizenz zum Pfeifen erwerben können. Aus organisatorischen Gründen muss eine Vorabanmeldung bei Kreisschiedsrichter-Lehrwart Martin Zornow (MTV Römstedt) bis spätestens 11. Februar erfolgen. Durch den Lehrgang entstehen den künftigen Schiedsrichtern und den Vereinen keine Kosten.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.sr-uelzen.de oder bei Zornow unter Mail: Zornow@sr-uelzen.de.

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