1. Kreisklasse: Oetzen qualifiziert – der TSV Niendorf/Halligdorf wundert sich über die hohe 0:7-Pleite

„So ein Spiel habe ich noch nie gesehen“

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Stadensens Cedric Wolf (links) ging auf Torejagd, erzielte gestern vier Treffer.

Uelzen/Landkreis. Die letzte Entscheidung in der 1. Fußball-Kreisklasse ist gefallen. Die SVG Oetzen/Stöcken schaffte als dritte Mannschaft nach Germania Ripdorf und dem SV Stadensen die Qualifikation für die neue 1.

Kreisklasse Heide-Wendland dank eines 7:0-Kantersieges bei Schlusslicht TSV Niendorf/Halligdorf. Die punktgleichen Veerßer kamen beim TuS Bodenteich II nicht über ein 2:2 hinaus, müssen mit dem undankbaren vierten Platz vorliebnehmen.

TSV Wrestedt/Stederdorf – SC Uelzen II 7:2 (3:1)

„Ein versöhnlicher Abschluss, mehr aber auch nicht“, wusste Wrestedts Trainer Thomas Jürgens den Kantersieg gegen einen schwachen Gegner richtig einzuordnen. Jürgens hatte im Übrigen vor dem Spiel der Mannschaft das Ende seiner Trainertätigkeit mitgeteilt. Der Sportclub hatte die Spielpositionen gelost, statt des erhofften Spaßes gab es „wohl ein bisschen zu viel Durcheinander“, wie SC-Coach Anton Weinberger befand.

• Tore: 1:0 Pommerien (16.), 1:1 Caran (18.), 2:1 Funk (24.), 3:1 Kanthak (44.), 4:1 Pommerien (53.), 5:1 M. Meyer (60.), 6:1 Pommerien (62.), 7:1 Bekefeld (67.), 7:2 Weinberger (86./FE).

TuS Bodenteich II – Sperber Veerßen 2:2 (0:2)

Sperber merkte man an, dass es für ihn noch um die Qualifikation ging. Das 0:2 zur Pause ging in einer bisweilen hitzigen Partie durchaus in Ordnung. Kurios das zweite Tor: TuS-Torwart Ole Schwerin schaltete sich in den Spielaufbau ein, das Leder ging verloren und Alischer Muradow traf aus 40 Metern ins verlassene Gehäuse. Nach der Pause kippte das Spiel in die andere Richtung. „Da haben wir ein anderes Gesicht gezeigt“, meinte Bodenteichs Trainer Stefan Buß. Die Belohnung folgte in der Nachspielzeit, als Lars Lettau per Freistoß zum Ausgleich traf.

• Tore: 0:1 Hanke (18.), 0:2 Muradow (23.), 1:2, 2:2 Lettau (56./90.+2).

TSV Bienenbüttel II – SC Kirch-/W. 0:2 (0:0)

Die Heimelf hatte in den ersten 45 Minuten mehr vom Spiel, schluderte aber wie so oft bei der Chancenverwertung. Das ging auch nach dem Wechsel so weiter, doch als Dominik Visscher zwei Großchancen liegen ließ, war beim TSV der Stecker gezogen. „Dann kam der Bruch“, sah Trainer Maik Schulze das Unheil kommen. Der SCK übernahm gegen kräftemäßig nachlassende Bienenbütteler das Kommando, siegte am Ende verdientermaßen.

• Tore: 0:1 Markefke (67.), 0:2 Moritz (83.).

TSV Niendorf/H. – SVG Oetzen/St. 0:7 (0:1)

Wenn sich zwei Füße kreuzen... Trotz hochkarätiger Torchancen verlor der TSV Niendorf/Halligdorf (links Adrian Deppe) gegen die SVG Oetzen/Stöcken (Claas-Hanno Kupke haushoch mit 0:7.

„So ein Spiel habe ich noch nie gesehen, wir hätten zur Halbzeit 8:1 führen können“, konnte es Niendorfs Trainer Marco Schulze selbst kaum glauben. Der Tabellenletzte überbot sich im Auslassen klarster Möglichkeiten, lag – statt hoch zu führen – durch das Tor von Kevin Wulf sogar 0:1 zurück.

Als Justus Widdecke nach einem Eckball auch die zweite SVG-Chance nutzte, fielen die Platzherren allerdings komplett auseinander. Der Favorit schraubte das Ergebnis in standesgemäße Höhen und feierte im Anschluss die Qualifikation.

• Tore: 0:1 Wulf (12.), 0:2 Widdecke (58.), 0:3 Bartesch (63.), 0:4 Knutti (64.), 0:5 Stolzenbach (83.), 0:6 Bartesch (90.), 0:7 Knutti (90.+1).

MTV Gerdau – Germ. Ripdorf 1:2 (0:2)

„Die Torhüter hatten wohl etwas zu viel Champions-League gesehen“, frotzelte Gerdaus Trainer Henning Prehm. Zunächst warf sich Gerdaus Nico Häntsch eine 40 Meter-Freistoßflanke von Hendrik Beck ins eigene Tor, später ließ Ripdorfs Jens-Uwe Weickardt einen völlig harmlosen Schuss prallen, ermöglichte den Anschlusstreffer von Jonas Giese. „Ein Unentschieden wäre das richtige Ergebnis gewesen“, fand Prehm.

• Tore: 0:1 Häntsch (18./Eigentor), 0:2 Engel (39.), 1:2 Giese (52.).

SV Stadensen – Gr. Hesebeck/R. 7:2 (5:1)

Nochmal krachen ließ es Vizemeister Stadensen zum Abschluss. „Die Hesebecker waren fußballerisch schon in der Sommerpause“, sah SVS-Trainer Olaf Bode eher überschaubare Gegenwehr. Seine Elf gewann hochverdient, besonders Angreifer Cedric Wolf überzeugte mit gleich vier Treffern.

• Tore: 1:0 (9.) Wolf, 2:0 Hilmer (12.), 3:0 P. Oetzmann (28.), 4:0 Wolf (32.), 4:1 Weichsel (37.), 5:1 Zander (40.), 6:1 Wolf (47.), 7:1 Wolf (62.), 7:2 Weichsel (75.).

VfL Böddenstedt – VfL Suderburg II 1:7

Bitterer Abschluss für den VfL Böddenstedt. Im Derby hatte der Gastgeber nicht wirklich etwas zu bestellen. „Das Ergebnis spricht für sich“, wollte Spieler Stefan Dreyer auch nichts beschönigen. „Suderburg hat das Spiel von Anfang übernommen, war klar besser.“

• Tore: 0:1 T. Pellnath (23.), 0:2 Ripke (28.), 0:3 Oberin (39.), 1:3 Jankowsky (50.), 1:4 Marienfeld (63.), 1:5 Oberin (69.), 1:6 Notz (87.), 1:7 Schab (90.+1).

Von Immo de la Porte

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