1. Fußball-Kreisklasse: Hochspannung im Kampf um Qualifikationsplatz drei zwischen Oetzen/Stöcken und Veerßen

SVG und Sperber trennt nur ein Tor

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Der große Zweikampf am letzten Spieltag zwischen der SVG Oetzen/Stöcken (links Alexander Meister) und Sperber Veerßen, die allerdings die deutlich schwerere Auswärtshürde in Bad Bodenteich nehmen müssen.

Uelzen/Landkreis. Wer ist nach Germania Ripdorf und dem SV Stadensen der dritte Qualifikant für die 1. Kreisklasse Heide-Wendland? Die SVG Oetzen/Stöcken und Sperber Veerßen sind die beiden Kandidaten, die punktgleich und nur um ein Tor getrennt auf den Rängen drei und vier liegen.

Die Oetzener haben die besseren Karten, haben beim Tabellenletzten TSV Niendorf/Halligdorf die leichtere Aufgabe. Die Veerßer müssen dagegen bei der besten Rückrundenmannschaft in Bad Bodenteich Farbe bekennen.

TSV Wrestedt/St. – SC Uelzen II (Sa., 16 Uhr)

Eine schwierige Saison neigt sich in Wrestedt dem Ende entgegen. Der elfte Rang ist klar unter den Erwartungen. Auch gegen den Sportclub dominieren Aufstellungssorgen. Trainer Thomas Jürgens ist mäßig optimistisch und schiebt dem SC die Favoritenrolle zu: „Die Jungs wirken in den letzten Wochen nicht gerade motiviert.“ Richtig durchgeschüttelt wurde der SC Uelzen II (7.) gegen Ripdorf, schrammte nur knapp an einer zweistelligen Niederlage vorbei (1:9). „Ich glaube nicht, dass wir gegen Wrestedt noch einmal so schlecht spielen“, hofft Trainer Anton Weinberger, dass sich das Team nochmal zusammenreißt.

TuS Bodenteich II – Sp. Veerßen (So., 13 Uhr)

Jetzt hat Sperber den Salat! Selbst ein Sieg in Bodenteich könnte nicht reichen für Platz drei, wenn die Oetzener in Niendorf auf Torejagd gehen sollten. Trainer Oliver Ecke hat den Optimismus nicht verloren: „Ich hoffe, dass sich alle nochmal reinhängen, damit wir uns für das 0:1 aus der Hinrunde revanchieren können.“ Sorgen bereitet dem Trainer, dass der zur Zeit beste Angreifer, Sükrü Yavru, verletzt ausfällt. Bodenteichs Trainer Stefan Buß glaubt an ein heißes Match: „Veerßen wird alles raushauen. Wir nehmen die Partie sehr ernst und werden alles geben, um in diesem Jahr zu Hause ungeschlagen zu bleiben.“

TSV Bienenbüttel II – SC Kirch-/W. (So., 13 Uhr)

Der schwache Auftritt beim 1:6 gegen Suderburg am Pfingstmontag wurmt Bienenbüttels Trainer Maik Schulze immer noch: „So eine Leistung, die im Arbeitsrecht Minimum zu Abmahnungen geführt hätte, wird es kein zweites Mal geben!“ Schulze möchte einen Ausklang mit Anstand, personell steht die dritte Herren parat. Der SC Kirch-/Westerweyhe (6.) verpasste die Qualifikation am Ende klar, will wenigstens einen positiven Abschluss. „Wir werden auf Sieg spielen“, blickt Trainer Rafael Lang auf sein letztes Spiel. Nicht dabei sind Niklas Hinz, Hendrik Thiele und Michel Meißner.

VfL Böddenstedt – VfL Suderburg II (So., 15 Uhr)

Dreimal in Folge unterlagen die Böddenstedter zuletzt, drohen die Spielzeit als enttäuschender Vorletzter zu beenden. Im Hinspiel siegten die Gelb-Schwarzen noch mit 3:1, doch die Kräfteverhältnisse haben sich gewandelt. Die Suderburger sind fünftbeste Rückrundenmannschaft, verbesserten sich auf Rang acht. Gäste-Coach Jörn Drögemüller möchte jetzt endlich einen Derby-Sieg landen, fordert kurz und bündig: „Wir wollen es besser machen als gegen Gerdau (1:3).“ Kleiner Lichtblick bei den Böddenstedtern: Mit Oliver Menges und Henrik Feuerhake (9/10 Treffer) stehen die beiden besten Schützen wieder zur Verfügung.

MTV Gerdau – Germ. Ripdorf (So., 15 Uhr)

Eine gute Saison legte Aufsteiger Gerdau (9.) hin. Zum Abschluss kommt mit dem frischgebackenen Meister noch einmal hoher Besuch an den Rothenskamp. „Vielleicht haben die Jungs ein wenig länger gefeiert und wir können die Punkte behalten“, hofft MTV-Trainer Henning Prehm auf Feiernachwehen bei den Germanen. Hendrik Schulz fehlt, Carl-Leon Oetzmann und Philipp Härig sind angeschlagen. Für die Ripdorfer äußerst sich Co-Trainer Daniel Wenck: „Der MTV Gerdau war im Hinspiel (2:2) ein sehr unbequemer Gegner, der uns das Leben durch seine robuste Spielweise sehr schwer gemacht hat.“ Nach dem Spiel lädt der Verein die Mannschaft und Fans zu Freigetränken ins Ripdorfer Vereinsheim ein.

SV Stadensen – Gr. Hesebeck/R. (So., 15 Uhr)

„Wir wollen uns von unseren tollen Fans gebührend verabschieden und anschließend mit allen die Saison und Qualifikation feiern.“ Olaf Bode, Trainer des SV Stadensen, nach der geschafften Vizemeisterschaft.

Entspannter Ausklang nach einer gelungenen Spielzeit bei Vizemeister SV Stadensen. „Wir wollen uns von unseren tollen Fans gebührend verabschieden und anschließend mit allen die Saison und Qualifikation feiern“, sagt Trainer Olaf Bode. Kleiner Anreiz für den SVS: Mit einem Sieg wäre man die heimstärkste Mannschaft. Aus Sicht von Gr. Hesebecks Trainer Patrick Marks geht es um nicht mehr viel. Dennoch wünscht er sich: „Wir sollten den Fans noch ein ordentliches Spiel liefern.“

TSV Niendorf/H. – SVG Oetzen/St. (So., 15 Uhr)

Die SVG ist beim Schlusslicht TSV Niendorf/Halligdorf zu Gast, muss dort aber auf ihren besten Angreifer Sükrü Yavru (rechts) verzichten.

Nach dem Patzer der Veerßer ist sie auf einmal da, die große Chance der Oetzener, sich auf den letzten Drücker noch den sicheren (Quali-) Platz drei zu schnappen. „Es zählt nur ein Sieg“, meint Sascha Hartig vom Trainerteam. „Wir gehen voll konzentriert in diese Partie und nehmen unseren Gegner absolut ernst“, möchte er gegen den Letzten keinen Schlendrian aufkommen lassen.

Niendorfs Trainer Marco Schulze hofft in seinem letzten Spiel auf einen ordentlichen Abschluss, erinnert sich dabei an das enge Hinspiel-3:5, als seine Elf lange ebenbürtig war. „Oetzen ist zwar nicht mehr ganz so stark wie in der Hinrunde, aber immer noch ein Topteam.“ Wegen der Entwicklung in den höhen Ligen mit dem Bezirksligaabstieg des SC 09 Uelzen wird der TSV als Tabellenletzter zur nächsten Saison laut Ausschreibung in die 3. Heide-Wendland-Kreisklasse eingruppiert.

Von Immo de la Porte

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