Leidenschaftlicher Auftritt: Ebstorf Heide Knights geht am Ende die Puste aus

Spaßfaktor hoch drei

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Kampf um jeden Bodenzentimeter: Die Ebstorf Heide Knights (hier der stark spielende Carsten Bieler gegen Vechtas Tim Insinger) zeigten gegen den SC Rasta Vechta einen sehr aufopferungsvollen Auftritt – bis ihnen im letzten Viertel die Kraft ausging.

Ebstorf. Spiel verloren, Sympathiepunkte gewonnen. Selten waren Fans und Trainer so zufrieden wie nach dieser Heimniederlage. Denn die Ebstorf Heide Knights zeigten beim 68:87 gegen den SC Rasta Vechta leidenschaftlichen Basketball.

Dass die Niederlage am Ende so deutlich ausfiel, lag dieses Mal nicht an den gewohnten Konzentrationsmängeln. 

Auch Daniel Klatt (links), der in der Regel selten zum Zuge kommt, erhielt von Spielertrainer Leo Niebuhr ein Extralob.

Dem Tabellenletzten der 1. Regionalliga ging nach dem 62:64-Rückstand nach dem dritten Viertel schlichtweg die Kraft aus. Gerade einmal neun Akteure konnte Spielertrainer Leo Niebuhr aufbieten. Andreas Wendler hatte am Freitag nach zweiwöchiger Krankheit seine erste Trainingseinheit absolviert. Hassan Salim spielte trotz anhaltender Knieprobleme und der im Spiel stark agierende Fritjof Dueholm knickte im dritten Viertel um und musste verletzt passen. Das war des Guten zu viel. „Am Ende hat uns die Luft gefehlt. Wir waren einfach platt“, erklärte Niebuhr die dann doch deutliche Niederlage mit dem sich abzeichnenden Konditionseinbruch.

Im letzten Durchgang gelangen den Ebstorfern dadurch nur noch sechs Punkte. Zuvor war die Mannschaft gegenüber den Vorwochen nicht wiederzuerkennen, obwohl sie sowohl nach dem ersten Viertel sowie auch zur Pause hinten lag (23:28, 40:48). Doch der unermüdliche Einsatz zahlte sich aus. Mit schnellem Spiel, präzisen Pässen und exzellenter Wurfquote übernahmen die Heide Knights beim 58:57 die Führung und gewannen den Abschnitt Nummer drei mit 22:16. Auffällig war, wie sich die Spieler gegenseitig anfeuerten und bedingungslos um die Bälle kämpften. „Diese Emotionen haben Kräfte freigesetzt. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht und tolle Moral bewiesen. Das ist angesichts der Gesamtsituation nicht selbstverständlich“, lobte Niebuhr. Dazu trugen auch die selten zum Zug kommenden Carsten Bieler und Daniel Klatt bei, wie Niebuhr hervorhob: „Das war hervorragend.“

Von Arek Marud

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