VfB Lübeck gewinnt hochkarätig besetztes Hallenturnier des SV Holdenstedt / Polizei bringt Vereinsbus zum Laufen

„Spaß haben und genießen“

+
Einen guten Eindruck hinterließen die Berliner von Hertha Zehlendorf.

Uelzen. Der Sieg bei dem vom SV Holdenstedt ausgerichteten und hochkarätig besetzten 3. REWE Holly-Cup ging an den VfB Lübeck. Die Schleswig-Holsteiner bezwangen am Sonntagabend im Finale ihren Erzrivalen Holstein Kiel mit 4:1 Toren.

Insgesamt zwölf U14-Teams gingen am Tag nach dem 11. AZ-Presse-Cup in der Sporthalle am Uelzener Herzog-Ernst-Gymnasium an den Start, darunter auch zwei Vertretungen des Gastgebers. „Die Jungs sollen Spaß haben und es genießen“, gab SV Holdenstedts Trainer Andreas Ebermann die Devise aus.

Vor allem die erste Mannschaft der Lila-Weißen hatte ihren Spaß, schlug Eintracht Braunschweig und trotzte dem späteren Vierten Hertha Zehlendorf ein 1:1 ab. Ärgerlich: Gegen den bis dahin punktlosen MTV/Treubund Lüneburg kassierte der SVH erst zehn Sekunden vor Schluss den 1:1-Ausgleich. Dieser Nackenschlag und das glatte 0:3 gegen Borgfeld vermasselten eine bessere Vorrundenplatzierung als Rang fünf. Immerhin sprang durch einen Sieg im Platzierungsspiel gegen Drochtersen/Assel noch der neunte Gesamtrang heraus. Die zweite SVH-Mannschaft wurde Letzter, verbuchte aber beim 3:3 gegen Heidkrug immerhin einen Teilerfolg. Ebermann: „Am Ende hat die Kraft gefehlt, ich bin aber hochzufrieden.“

Turniersieger VfB Lübeck stellte mit Antonio Verinac auch den besten Spieler der Veranstaltung. Kurios: Diese Auszeichnung hatte er bereits beim 1. Holly-Cup vor zwei Jahren erhalten, seinerzeit trug Verinac allerdings noch das Trikot des FC St. Pauli.

Die Holdenstedter heimsten für die Organisation viel Lob ein. RB Leipzig gab sogar schon seine Zusage für das nächste Jahr. Die Rasenballsportler waren ebenso wie Hertha Zehlendorf bereits am Sonnabend angereist, wurden bei SVH-Spielern und in der Uelzener Jugendherberge untergebracht. Zudem stand ein gemeinsames Abendessen im Klubheim auf dem Programm.

So rund es später auch lief, der Start am Sonntagmorgen hakte: Der SVH-Vereinsbus sprang nicht an! Doch die zufällig anwesende Polizei brachte das Gefährt wieder zum Laufen. Ebenfalls erwähnenswert: Der symbolische Eintritt von einem Euro wird dem Uelzener Tierheim gespendet. Immerhin kamen dank des ordentlichen Besuches so fast 200 Euro zusammen. Genau 200 Euro investierte auch Marc Chluba und ersteigerte das Trikot von Bayern-Star Arturo Vidal. „Das Geld fließt in die Mannschaftskasse, wir wollen im Sommer vier Tage in die Niederlande“, erklärte Ebermann. Auch die übrigen hochwertigen Preise der Tombola, darunter Trikots und ein TV-Gerät, fanden glückliche Gewinner. Für einen weiteren Stimmungs-Höhepunkt sorgte ein Einlagespiel der Holdenstedter U7-Torpiraten gegen Bodenteich.

Von Immo de la Porte

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare