Starke erste Hälfte sichert Emmendorf den 2:0-Auswärtssieg in Rosche

Souverän, aber glanzlos

Der Roscher Ole Hilmer (rechts) schlägt den Ball vor dem heranstürmenden Benjamin Silbermann aus der Gefahrenzone heraus. Malte Schulz (links) und Marius Görlach beobachten die Szene.

Rosche. Der SV Emmendorf hat sich von seiner ersten Saisonniederlage in der Vorwoche beim Vastorfer SK nicht negativ beeinflussen lassen.

Der Bezirksliga-Tabellenführer gewann das Derby beim SV Rosche mit 2:0 und führt die Tabelle weiter mit drei Punkten vor dem TSV Gellersen an.

Zugleich bremsten die Emmendorfer den SV Rosche aus (vier Siege aus den letzten fünf Spielen). Dies geschah bereits frühzeitig und vor der Pause. Rosches Plan, lange ein Gegentor zu vermeiden, war schon nach 14 Minuten Makulatur. Till Marks setzte im Strafraum energisch nach und wurde von Marius Görlach gefoult. Francesco Sabatino verwandelte den Strafstoß zur 1:0-Gästeführung. Nach 37 Minuten gewann Benjamin Silbermann auf der linken Seite das Laufduell gegen Malte Schulz, zog nach innen und traf sehenswert ins rechte untere Eck zum 2:0. Eine hochverdiente Führung des Tabellenführers, der nach acht Minuten ein Tor durch Luca Schenk verpasste, der nach Silbermann-Pass am starken SVR-Torwart Bastian Drögemüller scheiterte. Marcel Albry vergab freistehend mit einem zu harmlosen Flachschuss (24.). Auf der Gegenseite schoss Felix Popko aus Nahdistanz über das Tor (22.).

In der zweiten Hälfte spielte der Favorit nicht mehr so zielstrebig nach vorne, hatte aber weitere zwei Chancen, darunter ein Kopfball von Timo Würker, die Drögemüller vereitelte (60., 75.). „Da waren wir recht passiv und haben das Ergebnis verwaltet. In der zweiten Halbzeit war das zu wenig nach vorne“, sagte Emmendorfs Trainer Achim Otte, der dennoch „sehr zufrieden“ damit war, dass sich das Team nach dem 0:1 in Vastorf schnell wieder fing.

Rosches Coach Malte Weber zog ein spiegelverkehrtes Fazit. „In der zweiten Halbzeit waren wir stärker, die erste Hälfte war schwach. Es ist keine Schande, gegen Emmendorf zu verlieren.“ Allerdings hätte er sich zu Beginn mehr Genauigkeit gewünscht. „Man kann schon erwarten, dass ein Vier-Meter-Pass ankommt.“

Von Arek Marud

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