1. Kreisklasse: Hanstedt ohne sechs / TSV wieder in Holdenstedt

Soldaten-Fraktion fehlt

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Statt Befreiungsschlag weiter Abstiegskampf: Bei Germania Ripdorf (links Lucas Ruttig) bleibt die Lage angespannt. Der TSV Jastorf (Mathias Morawe) rechnet mit einem heißen Tanz gegen die SVG Oetzen/Stöcken. 

Uelzen/Landkreis – 20. Spieltag in der 1. Fußball-Kreisklasse. Dabei kommt es zu einer Begegnung, die es in dieser Spielzeit schon mal gab. Der TSV Suhlendorf musste sein Heimrecht weggeben und gastiert nun erneut bei Tabellenführer SV Holdenstedt.

Der Tabellenzweite TuS Ebstorf steht vor seiner Auswärtsaufgabe in Stadensen unter Druck, spürt förmlich den Atem der Verfolger. Außerdem muss der SV Hanstedt ausgerechnet vor dem wichtigen Abstiegsgipfel in Liepe auf seine Bundeswehrfraktion verzichten, und der SV Molzen hofft auf die heilenden Hände seines Physiotherapeuten.

SV Holdenstedt – TSV Suhlendorf (So., 15 Uhr)

Kurios: Exakt diese Ansetzung gab es schon in der Hinrunde. Da das Suhlendorfer Vereinsheim belegt ist, zudem kein Ausweichtermin gefunden wurde, tritt der TSV erneut auswärts an. Das muss kein Nachteil sein, schließlich holte der Drittletzte zehn seiner zwölf Punkte in der Fremde. Zuletzt gab es einen 2:1-Sieg in Emmendorf. „Wir müssen aus dem letzten Spiel Selbstvertrauen tanken, etwas Glück haben und Holdenstedt darf nicht seinen besten Tag erwischen“, meint Trainer Stephan Lindemann. Die Holdenstedter sind bestens aus den Startlöchern gekommen, brannten beim 7:0 gegen Gartow ein Feuerwerk ab. „Wir dürfen Suhlendorf nicht unterschätzen, müssen konzentriert das Spiel beginnen“, appelliert Coach Martin Lübkert an seine Elf. Die muss übrigens ohne Stammkeeper Marcel Hartwig (beruflich) auskommen.

TuS Wieren – TSV Wriedel (So., 15 Uhr)

Die Wierener Serie hielt auch bei Topteam Ebstorf. Der Tabellensechste ist nunmehr seit neun Partien unbesiegt. Trainer Mike Schneider stehen zudem wieder mehr Spieler als zuletzt zur Verfügung, in Ebstorf waren es ja nur deren elf. „Ich denke, es wird wieder ein enges Spiel mit offenem Ausgang wie im Hinspiel (1:1)“, blickt Schneider voraus. Die Wriedeler fuhren gegen Liepe die eingeplanten Siegpunkte ein, verkürzten den Rückstand auf den zweiten Platz auf sechs Punkte. Immer noch eine Menge Holz, sodass der TSV auch in Wieren auf die drei Zähler gehen muss. „Uns erwartet ein Gegner, der jeder Mannschaft Probleme bereiten kann“, äußert sich Coach Dirk Bahr. Der muss auf Abwehrroutinier Chris Vogel und Malte Tödter (beide privat) verzichten, was die personellen Möglichkeiten der Blau-Gelben weiter einengt.

TuS Liepe – SV Hanstedt (So., 15 Uhr)

Abstiegskampf ist in Liepe angesagt. Die Hanstedter (13./15 Punkte) könnten mit einem Sieg einen Konkurrenten (16./11) abhängen. Ausgerechnet bei diesem Sechs-Punkte-Spiel hängt der SVH personell durch. Die Soldaten Tobias Hackhe, Pierre Ruprecht, Mirco Bandholz, Lukas Piehl, Marcel Hanglberger und Pascal Teschner müssen alle Dienst schieben. Dennoch sieht Trainer Alexander Hamp nicht schwarz: „Ich glaube an den Rest der Mannschaft, auf den man sich immer verlassen kann.“ Hamp, der selbst nicht da ist und von Metin Aras vertreten wird, will unbedingt dreifach punkten („ein bisschen Abstand nach unten wäre wunderbar“), warnt aber auch vor einem Unterschätzen des Schlusslichtes.

SV Stadensen – TuS Ebstorf (So., 15 Uhr)

Stadensen (8.) kann sich spätestens nach dem Sieg in Küsten den Blick Richtung Abstiegsplätze sparen. Gegen den Aufstiegskandidaten gibt Trainer Olaf Bode „so teuer verkaufen wie möglich“ als Motto aus. Er sieht seine Elf als klaren Außenseiter, erwartet eine Ebstorfer Mannschaft, die gerade nach dem Punktverlust gegen Wieren alles daran setzen wird, die Siegpunkte einzusacken. Marius Meyer, Ebstorfs Co-Trainer, spricht von einem „unangenehmen Gegner“. Unter der Woche arbeitete der TuS die Fehler aus dem Spiel gegen Wieren auf. „Besser in der Defensive stehen, in der Offensive die Chancen konsequenter nutzen“, wünscht sich Meyer für das Gastspiel im Storchenpark.

Germania Ripdorf – TuS Wustrow (So., 15 Uhr)

Statt Befreiungsschlag weiter Abstiegskampf – das bittere 3:4 in Hanstedt dürfte den Germanen (12.) noch in den Gliedern stecken. Und nun kreuzt Spitzenteam TuS Wustrow (4.) auf. Im Normalfall dürfte da für die Schwarz-Weißen nicht viel zu machen sein, allerdings ließen die Fehl-Kicker auswärts immer auch mal Punkte (Jastorf, Stadensen) liegen. „Wustrow war bisher spielerisch der Ligaprimus“, urteilt Trainer Florian Damm, dessen Elf im Hinspiel mit 2:7 unterging. Personelle Lichtblicke: Sebastian Schenk (angeschlagen) und Torben Schenck (Gelbsperre) können wieder mitmischen.

TSV Jastorf – SVG Oetzen/St. (So., 15 Uhr)

Beide Teams weisen Parallelen auf. So holten sie (erwartbaren) Siege, um dann am Vorsonntag (erwartbare) Niederlagen einzustecken. Auch tabellarisch liegt nur ein Platz und ein Punkt zwischen den Teams. Jastorfs Trainer Malte Weber erwartet denn auch einen „heißen Tanz“, kann dafür aber im Vergleich zum Wustrow-Spiel auf einen (fast) kompletten Kader zurückgreifen.

Sascha Hartig vom SVG-Trainerteam fordert von seiner Elf, die Anfangsphase nicht wie zuletzt gegen Molzen (0:2 nach 14 Minuten) zu verschlafen. „Ein Spiel dauert 90 Minuten und diese muss man auch voll konzentriert bei der Sache sein!“ Hartig möchte zudem gegen einen „sehr unangenehmen“ Gegner in der Offensive mehr Kreativität sehen.

SV Molzen – SV Emmendorf II (So., 15 Uhr)

Da waren es nur noch drei Punkte Rückstand – die Molzener schnuppern mehr denn je am Relegationsplatz. „Wir wollen nachlegen“, fordert Vorsitzender Axel Jacobs vor dem Derby gegen Emmendorf. Personell gibt es erstmals seit längerer Zeit einige Fragezeichen. „Unser Physio Kai Liebner hat bis Sonntag noch eine Menge zu tun“, hofft Jacobs darauf, dass sich der Kader füllt.

Die Emmendorfer enttäuschten am Vorsonntag, unterlagen Kellerkind Suhlendorf. „Wir haben keine Konstanz in unserem Spiel. Gegen Holdenstedt hui, gegen Suhlendorf pfui“, bedauert Trainer Stephan Brinkmann, der in Molzen auf die Schokoladenseite seiner Elf hofft. Brinkmann befürchtet, wie schon zuletzt, einen ausgedünnten Kader.

VON IMMO DE LA PORTE

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