Barum-Krise: Bedingungslose Jobgarantie für Braun/Bäsler

„Das sind unsere Jungs“

Barums neues Trainergespann Nicolai Bäsler (links) und Waldemar Braun hat sich den Start anders vorgestellt. Der Bezirksligist holte erst drei Punkte in sieben Spielen.
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Barums neues Trainergespann Nicolai Bäsler (links) und Waldemar Braun hat sich den Start anders vorgestellt. Der Bezirksligist holte erst drei Punkte in sieben Spielen. 

Barum – Krise statt Aufbruch. Abstiegskampf statt Tabellenmittelfeld. Der Fußball-Bezirksligist MTV Barum steckt mal wieder in der Krise. Doch die scheint dieses Mal viel brisanter zu sein.

Nach sechs teils sehr deutlichen Niederlagen und nur drei Punkten aus sieben Partien liegen die Barumer vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den TuS Netze auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Das Schlimme daran: Besserung ist nicht in Sicht. „Es kann sein, dass wir bis zur Winterpause keinen Sieg holen“, schätzt der MTV-Vorsitzende Torsten Lehmann die Lage realistisch ein.

In Winterpause retten

Durch die Ausfälle einiger Leistungsträger und den schmalen Kader ist das Team überfordert. „Wir hatten gebetet, dass uns das Verletzungspech nicht heimsucht. Die Größe und Qualität des Kaders kann sich nun nicht dagegen stemmen“, sieht Lehmann kaum Lösungsansätze.

Prominenter Ausfall: Mittelfeld-Regisseur Simon Marks (links) fällt mit Mittelfußbruch lange aus.

Die Barumer sehnen schon jetzt das Hinrundenende herbei. „Unser kurzfristiges Ziel ist, sich in die Winterpause zu retten, um den Kader fitzukriegen und ihn vielleicht zu vergrößern“, hofft Lehmann auf Neuzugänge, hat aber damit durchaus auch Bauchschmerzen. „Wir vertreten die knallharte Philosophie, dass ein Spieler nicht mitten in der Saison einfach so den Verein verlässt und hätten als abgebender Verein auch kein Verständnis.“ Trotzdem wolle man die Ohren aufhalten, falls ein Spieler woanders zum Beispiel überhaupt nicht mehr zurechtkommt. „Große Hoffnung haben wir aber nicht“, glaubt Lehmann nicht so richtig an Verstärkungen.

Trainer-Treueschwur

Kurzschlussreaktionen schließt Lehmann zugleich aus. „Erst mal ist es wichtig, nicht die Nerven zu verlieren.“ Das neue Trainerduo Nicolai Bäsler und Waldemar Braun bekomme genug Zeit, um ein schlagkräftiges Team zu formen. Zur Erinnerung: Auch Vorgänger Philipp Zimmermann startete desolat, Andreas Lindeau hatte früher ebenfalls einige Krisen zu meistern. Lehmann steht hinter Braun und Bäsler und gibt ihnen eine Jobgarantie: „Unser Verein ist für langfristige Arbeit bekannt. Wenn es sein muss, bekommen Waldemar und Nico genug Zeit, um sich zu akklimatisieren. Das sind unsere Jungs. Von unserer Seite wird nichts eingeleitet.“

Trotz aller Harmonie nimmt Lehmann einige Spieler in die Pflicht, die ihrer Form hinterherlaufen, um die Bezirksliga zu halten. „Ein Abstieg wäre fatal.“ Über so etwas zu sprechen, sei ohnehin viel zu früh. Lehmann: „In der Winterpause ist noch niemand abgestiegen.“

VON AREK MARUD

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