Sievers: „Werden uns unterhalten“

Till Marks (liegend) und Nikolai Bäsler (rechts) müssen nach den zwei Heimniederlagen wieder aufstehen, um nicht auf den letzten Tabellenplatz abzurutschen. Foto: kl

Uelzen. Die Ernüchterung war allen anzumerken: Nach den zwei verlorenen Heimspielen über die Osterfeiertage gegen Northeim (1:2) und Nordhorn (0:1) gelang nicht der gewünschte erste Sieg unter Trainer Ralf Sievers. Ganz im Gegenteil: Verlieren die Oberliga-Fußballer von Teutonia Uelzen am Sonnabend, 16 Uhr, ihr drittes Heimspiel in Folge gegen den Tabellenletzten TuS Güldenstern Stade stehen sie am Ende der Tabelle.

„Die Rote Laterne wollen wir natürlich nicht übernehmen“, erklärt Teutonias Trainer Ralf Sievers, der im Spiel Vorletzter gegen Letzter wieder auf Mazan Moslehe, Alessandro Helmke und Torwart Christoph Heckert verzichten muss. Außerdem steht noch nicht fest, ob Manuel Kraft mitwirken kann. „Die Stader haben nach dem klaren 4:0 gegen Arminia Hannover sicherlich einen psychologischen Vorteil und kommen mit Selbstvertrauen angereist“, so Sievers, der die von Trainer Martin König betreute Mannschaft zu schätzen weiß. „Genauso wie wir, haben die Stader ihre Spiele oft nur mit einem Tor verloren und in den letzten Auftritten verhältnismäßig gute Ergebnisse eingefahren. Das wird sicherlich nicht leicht. Sie werden hochmotiviert zu Werke gehen“, so Sievers. Der Teutonen-Trainer rechnet damit, dass die Stader offensiv ausgerichtet spielen werden. Beim 4:0-Heimsieg gegen Hannover traten sie mit drei Spitzen auf, die allesamt trafen. Patrick Klee ist der Toptorjäger der Stader mit 10 Treffern, aber auch Maik van Huffel (5 Treffer) und Anis Aichaoui (3 Treffer) sind zu beachten. Aber die Uelzener wollen die Heimpartie gewinnen und werden offensiver agieren als zuletzt. „Trotzdem müssen wir hinten kompakter stehen, wir kassieren einfach zu viele Gegentore, das muss sich ändern“, fordert Sievers.

Im Hinspiel in Stade konnten die Blau-Gelben aus Uelzen ihren einzigen Auswärtssieg in der Oberliga bejubeln und gewannen mit 3:2. Sollte am Sonnabend ein weiterer Erfolg herausspringen, würden die Teutonen zumindestens nicht als Tabellenletzter absteigen. Wie Teutonia Uelzen in der kommenden Landesliga-Saison personell aufgestellt ist, steht noch in den Sternen. Sievers wird sich nach der Partie gegen den TuS Stade mit dem Vorstand zusammensetzen und die Lage analysieren. „Ich habe einen Vertrag bis Juni 2012. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, so Sievers, „aber es ist doch klar, dass wir uns besprechen müssen, wenn ich mit dem Team noch nicht ein einziges Spiel zusammen gewonnen habe.“ Dass der zur Winterpause gekommene Sievers den Abstieg verhindern würde, war von Anfang an nicht mehr als Wunschdenken. „Für die Mittel und Möglichkeiten, die Teutonia hat, ist ein Ligaerhalt in der Oberliga utopisch“, ergänzt Sievers.

Von Alexander Barklage

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