Sievers stellt Zukunft in Frage

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Der Einsatz stimmte: Manuel Kraft kämpft um den Ball.

Uelzen - Von Bernd Klingebiel. Nach der 0:1-Heimniederlage am frühen Sonntagabend gegen Eintracht Nordhorn hat Trainer Ralf Sievers seine Zukunft beim Fußball-Oberligisten Teutonia Uelzen in Frage gestellt.

Der Ex-Profi, dessen Vertrag bis zum Sommer 2012 datiert ist: „Wenn es am kommenden Sonnabend gegen Stade kein Erfolgserlebnis gibt, dann muss man sich ernsthaft Gedanken machen, wie es weitergehen soll, dann ist es für die Mannschaft vielleicht besser, ein neues Gesicht zu sehen.“ Sievers bezeichnete dies als „die Pflicht eines Trainers“.

Erst zu Jahresbeginn hatte er Achim Otte bei den Blau-Gelben abgelöst in dem Bewusstsein, im Kampf gegen den Abstieg eine eigentlich unlösbare Aufgabe übernommen zu haben. Allerdings gelangen der Mannschaft in zwölf Spielen unter seiner Regie nur fünf Unentschieden bei sieben Pleiten.

Die Partie gegen die Eintracht aus Nordhorn war wenig spektakulär. Teutonia zeigte sich gegenüber der teils desolaten Vorstellung zwei Tage zuvor gegen Northeim zwar erheblich verbessert, doch eine echte Siegchance bestand nicht. Nordhorn markierte bereits in der 13. Minute durch Danny Arend das spielscheidende Tor, als er nach einem Pass in die Tiefe allein vor Schlussmann Thorben Reinhardt auftauchte und die Kugel versenkte.

 Kurz zuvor hatte der sehr bewegliche und stark spielende Danny-Torben Kühn die Führungschance, doch statt selbst abzuziehen suchte er seinen gut postierten Nebenmann Nicolai Bäsler. Der Pass kam aber nicht an.

Nach einem verwehrten Elfmeter nach Foul von Toni Purrucker an Nordhorns Bertino Nacar vor dem Seitenwechsel erarbeiteten sich die Gäste im zweiten Durchgang reihenweise beste Möglichkeiten, scheiterten jedoch am guten Reinhardt oder an der eigenen Abschlussschwäche.

 Und so wäre die Partie fast doch noch gekippt: Der Kreisliga-Torjäger aus der Zweiten, Daniel Meyer, hatte kurz nach seiner Debüt-Einwechslung den Ball per Kopf schon am FC-Torwart-Hünen Andre Lange vorgespitzelt, dann aber aus schräger Position das leere Tor verfehlt. Und in der Nachspielzeit fehlte Nicolai Bäsler frei vor dem Kasten die Entschlossenheit, die Pille mit Wucht ins Tor zu nageln. Sein Schüsschen bot keine echte Gefahr. Nordhorns Trainer Shefqet Lajci atmete auf: „Wir haben alle 30 Sekunden eine Chance und können plötzlich doch noch bestraft werden.“

• Teutonia Uelzen: Reinhardt – Marks, Kraft, Purrucker, Sabatino – Papa (80. Blödorn), Nowak, Bäsler, Flügge (68. Meyer) – Börngen (80. Arndt), Kühn; beste Spieler: Kühn, Reinhardt; Schiedsrichterin: Verena-Kordula Schultz (Wolfsburg); Zuschauer: 202.

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