Ein Schritt vor, zwei zurück

+
Der NFV hält trotz eindeutiger Ablehnung der Vereine weiter an seinem Ziel fest, die Saison spätestens ab dem 1. September fortzusetzen.

Uelzen/Barsinghausen – Die Suche nach dem nächsten Schritt aus der Corona-Krise dauerte bis in den späten Abend. Am Montag hat der Niedersächsische Fußballverband (NFV) vier mögliche Varianten für den weiteren Verlauf der seit dem 13. März ausgesetzten Saison ausgesiebt.

Und hebt die von einer klaren Mehrheit der Vereine bereits abgelehnte Fortführung der Saison wieder aufs Schild.

In der von NFV-Präsident Günter Distelrath geleiteten Videokonferenz des Verbandsvorstandes verständigten sich die Präsidiumsmitglieder und die Vorsitzenden der 33 niedersächsischen Fußballkreise auf vier Varianten. Sie sind das Ergebnis einer Bündelung von zahlreichen Vorschlägen.

. Variante eins: Saisonabbruch 2019/20 mit Auf- und Abstieg nach Quotienten-Regelung (Ergebnis der erreichten Punkte geteilt durch die Anzahl der ausgetragenen Spiele);

. Variante zwei: Saisonabbruch nach Quotienten-Regelung mit Aufstieg, aber ohne Abstieg;

. Variante drei: Saisonabbruch durch Annullierung (kein Auf- und Abstieg);

. Variante vier: Fortsetzung des Spieljahres 19/20.

Nun muss sich Niedersachsens Fußball auf einem außerordentlichen Verbandstag für eine der Varianten entscheiden. „Aufgrund der Dringlichkeit haben wir uns dafür entschieden, die in der Satzung vorgesehene Antrags- und Ladungsfrist von zehn Wochen zu verkürzen. Der 27. Juni ist das Datum, bis zu dem wir den Verbandstag spätestens durchgeführt haben wollen“, erklärte Günter Distelrath.

Zudem einigte sich der Verbandsvorstand darauf, die vier Varianten seinen Vereinen vorzustellen, um sich erneut mit den Klubvertretern auszutauschen. Am 16. Mai soll ein gemeinsames Webinar für die vier Bezirke abgehalten werden.

„Im Kontext der am 6. Mai von der Bundesregierung verkündeten weiteren Reduzierungen der Corona-Beschränkungen und insbesondere mit Blick auf die durch die Landesregierung für den Sport in Niedersachsen geltenden Lockerungen – Trainingsbetrieb unter Beachtung der Distanz- und Hygienevorschriften – halten wir diesen Schritt für sinnvoll und notwendig“, erklärte Distelrath.

VON BERND KLINGEBIEL

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare