Oldenstadts Andreas Mnich hat in der Corona-Pause neue Kraft getankt

Schritt für Schritt mit dem Sohn

„Das ist mein Verein“: Einen anderen Klub als den FC Oldenstadt kann sich Betreuer Andreas Mnich nicht vorstellen. Er ist inzwischen seit 1994 im Verein, für sein großes Herz und die Gastfreundschaft bekannt.
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„Das ist mein Verein“: Einen anderen Klub als den FC Oldenstadt kann sich Betreuer Andreas Mnich nicht vorstellen. Er ist inzwischen seit 1994 im Verein, für sein großes Herz und die Gastfreundschaft bekannt.

Uelzen-Oldenstadt – Es gibt viele Dinge, die zusammengehören. Die Königin zum König, das Auto zur Straße oder auch Andreas Mnich zum FC Oldenstadt. Der Betreuer des Fußball-Kreisligisten ist der nächste Ehrenamtliche in der zuletzt pausierenden AZ-Serie „Die Heimlichen Stars“.

Die letzten Monate waren erholsam. In der Corona-Pause hat Andreas Mnich neue Kraft getankt und sich von dem stressigen Betreueralltag erholt. „Das hat mir gutgetan. Ich konnte runterkommen. Kein Fußballtraining, keine Vorstandssitzungen, keine Hetzerei“, erzählt Mnich. Nun ist er froh, dass die Fußballpause vorbei ist. „Jetzt muss es langsam weitergehen.“

Vater und Sohn teilen Fußball-Leidenschaft

Mnichs Herz hat schon immer für den Fußball geschlagen. 1994 war er in den Verein gekommen, für den er noch heute alles gibt: Der FC Oldenstadt. Damals meldete der heute 58-Jährige nicht nur sich, sondern auch Sohn Pascal im Klub an. Bis heute ist es ein Vater-Sohn-Ding zwischen den beiden geblieben. Zuerst war Mnich der Jugendcoach seines Juniors (und nebenbei Spieler der Herren-Reserve), ab 2006 dann Betreuer der 1. Herren. „Das war auf Eigeninitiative“, erklärt er. Pascal war zum selben Zeitpunkt von der U17 zu der Herren-Erstvertretung gekommen. „Ohne meinen Vater könnte ich es mir nicht vorstellen. Das Hobby ist durch das Leben weg unsere Leidenschaft“, betont Sohnemann Pascal.

Seit gut 14 Jahren ist Andreas Mnich nun FCO-Betreuer. Vieles steht auf dem Programm: Trikots raussuchen oder Spielberichte anfertigen. Aber auch die Gastfreundlichkeit. „Wichtig ist für mich, dass sich die Leute, die hierher kommen, wohlfühlen. Egal, ob Schiedsrichter oder Gastmannschaft“, erklärt der FC Bayern-Fan sein Hauptaugenmerk. Sicherlich auch, weil er nebenbei noch in der Presse- und Öffentlichkeits-Arbeit sowie als 2. Vorsitzender des Vereins tätig ist. „Da versuche ich, den Spagat zu finden“, will Mnich diese Tätigkeiten vom Betreuer-Dasein trennen.

Highlights gab es für den Ehrenamtler viele. Pokalsiege, Aufstiege, den AZ-Presse-Cup. Aber auch Teamfahrten nach Mallorca und Bulgarien. Ohnehin ist der 58-Jährige eng mit der Mannschaft verzahnt. „Er ist im Team sehr wichtig, hat ein großes Herz für die Jungs und ist dementsprechend sehr beliebt“, erklärt Pascal Mnich, warum sein Vater ein hohes Ansehen genießt.

Auch wegen dieser engen Verbundenheit zum Team und zum Verein beschäftigte ihn die Abstiegsnot im Frühjahr in der Kreisliga. „Das nahm einen schon mit. Das war eine knappe Kiste“, erinnert sich Mnich. Der Saison-Abbruch ohne Absteiger wischte im Sommer die Abstiegssorgen vom Rasen.

Geglückte Integration

„Gemeinsamkeit“ ist ein wichtiges Wort für Mnich und den FC Oldenstadt. Der Betreuer half vor wenigen Jahren dabei mit, den Syrer Maan Tabbaa (heute Union Bevensen) zu integrieren. „Er war auf einem Spaziergang, hörte jubelnde Menschen am Sportplatz“, erzählt Mnich. Tabbaa schloss sich dem FCO an – ohne ein Wort Deutsch zu sprechen. „Er wurde richtig integriert. Wir haben uns unter anderem um einen Ausbildungsplatz gekümmert. Jetzt hat er seine Ausbildung bestanden“, freut sich Mnich über die gelungene Integration seines Ex-Schützlings. Mit ihm steht er übrigens noch heute in Kontakt. VON ROUVEN PETER

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