Die Liga fürchtet die Torfabrik: Doch Emmendorf stellt sich in Barum auf ein ganz enges Spiel ein

„Das ist schon Wahnsinn“

Barum/Emmendorf. Die Furcht vor dem SV Emmendorf wächst. Und ist ist auch beim MTV Barum spürbar: „Eigentlich ist das eine Landesliga-Mannschaft. Das ist schon Wahnsinn“, lobt Barums Trainer Andreas Lindenau den kommenden Gegner in höchsten Tönen.

Und Lindenau stellt sich durchaus darauf ein, dass sich auch sein Team am Sonntag ab 15 Uhr vor heimischer Kulisse eine Niederlage gegen den furios gestarteten Bezirksliga-Meister abholt. Die Ergebnisse, der Kader, die Entwicklung. Aus Lindenaus Sicht spricht so ziemlich alles für die Gäste. „Achim Otte und Till Marks (Emmendorfs Trainer, Anm. d. Red.) haben die Mannschaft in diesem Kalenderjahr auf ein neues Level gehoben. Das hatte man bereits in der Rückrunde gesehen. Und personell sind sie auf allen Positionen doppelt besetzt.“ Zumindest aber will der MTV das Schicksal von Lüchow (1:7), Dannenberg (1:9) und Ilmenau (0:8) nicht teilen. Wie man gegen den Torexpress besteht, verrät Lindenau auch. „Wir müssen über uns hinauswachsen, jeder muss eine Top-Leistung bringen und 90 Minuten fehlerfrei bleiben.“ Lücken und Räume bei Angriffen müssten konsequent geschlossen werden.

In Emmendorf leidet trotz des Top-Starts niemand an Größenwahn. Coach Achim Otte hatte nach der Ilmenau-Gala erklärt, dass nicht die Tordifferenz, sondern die Punkteanzahl im Titelkampf entscheidet. Und da liegen die Rivalen TSV Gellersen und SV Küsten nach drei Spieltagen gleichauf. Till Marks, bis Sommer 2015 in Barum Spielertrainer, will diese Mega-Resultate ebenfalls nicht überbewerten. „Dafür gibt es keine Extrapunkte. Und es wird bis Saisonende eng bleiben.“

Er geht ohnehin davon aus, dass die Torkünstler in Barum mächtig gefordert werden. „Das wird ein ganz schweres Spiel. Wir haben dort in der letzten Saison verloren.“ Fragen nach weiteren Kantererfolgen hört Marks sehr ungern. „Es ist schön, dass es läuft. Aber wir rechnen vor einem Spiel nie damit, dass wir einen Gegner mit fünf, sechs Toren deklassieren. Wenn wir mit solch einer Einstellung ins Spiel gehen, dann wird es nichts.“ Die Entwicklung sei jedoch zu sehen. „Und das ist auch das, was wir uns auf die Fahnen geschrieben haben.“

Von Arek Marud

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