Der „schleifende Kumpel“

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Cheftrainer-Debüt: Vor dem Spiel in Embsen fordert Maurice Maus von den Spielern mehr Ernsthaftigkeit.

Uelzen – Neuer Trainer, neue Ansagen. TVU-Coach Maurice Maus verlangt von seinen Spielern mehr Ernsthaftigkeit.

Klartext vom neuen Cheftrainer: „Erst Training, dann Geburtstag“, fordert der neue Coach des Landesligisten TV Uelzen, der am morgigen Sonntag (17 Uhr) beim Tabellenzweiten MTV Embsen gastiert.

Demnach sollen sich die Spieler ein Stück Professionalität aneignen. „Alle müssen an sich mehr arbeiten und mehr Rücksicht auf den Sport nehmen“, fordert der Nachfolger von Detlef Wehrmann.

Auch sportlich will Maus einiges verändern. Das Interessante dabei: Uelzens neuer Hoffnungsträger will gern Konzepte aus der Schublade auspacken, die unter dem früheren Coach Herbert Mendrizik einstudiert wurden. „Es sind keine Hexereien. Aber sie passen auf uns“, sagt Maus und meint damit vor allem die Laufwege. Was ihm zuletzt nicht gefiel, war die passive Spielweise des TVU. „Wir haben uns den Ball 12, 13 Meter vor dem Tor hin und her gespielt, statt den Gegner durchs Stoßen unter Druck zu setzen. Unsere Laufwege erschrecken keinen.“ Auch das Tempospiel ist verbesserungswürdig. „Das hat gelitten und ist verloren gegangen. Es hat aber nicht unbedingt etwas mit dem alten Trainer zu tun“, nimmt er seinen Vorgänger Wehrmann aus dieser Kritik heraus.

In Maus’ erstem Spiel als Cheftrainer – bei den Siegen in Celle und gegen Soltau hatte er die Mannschaft interimsweise betreut – muss der TVU ausgerechnet zum Titelaspiranten. Doch der neue Anführer ist gelassen. „Im Hinspiel (21:25) sahen wir auch nicht schlecht aus.“ Gegen die groß gewachsenen Embsener seien aussichtsreiche Wurfpositionen wichtig. „Wer groß ist, ist nicht unbedingt schnell“, hofft Maus auf einige Überraschungsmomente.

Ihm selbst kommt zugute, dass er bereits die Regionsoberliga-Handballerinen des TVU trainiert hat. Und welcher Trainertyp ist er? „Schleifender Kumpel“, schmunzelt Maus.

VON AREK MARUD

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