1. Kreisklasse: Wriedel empfängt Wieren / Oetzen/St. vor schwerer Aufgabe gegen Stadensen

Schlagabtausch der Titelkandidaten

Nach dem „Super-Job“ (Trainer Sascha Hartig) gegen Gartow rechnet die SVG Oetzen/Stöcken (links Alexander Meister) nun mit einem intensiven Spiel gegen den SV Stadensen.
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Nach dem „Super-Job“ (Trainer Sascha Hartig) gegen Gartow rechnet die SVG Oetzen/Stöcken (links Alexander Meister) nun mit einem intensiven Spiel gegen den SV Stadensen.

Uelzen/Landkreis – Blickpunkt Ernst-Bremer-Platz in Wriedel. Dort steigt am 2. Spieltag der 1. Fußball-Kreisklasse Süd das Duell der Titelkandidaten TSV Wriedel – TuS Wieren.

Die zum Start so überzeugende SVG Oetzen/Stöcken misst sich außerdem mit dem zum Auftakt ebenfalls siegreichen SV Stadensen. In den Begegnungen SV Emmendorf II – VfL Suderburg II und Germania Ripdorf – TSV Lehmke treffen allesamt Verlierer aufeinander, die einen Fehlstart vermeiden wollen.

TuS Bodenteich II – FC SG Gartow (So. 13 Uhr)

Der TuS Bodenteich deutete gleich beim Last-Minute-Triumph in Suderburg an, dass er eine bessere Rolle als in der vergangenen Saison spielen kann. Die Südkreisler haben sich deutlich verjüngt, der Durchschnitt lag bei gerade einmal 21 Jahren. Trainer Hadi Karamac war vor allem von der zweiten Halbzeit angetan: „Ich muss es der Mannschaft hoch anrechnen, wie sie alles reingehauen hat, Riesenkompliment.“ Die Gartower gingen dagegen kläglich mit 3:8 gegen die SVG Oetzen/Stöcken ein. Der Weggang der Leistungsträger Alexander Pewsdorf und Stelios Ballas muss eben erst einmal kompensiert werden. Karamac wittert eine gute Gelegenheit, stellt klar: „Alles andere als ein Sieg wäre eine Riesenenttäuschung!“

SV Emmendorf II – VfL Suderburg II (So., 13 Uhr)

Bitterer Start für die Emmendorfer: Das 1:6 in Suhlendorf war in der Form sicherlich nicht eingeplant. „Suderburg wird ein schweres Spiel. Die haben ein super Team und werden definitiv oben mitspielen. Trotzdem werden wir alles versuchen, uns dagegen zu stellen, um Suderburg das Leben schwer zu machen und trotzdem zu punkten“, blickt Trainer Dennis Figge voraus. Marcus Kirchmann, der in Suhlendorf den roten Karton sah, wurde gleich für fünf Wochen gesperrt.

Suderburgs Trainer Jörn Drögemüller befürchtet ein Einstellungsproblem, schließlich kanzelte seine Mannschaft die Emmendorfer erst unlängst mit 15:0 (!) ab. „Daher haben meine Männer das Spiel wahrscheinlich schon abgehakt und die drei Punkte in der Tasche. Aber Achtung: Sonntag wird eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen“, warnt er. Finn Aschmies wird bis auf Weiteres zwischen den Pfosten stehen.

SVG Oetzen/Stöcken – SV Stadensen (So., 15 Uhr)

„Die Jungs haben einen super Job gemacht“, blickt Sascha Hartig vom Trainerteam noch einmal kurz auf das eindrucksvolle 8:3 gegen Gartow zurück. Während vorn Spektakel herrschte, sah Hartig hinten einige defensive Wackler. „Diese wollen wir schnellstmöglich abstellen“, fordert der Coach, der sich gegen Stadensen an „intensive Spiele, die es in sich hatten“ erinnert.

Der starke Auftakt der SVG scheint auch im Lager der Gäste Wirkung hinterlassen zu haben. Trainer Felix Lüring spricht von einer herausfordernden Aufgabe und einer klaren Außenseiterrolle. „Oetzens Sturm mit Felix Meyer und Sebastian Bannehr gehören schon zum Besten, was die Liga zu bieten hat.“ Immerhin steht ihm ein vollzähliger Kader zur Verfügung.

TuS Liepe – Teutonia Uelzen II (So., 15)

In der letzten Saison erlebten die Gäste – damals noch als SG Rätzlingen/Teutonia II – in Liepe ganz bittere Momente, gingen 1:10 (!) unter. Doch die Uelzener haben mit dieser Mannschaft weder personell noch qualitativ etwas gemein. Der klare und hinten heraus auch verdiente 4:1-Sieg gegen Ripdorf war schon einmal ein guter Anfang für die blau-gelben Youngster.

„Liepe wird schwerer als Ripdorf“, vermutet Trainer Thorsten Raabe. Dennoch möchte er natürlich den Schwung mitnehmen, wäre mit einem Punkt bei dem in der Vorsaison heimstarken und in dieser Saison personell breiter aufgestellten TuS nicht unzufrieden. Die Teutonen haben alle Mann an Bord.

SC Kirch-/Westerweyhe – TSV Jastorf (So., 15 Uhr)

Guter Start für Aufsteiger SC Kirch-/Westerweyhe, das 1:1 in Wieren konnte sich wirklich sehen lassen. „Nach dem phasenweise guten Spiel in Wieren wartet nun wieder eine der besseren Mannschaften. Doch daheim und mit der gleichen Einstellung werden wir es den Jastorfern hoffentlich lange schwer machen“, sagt Carsten Behnke vom SCK-Trainerteam. Dennoch peilt er die drei Punkte an, bangt dabei um Sturmführer Lars-Hendrik März. Definitiv fehlen wird Moritz Markefke (Studium).

Jastorfs Trainer Malte Weber gibt die Favoritenrolle an die Heimelf ab, räumt aber ein, dass seine Schützlinge durch das 6:1 gegen Rätzlingen Selbstvertrauen getankt haben. „Gegen Westerweyhe wird es jedoch wesentlich schwerer, einen Sieg zu holen.“ Verzichten muss der TSV auf Rachid El Hiba, Friedrich Strampe, Patrick Mainusch, Nico Giese; Der Einsatz von Martin Warnecke ist fraglich. Der SCK erinnert an das Mitbringen von Mund-Nasenschutz und Sitzgelegenheiten.

TSV Wriedel – TuS Wieren (So., 15 Uhr)

Beide Teams werden hochgehandelt, zählen zu den Aufstiegskandidaten. Aber schon der erste Spieltag zeigte, dass den Titelkandidaten nichts geschenkt wird. Die Wriedeler zeigten gegen tief stehende Lehmker immerhin die nötige Geduld, siegten durch späte Treffer.

„Ich erwarte nun ein ganz anderes Spiel, Wieren wird mitspielen“, äußert sich Trainer Mathias Grabs. Der muss weiter auf einige Akteure verzichten, immerhin stoßen Jakob Heuer und Arne Schult wieder zum Kader. In der letzten Saison verlor der TSV zweimal (2:5, 1:3). Dies soll jetzt laut Grabs anders werden: „Wir haben ein Heimspiel und wollen gewinnen!“

Die Wierener konnten beim 1:1 gegen den SCK nur phasenweise überzeugen. Trainer Mike Schneider möchte an die guten Momente anschließen, sieht die Wriedeler in einer leichten Favoritenrolle. „Ich erwarte mal wieder ein enges Spiel und hoffe auf einen guten Ausgang für uns.“ Der TuS-Kader kommt gut gefüllt daher.

TV Rätzlingen – TSV Suhlendorf (So., 15.30)

Nach dem deutlichen 6:1 gegen Emmendorf winken den Suhlendorfern erneut drei Punkte und damit so etwas wie ein Traumstart. „Wir wollen die Euphorie aus dem ersten Spiel mitnehmen und nachlegen. Wir haben wieder einen Gegner vor der Brust, den man schwer einschätzen kann. Deshalb sollten wir gleich wieder von der ersten Minute an da sein und im Abschluss konsequenter werden“, blickt Trainer Stephan Lindemann voraus.

Personell sieht es erneut recht gut aus, lediglich Tjark Flasche und Tristan Kramüller stehen nicht zur Verfügung. Vom TV Rätzlingen waren im Vorfeld keine Informationen zu bekommen.

Germania Ripdorf – TSV Lehmke (So., 15 Uhr)

Die Testspiele verliefen nicht besonders erfolgreich, der Saisonstart ebenfalls nicht: Die Ripdorfer Germanen suchen noch ihre Form. „Am Sonntag erwarten wir bei unserem ersten Heimspiel eine kampfstarke Truppe aus Lehmke, die vermutlich noch mit Aufstiegseuphorie anreisen und uns kämpferisch alles abverlangen wird. Wir werden alles versuchen, um spielerisch und kämpferisch gegen zuhalten, damit wir unsere ersten drei Punkte einfahren“, sagt Co-Trainer Sebastian Schenk, der den urlaubenden Daniel Wenck vertritt. Hendrik Beck, Lasse Oberwandling, Tobias Deppe fehlen weiterhin.

Die Lehmker überzeugten zuletzt kämpferisch, hatten in der Schlussphase gegen den TSV Wriedel aber nicht das nötige Glück auf ihrer Seite. „Am Sonntag starten wir den nächsten Versuch, die ersten Punkte einzufahren. Personell sieht es bisschen besser aus“, meint der TSV-Betreuer Arne Scheele.

Die Fans sollen eine Sitzgelegenheit dabei haben. VON IMMO DE LA PORTE

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