Neuer Lehrgang: Wer im Kreis Uelzen Fußball-Referee wird, hat gute Chancen, weit zu kommen

Schiedsrichter-Hochburg: Mitmachen!

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Bis zur FIFA waren Uelzener Unparteiische vertreten: Hier Hartmut Strampe (TSV Gr. Hesebeck/Röbbel) in der Partie Hamburger SV gegen Bayer Leverkusen am 13. April 2002.

mh Suhlendorf. Der Kreis Uelzen gilt seit Jahrzehnten als Fußball-Schiedsrichter-Hochburg, hat zahlreiche Unparteiische hervorgebracht, die in den höchsten Ebenen unterwegs waren und sind. Wer mitmachen will, hat ab Sonnabend, 2. September 2017, 9 Uhr, Gelegenheit dazu, einen Kursus für angehende Referees zu besuchen.

Der Lehrgang steigt im Vereinsheim des TSV Suhlendorf – und der Clou dabei: Der größte Anteil der Ausbildung läuft via E-Learning im Internet, so dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Regelwerk allein zu Hause erarbeiten können.

Kreis-Schiedsrichter-Lehrwart Sebastian Warnecke: „Das E-Learning bedeutet, dass wir weniger Veranstaltungen vor Ort haben. Allerdings ist es eine Voraussetzung, dass sich die Anwärter einen Teil der Regeln selbst erarbeiten, daher ist auch ein gewisses Maß an Eigeninitiative gefordert. Die Vereine bitte ich, diesen Umstand bei der Meldung der Teilnehmer zu berücksichtigen.“

Willkommen seien, so Warnecke, fußballinteressierte Sportlerinnen und Sportler ab 14 Jahren – nach oben gibt es keine Altersgrenze. Im Gegenteil: Gerade erfahrene Fußballer sind für die Spiele auf Kreisebene sehr gern gesehen.

Und auch Frauen: Wer möchte nicht der frischgebackenen Bundesliga-Schiedsrichterin Bibiana „Bibi“ Steinhaus nachahmen? Daher die Bitte von Lehrwart Sebastian Warnecke an die Vereine, bis zum 23. August 2017 geeignete Teilnehmer an folgende E-Mail-Anschrift zu melden: sebastian.tipp@gmx.de. Wichtig sind folgende Daten: Name, Vorname, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum, Verein. Eine Teilnahme kann nur mit dieser Voranmeldung erfolgen, da für das E-Learning-System die entsprechenden Zugangsdaten im Netz des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), „dfbnet“, erstellt werden müssen. Lehrwart Warnecke ist unter dieser E-Mail-Adresse im Übrigen für alle Fragen offen.

Warum nicht Bundesliga-Schiedsrichterin werden wie „Bibi“ Bibiana Steinhaus – hier in der vergangenen Saison in Bremen mit Reporter-Legende Fritz von Thurn und Taxis. Gerade auch Frauen steht der neue Schiedsrichter-Lehrgang beim TSV Suhlendorf offen.

Weiterhin wichtig: Der Lehrgang wird nur dann stattfinden, wenn mindestens 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeldet werden, die nach der Prüfung auch bereit sind, regelmäßig an den Wochenenden Spiele zu leiten. Aber, so der Lehrwart, der Einstieg in das Schiedsrichterwesen lohne sich in jedem Fall und in jedem Alter: So werde man Teil einer großen Gemeinschaft, die regelmäßig die verschiedensten Veranstaltungen organisiert – von den regelmäßigen Fortbildungsabenden über Besuche von Fußballspielen bis hin zur Teilnahme an Extra-Fußballturnieren für Schiedsrichter. Auch hierzu gibt es nähere Infos bei Lehrwart Sebastian Warnecke, der insbesondere auf sozial-kommunikativen Veranstaltungen wie die Grillfete, das Freundschaftsspiel gegen die „All Stars“, den Spiele-Abend und das Weihnachtsessen hinweist. Insofern: Die Gemeinschaft kommt bei den Referees nicht zu kurz.

Der Lehrgang steigt nicht nur virtuell – der Besuch an fünf Abenden (einschließlich Prüfungsabend) ist Pflicht und auch notwendig, um das Regelwerk festzuklopfen und Fragen zu beantworten.

Hier die Termine im Vereinsheim des TSV Suhlendorf: 

Sonnabend, 2. September 2017, 9 bis 13 Uhr.

Mittwoch, 6. September 2017, 18 bis 21 Uhr.

Mittwoch, 13. September 2017, 18 bis 21 Uhr.

Mittwoch, 20. September 2017, 18 bis 21 Uhr.

Geplanter Prüfungstermin: Mittwoch, 27. September 2017, 18 bis 20 Uhr.

Übrigens, noch ein Tipp von Lehrwart Sebastian „Tippy“ Warnecke: Wer regelmäßig und länger als Unparteiischer unterwegs und engagiert dabei ist, erhält den Schiedsrichter-Ausweis, der zum Eintritt für zahlreiche Fußballspiele auf allen Ebenen (bis zur Bundesliga) berechtigt. Insofern: Die Lizenz zum Pfeifen und der Einstieg in die Schiedsrichter-Gemeinschaft ist attraktiver, als mancher meinen könnte.

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