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SC Kirch-/Westerweyhe will nach Zwischentief wieder oben angreifen

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Von: Aron Sonderkamp

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Ein Spieler sitzt auf dem Boden und greift sich mit schmerzverzogenem Gesicht ans Schienbein.
Stark begonnen, hart gelandet: Den SC Kirch-/Westerweyhe (Nemanja Grahovac) bremsten zahlreiche Verletzungen im Jahresendspurt aus. © Bernd Klingebiel

Lange lieferte der SC Kirch-/Westerweyhe in der 1. Fußball-Kreisklasse mächtig ab. Dann kamen die Niederlagen. Nach der Winterpause will der SCK um Co-Kapitän Alexander Zierath zu alter Stärke finden.

Uelzen/Landkreis – Besondere Spiele, unvergessliche Momente, Stärken und Schwächen. In der AZ-Serie Team-Check blicken im jetzigen Kapitel die Mannschaftsführer der Uelzener Teams aus der 1. Kreisklasse auf das bisherige Abschneiden ihrer Mannschaften zurück. Heute: Alexander Zierath, Co-Kapitän des SC Kirch-/Westerweyhe.

Alexander Zierath

Alter: 35 Jahre.

Im Verein seit: 2014.

Kapitän seit: Co-Kapitän seit 2020 (erster Spielführer ist Nils Kaplan).

Position: Mittelfeld.

Bisherige Stationen: Jugend beim FC Oldenstadt, VfL Suderburg, Teutonia Uelzen.

Ihre Interpretation der Kapitänsrolle: „Ich halte mich eher im Hintergrund. Ich schreie nicht herum. Ich versuche, das Geschehen zu ordnen.“

Bis zum 14. Spieltag waren die Blau-Weißen das Maß aller Dinge in der Staffel. Keine Partie verloren. Doch dann setzte es vier Niederlagen, es gelang nur noch ein Dreier. Der SCK rutschte bis zur Winterpause auf den fünften Platz ab.

Das hat gut geklappt

Lange lieferte der SCK Sahne-Leistungen ab. „Das war schon recht erfolgreich. Damit haben wir so auch nicht gerechnet“, unterstreicht Zierath. Immerhin spielt der SCK nach seinem Aufstieg 2019/20 und den Corona-Einschränkungen seine erste vollwertige Saison in der 1. Kreisklasse.

Nach einem „eher zurückhaltenden Anfang“ habe das Team schnell gemerkt, dass es überall mithalten könne. Fortan spielte der SCK temporeicher und aggressiver auf. Das funktionierte. „Wir haben uns gefreut, so in Fluss zu kommen. Einstellung und Zusammenhalt haben gepasst.“ Und der neue Coach Martin Lübkert habe nochmal eine andere Mentalität eingebracht.

Torjäger

Lars-Henrik März 9

Leon Voigts 8

Fabian Gehlken 5

Arne Moritz 4

Fynn-Niklas Schulz 4

Miles Dreher 3

Das geht besser

Das Verletzungspech durchkreuzte den starken Lauf. „Es waren schon viele, das hat unser Spiel beeinträchtigt. Wir mussten einiges umstellen und hatten dann diesen Willen und diese Spritzigkeit nicht mehr“, erläutert Zierath. Die Mannschaft habe sich nach der guten Serie mittlerweile „auch zu sicher gefühlt“. Attribute, die der SCK zum Wiederbeginn nach der Winterpause korrigieren will. Auch die Trainingsbeteiligung soll wieder steigen.

Das besondere Spiel

Was beim 3:3 gegen den TSV Wriedel hauptsächlich stieg, war bei allen Beteiligten der Puls. Nach zwischenzeitlicher 2:1-Führung für den SCK kam Wriedel zurück und drehte das Ergebnis mit zwei Treffern. Erst tief in der Nachspielzeit besorgte Fynn-Niklas Schulz den umjubelten Ausgleich. Zierath: „Wir sind mit dezimiertem Kader angereist und haben uns nicht viel ausgerechnet.“ Zumal der SCK im Kreispokal dem TSV noch deutlich mit 1:3 unterlegen war. „Aber mit der starken Unterstützung von außen, wo auch unsere zweite Mannschaft stand, haben wir eine echte Willensleistung vollbracht“, sagt Zierath.

Ein Spieler spielt einen in der Luft fliegenden Ball. Sein Gegner versucht zu blocken.
Alexander Zierath (links) übernahm nach der Verletzung von Nils Kaplan die Kapitänsbinde. © Immo de la Porte

Der besondere Moment

Abseits vom Rasen bringen einige Blau-Weiße musikalisches Talent mit. „Neue Spieler müssen sich bei uns immer vorstellen. Michael und Thomas Liedtke haben dafür eine neue Hymne gedichtet“, erklärt der Spielführer. Kurzerhand wurde „Bella Napoli“ von Roy Bianco und den Abbrunzati Boys angepasst.

Das Besondere an der Mannschaft

Seit Saisonbeginn steigerten sich die Kirch-/Westerweyher in einen kleinen Rausch. „Wir kamen von Spiel zu Spiel mehr ins Rollen, haben aufgedreht und uns gepusht. Wir hatten immer diesen Zusammenhalt und sind ein Kollektiv. Auch neben dem Platz sind wir gefühlt ein riesiger Freundeskreis“, stellt Zierath heraus.

Der Ausblick

Die Winterpause kam dem SCK gerade recht. So könne die Mannschaft „das Mindset wieder geraderücken“, erklärt Zierath. Auch die Verletzten können sich erholen. Der Co-Kapitän: „Wir freuen uns alle auf den Kampf mit den ersten Fünf, auf spannende Spiele. Und wir wollen oben bleiben.“

Termine

TSV Suhlendorf - SCK 5.3., 15 Uhr

SCK - TSV Jastorf 12.3., 15 Uhr

VfL Böddenstedt - SCK 19.3., 15 Uhr

SCK - VfL Breese/Lgdf II 26.3., 15 Uhr

MTV Dannenberg - SCK 2.4., 15 Uhr

SCK - Germania Ripdorf 16.4., 15 Uhr

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