67 Teilnehmer

„Rund um Hösseringen“ – Laufen in „epochalen“ Zeiten

Hier geht’s lang: Organisationsleiter Lothar Deutschmann (links) begleitete vor dem Lockdown den Lauftreff Uelzen über die Zehn-Kilometer-Distanz.
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Hier geht’s lang: Organisationsleiter Lothar Deutschmann (links) begleitete vor dem Lockdown den Lauftreff Uelzen über die Zehn-Kilometer-Distanz.
  • Arek Marud
    vonArek Marud
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Besonderer Lauf, besondere Umstände. 67 Teilnehmer beteiligten sich am virtuellen Herbstlanglauf des VfL Suderburg. Wieder stand „Rund um Hösseringen“ im Zeichen geschichtsträchtiger Ereignisse.

Suderburg-Hösseringen – Am 9. November 2019 fand der 48. Herbstlanglauf exakt 30 Jahre nach dem Mauerfall statt. Stand die Vorjahresveranstaltung (auch) im Zeichen der Grenzöffnung, wurde der diesjährige Herbstlanglauf von anderen Symbolkräften bestimmt.

Besonderes Motto

Auch die gut gelaunte Doris Gaede-Kelle absolvierte den virtuellen Herbstlanglauf und war auf der Strecke über die 5,1 Kilometer dabei.

Das von Jenny Peters (Graulingen) entworfene Motiv auf der Urkunde soll alle Teilnehmer an eine ganz besondere Zeit erinnern. „Corona-Lockdown“ und „Wir laufen virtuell“, steht auf dem Zettel. Daneben ein abgebildetes Corona-Virus. Dazu aber auch ein Andreaskreuz, das Symbol schlechthin des Widerstandes gegen Gorleben. Jahrzehntelang hatten Aktivisten gegen ein Endlager in Gorleben protestiert. Mitten in der Phase des virtuellen Herbstlanglaufes wurde das Aus für den Plan verkündet.

Einer von elf Startern über die 21,1 Kilometer war Werner Dehrmann.

„Das sind epochemachende Ereignisse. Wir wollten gerne wieder die Zeitgeschichte einbinden“, erläutert Lothar Deutschmann, Leiter des dreiköpfigen Organisationsteams, dem auch Dorothee Schröder und Michael Gaede-Kelle angehören.

Lauf als Herzenssache

Den Machern der Traditionsveranstaltung, die 2019 zum 48. Mal stattfand, lag viel daran, zumindest eine abgespeckte Form anzubieten – um sich bei treuen Läufern zu bedanken. Aber auch, um den Stellenwert zu betonen.

Dorothee Schröder (hier mit Marina und Johann-Heinrich Schröder) zählt zur dreiköpfigen Organisationsleitung des Herbstlanglaufes und ist für die IT zuständig.

„Der Herbstlanglauf ist eine Herzensangelegenheit und ein Veranstaltungsflaggschiff des VfL Suderburg“, erklärt Deutschmann. Er und Gaede-Kelle retteten mit ihrem Einstieg vor drei Jahren den Lauf vor dem drohenden Aus.

Mit Wanderstöcken auf die Strecke.

Vom 15. Oktober bis 15. November gingen 67 Teilnehmer auf teils ganz persönlich gewählte Strecken und meldeten Ergebnisse an die Organisatoren, die in den vergangenen Tagen alles auswerteten und Urkunden ausstellten. Ein Ranking gab es nicht.

10 Kilometer beliebt

Einige Teilnehmer liefen die Originalstrecken. So wie der Lauftreff Uelzen. Deutschmann schloss sich der kleinen Gruppe vor einiger Zeit an und führte sie über die Original-10-Kilometer. Weitere zwei Personen wurden von Jürgen Wrede mit Fahrrad über die Halbmarathonstrecke geführt.

Einen Monat hatten die Aktiven insgesamt Zeit. Am Ende machten 67 Läufer mit.
Gute Laune trotz der Corona-Umstände.

Als beliebteste Strecke entpuppte sich die zehn Kilometer lange Distanz mit 35 Teilnehmern. Dazu wurden gemäß Ausschreibung die Distanzen über 21,1 Kilometer (elf Starter), 5,1 km (10), 5,1 km Walking (6) und die 3000 Meter (5) freigegeben. Die jüngsten Teilnehmer kamen aus der M14, der älteste Starter war ein M75-Läufer. Im neuen Jahr soll Normalität zurückkehren, hofft Deutschmann: „Der nächste Herbstlanglauf findet wieder live statt.“ Termin ist der 14. November 2021.

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