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Kracher zum Rückrundenstart: TSV Wriedel empfängt TuS Wieren

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Fußballtrainer schaut nachdenklich aufs Spielfeld.
Ein nachdenklicher Martin Lübkert beim 2:3 gegen den Sportclub: Gegen Liepe müssen drei Punkte her, um oben dran zu bleiben, fordert der SCK-Coach. © Immo de la Porte

Rückrundenauftakt in der 1. Fußball-Kreisklasse. Und der kommt gleich mit einem Kracher um die Ecke. Der Zweitplatzierte TSV Wriedel trifft auf den Fünften TuS Wieren, der aber nur zwei Punkte weniger aufweist.

VON IMMO DE LA PORTE

Uelzen/Landkreis –Herbstmeister VfL Suderburg II empfängt den arg gerupften SV Stadensen zum Derby. Wrestedt/Stederdorfs Trainer Dennis Thomsen feiert am Sonnabend (19. November) Wiedersehen mit Ex-Verein SVG Oetzen/Stöcken. Alle weiteren Partien dieses Spieltages werden am Sonntag (20. November) angepfiffen.

SVG Oetzen/Stöcken – TSV Wrestedt/St. (Sbd., 14 Uhr)

Die Oetzener (14.) verpassten es beim 1:1 gegen Liepe, sich weiter von den beiden Abstiegsplätzen abzusetzen. In der Offensive geht nur wenig, in 15 Spielen schoss die SVG überschaubare acht Tore, Liga-Minus! Zum Duell gegen Ex-Trainer Dennis Thomsen kramt die SVG die zuletzt angewandte Taktik hervor. „Wir werden versuchen, so lange wie möglich die Null zu halten“, erläutert Torwart Jonas Winkelmann, für den die Favoritenrolle klar an den Gast geht. Neben den Langzeitverletzten fehlt auch noch Lasse Hilmer beruflich bedingt, drei bis vier Spieler sind angeschlagen.

Mit viel Rückenwind nach dem starken 1:1 in Wriedel reisen die Gäste an. Allerdings ist die Ausgangslage gegen den Abstiegskandidaten eine gänzlich andere, schließlich kommt der TSV nicht an einer Favoritenrolle vorbei. TSV-Sprecher Eike Kirch ahnt, was auf die Schwarz-Gelben zukommt: „Wir erwarten im Vergleich zum Hinspiel eine noch intensivere Partie, da sich die SVG im Laufe der Hinrunde gesteigert hat. Wahrscheinlich stehen sie tief, weshalb Geduld in unseren Reihen gefordert sein wird.“ Glenn Funk (Gelbsperre) fehlt ebenso wie Kevin Erxleben, der nach seinem Platzverweis in Wriedel ein Spiel aussetzen muss.

VfL Suderburg II – SV Stadensen (So., 12)

Zehn Siege in Serie, Herbstmeister – Suderburg ist weiter die Mannschaft der Stunde. Vor dem Derby gegen Stadensen möchte Coach Jörn Drögemüller den Monsterlauf gern fortsetzen: „Wenn jetzt nicht einige abheben, werden wir weiter punkten. Es ist eine schöne Momentaufnahme!“ Kleiner Wermutstopfen in der VfL-Euphorie: Aufgrund vieler Blessuren aus dem Spiel in Lehmke musste das Training am Mittwoch entfallen. Drögemüller: „Ich hoffe, bis Sonntag werden einige fit.“

Die Stadenser (10.) kamen in Böddenstedt mit 0:10 unter die Räder, gehen mit einem dicken Rucksack ins Match gegen den Ligaprimus. Irgendwie eine Pleite mit Ansage, schließlich fehlten Trainer Marco Schulze acht Stammspieler. Die Mannschaft wurde nur mit teils schnell verpflichteten Zugängen (Schulze: „Wie aus heiterem Himmel“) spielfähig gemacht. Nun entspannt sich die Lage etwas, z.B. kehren Justus Reichel, Patrick Oetzmann und Christopher Stach zurück. „Immer noch weit weg von meiner Wunschelf“, relativiert Schulze, der unter anderem auf Abwehrspieler Lars Hardekopf und Lukas Porsch verzichten muss.

VfL Breese/Langendorf II – VfL Böddenstedt (So., 12)

Nach sieben Erfolgen hintereinander trennt Böddenstedt nur noch ein mickriger Punkt von einem Aufstiegsplatz. Im Hinspiel ließen die Ortheide-Kicker beim 2:2 zwei Punkte liegen. „Rückblickend war das Unentschieden natürlich zu wenig“, ordnet Spielertrainer Justin Reeger ein. Am Sonntag sind die Böddenstedter klar favorisiert, wenngleich die Breeser (12.) zuletzt nach zwölf Spielen wieder einmal gewannen. Einige Spieler fehlen verletzt, aber „die letzten Spiele haben gezeigt, dass wir uns auf jeden im Team verlassen können“, freut sich Reeger.

TSV Wriedel – TuS Wieren (So., 14)

Trotz guter Leistung büßte Wriedel (2.) beim 1:1 gegen Wrestedt/St. etwas Boden an der Spitze ein. „Wir spielen zu Hause, wollen gewinnen“ stellt Trainer Mathias Grabs klar. Auf heimischer Anlage ist der TSV noch ungeschlagen. Der Coach nahm erfreut die sehr gute Trainingsbeteiligung unter der Woche zur Kenntnis, muss am Sonntag aber auf die verletzten Malte Tödter und Philipp Grunwald verzichten, Steffen Niemann-Laue kehrt zwischen die Pfosten zurück. Grabs: „Vieles wird von der Tagesform abhängig sein.“

Die Generalprobe für das Spitzenspiel in Ripdorf (8:0) war kein wirklicher Maßstab für die Wierener (5.), die ihrem kommenden Gegner und Aufstiegsrivalen im spektakulären Hinspiel mit 5:3 eine von nur zwei Niederlagen zufügten. „Wir freuen uns auf ein spannendes Spiel. Ich denke, es werden Kleinigkeiten entscheiden, da es sicher zwei Teams auf Augenhöhe sind“, erwartet Trainer Mike Schneider eine enge Begegnung. Personell ist weiter alles im Lot beim TuS, der im Vergleich zur Startelf in Ripdorf einige Änderungen vornehmen wird.

MTV Dannenberg – TSV Jastorf (So., 14)

In Breese schossen die Jastorfer erstmals in dieser Saison drei Treffer, gingen letztlich aber erneut leer aus. Trotz des zarten Aufwärtstrends kommt der Tabellenletzte beim Sechsten nicht an einer krassen Außenseiterrolle vorbei. Spielertrainer Marcel Claus hadert weiter mit dem sehr engen Kader und findet: „Würden wir nicht zu jedem Spiel mit elf Mann fahren, wäre ich mir sehr sicher, dass wir jetzt gut sechs bis zehn Punkte mehr auf dem Konto hätten.“ Auch gegen Dannenberg sieht es bedenklich aus, denn Fin Schemat fällt aus. Claus, Javier Lopez und der mit Andy Sommerfeld einzige zuverlässige Torschütze sind angeschlagen.

Germania Ripdorf – TSV Suhlendorf (So., 14)

Eines steht aus Sicht der Germanen immerhin schon fest: Ein Unterzahl-Desaster wie gegen Wieren wird sich gegen Suhlendorf nicht wiederholen, da einige Spieler zurück im Kader sind und auch die zweite Mannschaft aushilft. Mit etwas Glück könnten zudem die verletzten Lucas Ruttig (Zerrung) und auch Keeper Dennis Peukert (Prellung) auflaufen. „Ein Gegner, der im Normalfall auf Augenhöhe sein sollte, es wird ein umkämpftes Spiel werden“, blickt Co-Trainer Sebastian Schenk, der gerne einen Zähler einsacken möchte, voraus.

Die Suhlendorfer haben es als Tabellenneunter wirklich geschafft, die Hinrunde ohne Auswärtssieg zu beenden. Nun folgt der nächste Anlauf. Trainer Stephan Lindemann lässt sich von dem jüngsten Ripdorfer 0:8 nicht blenden. „Ich rechne mit einer nicht so dezimierten Elf von Ripdorf, sodass die Aufgabe keinesfalls einfach wird.“ Neben den länger verletzten Christoph Riemer und Tristan Wiechel-Kramüller fehlen Jannes Schulze und Jaari Warnecke, der nach seinem Platzverweis zwei Spiele pausieren muss.

TSV Lehmke – SC 09 Uelzen (So., 14)

Die auf dem vorletzten Rang verharrenden Lehmker verloren sieben Mal in Serie und sind erneut deutlicher Außenseiter. „Der SC kommt mit ordentlich Selbstvertrauen im Gepäck. Da müssen wir aufpassen, dass wir nicht zum Kofferträger werden“, befürchtet Betreuer Arne Scheele. Er erinnert sich aber auch an das enge Hinspiel (2:3), das erst kurz vor Schluss verloren ging. „Das wollen wir dieses Mal besser machen“. Kapitän Jan Tauscher ist wieder an Bord.

Der Sportclub (7.) setzte nach eher durchwachsener Hinrunde mit dem Sieg in Westerweyhe doch noch ein dickes Ausrufezeichen. „Nach dem Derby-Sieg fahren wir mit einer breiten Brust nach Lehmke. Wir wollen unsere Leistung der letzten Spiele bestätigen und gehen als klarer Favorit ins Spiel“, sagt Anton Weinberger vom Trainerteam, der aus den nächsten drei Spielen am liebsten neun Punkte holen würde. Er warnt aber vor Überheblichkeit, wie sie beim ersten Aufeinandertreffen zu sehen war. Markus Lindt bekam für seine Rote Karte eine Drei-Spiele-Sperre aufgebrummt, Brian-David Stenzel ist verletzungsbedingt fraglich.

SC Kirch-/Westerweyhe – TuS Liepe (So., 14)

Der SCK ist etwas ins Trudeln geraten, verspielte auf der Ziellinie noch die Herbstmeisterschaft. Geschuldet waren die jüngsten Niederlagen in Teilen dem ausgedünnten Kader. Jetzt gibt es Entwarnung: So dürfte mit Arne Moritz, Alexander Zierath, Nando Richter, Nemanja Grahovac und Hilko Prange ein Quintett zurückkommen. Trainer Martin Lübkert möchte im Aufstiegskampf auf keinen Fall weiteren Boden verlieren: „Nach der ärgerlichen Niederlage gegen den SC wollen wir jetzt unbedingt drei Punkte holen, um oben dran zu bleiben.“ Die Gäste sind seit sechs Spielen ohne Sieg, haben aber dank 16 Punkten beruhigenden Abstand zu den Abstiegsplätzen.

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