Barums Fußballerinnen fiebern Hit gegen 96 entgegen

Rote Riesen

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Mit Köpfchen zum Überraschungssieg: Davon träumt der MTV Barum (Catjana Wendt) im Heimspiel gegen das Überteam von Hannover 96.   

Barum – Die Roten kommen. Gut möglich, dass im Barumer Strafraum Alarmstufe Rot herrschen wird. Denn die MTV-Fußballerinnen treffen auf Hannover 96 – und wollen am kommenden Sonntag (13 Uhr) im eigenen Waldstadion Geschichte schreiben.

Es ist die Übermannschaft schlechthin der Oberliga Ost. Hannover 96 hat aus 22 Spielen 60 Punkte geholt (20 Siege, zwei Niederlagen), 110 Tore erzielt und nur 13 kassiert. Anna-Lena Füllkrug hat schon 42 Mal getroffen! Die Top-Torjägerin hat einen sehr prominenten Bruder. Niclas Füllkrug ist Noch-Profi beim Erstliga-Absteiger Hannover 96 und wechselt im Sommer zu Werder Bremen. Kurios: Die Geschwister wurden Anfang 2019 vor 1.200 geladenen Gästen zu Hannovers Sportler und Sportlerin des Jahres gekürt.

Kein Wunder, dass Barums Trainer Björn Schwichtenberg von einem außergewöhnlichen Gegner spricht. „Da kommt richtig was auf uns zu.“ Schon im Hinspiel ging der MTV mit 0:6 baden. Letzte Woche hat Hannover auswärts den Tabellenzweiten Eintracht Braunschweig auswärts mit 6:1 „abgefrühstückt“ (Schwichtenberg).

Wie es der Zufall will, sind für Sonntag perfekte Rahmenbedingungen angesagt, kämpft im Anschluss an das Frauen-Match die 1. Herrenmannschaft um den Klassenerhalt im Kellerkracher der Bezirksliga gegen Vastorf. Das garantiert ordentlich Zuschauer. Und die können sich auf ein absolutes Topteam freuen. „96 ist auf dem Vormarsch, will hoch und hat im Nachwuchsbereich die Basis dazu“, schwärmt Schwichtenberg von Top-Voraussetzungen. Doch Barum hat das Zeug dazu, dem Ligakrösus und frisch gebackenen Meister einen Schönheitsfleck zu verpassen, bevor diese Mannschaft laut Schwichtenberg schon bald in der 2. oder vielleicht sogar 1. Liga spielt. „Umso schöner wäre es, wenn wir sagen könnten, dass wir das letzte Spiel gegen sie gewonnen haben.“ Ganz so abwegig ist das gar nicht, treffen die beiden besten Rückrundenteams aufeinander (jeweils neun Siege, eine Pleite).

Für eine Überraschung muss aber so ziemlich alles zusammenkommen: Schwichtenberg: „Wir brauchen vom Trainer bis zur letzten Spielerin einen Sahnetag, müssen sicher stehen, die Passwege zustellen und Füllkrug aus dem Spiel nehmen. Wir müssen alles raushauen.“

VON AREK MARUD

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